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1. Vorsitzender Eugen W. Krammig, Am Maintor 8, 63456 Hanau - Steinheim am Main
Tel: 0171 / 62 10 121 Fax: 06181 / 650573

Hier können Sie Presseartikel zu Abchasien und deren Menschen lesen.

 Außenministerium Abchasiens: Georgisches Parlaments gefährdet Verhandlungsprozess

 

MOSKAU, Das georgische Parlament hat am Dienstag den Beschluss "Über den Verlauf der Friedensoperationen und die Situation in den Konfliktzonen Georgiens" gefasst.
 

Dieser Beschluss des georgischen Parlaments über die russischen Friedenskräfte in Abchasien und Südossetien trägt zur Verschärfung der Spannungen in der Region und kann eine Einstellung des Verhandlungsprozesses zur Folge haben, erklärte dazu das Außenministerium Abchasiens.
 

Wenn die georgische Seite den Abzug der russischen Friedenskräfte aus den Zonen des abchasischen und des südossetischen Konflikts diskutiert, kann das die Einstellung des Verhandlungsprozesses bedeuten, heißt es in der Erklärung des außenpolitischen Amtes der nicht anerkannten Republik, die RIA Nowosti am Donnerstag erhalten hat.
 

Dieser Beschluss habe offensichtlich provokatorischen Charakter und fördere lediglich die Verschärfung der Spannungen in der Region, betont das abchasische Außenministerium.
 

Es erinnerte daran, dass die abchasische Seite wiederholt auf die Notwendigkeit verwiesen hatte, die Stationierung der Kollektiven Friedenskräfte der GUS bis zur Lösung des Konflikts beizubehalten.
 

In einer Zeit, da die abchasische und die georgische Seite über internationale Garantien für die Sicherung des Friedens verhandeln, erregen die Handlungen des georgischen Parlaments Verwunderung, wird in der Erklärung betont.
 

Die Verdrängung der russischen Friedenskräfte erwecke angesichts der präzedenzlosen Militarisierung Georgiens und der zunehmenden "aggressiven Friedensinitiativen" der georgischen Führung in der Region ernste Besorgnisse, heißt es in der Erklärung.
 

Das Außenministerium Abchasiens vertritt den Standpunkt, das Parlament Georgiens habe bislang keinen Versuch unternommen, die Befürchtungen der Einwohner Abchasiens und Südossetiens zu mindern.
 

"Leider tragen die Friedensinitiativen Georgiens immer noch deklarativen Charakter. Sie können von den Völkern Südossetiens und Abchasiens nicht als ein reales Streben der Führung Georgiens, sich für den Genozid und die anhaltende wirtschaftliche und Informationsblockade zu entschuldigen, bewertet werden", heißt es in der Erklärung.
 

Die abchasische Seite ersucht die internationale Gemeinschaft erneut, bei der Regelung des georgisch-abchasischen Konflikts zum unabhängigen Schiedsrichter zu werden, so das Außenministerium Abchasiens.

 

13.10.2005  RIA Nowosti

 

 Russland zieht seine Friedenstruppen nicht aus der georgisch-abchasischen Konfliktzone ab

MOSKAU, Abchasien ist überzeugt, dass Russland seine Friedenskräfte nicht aus der Zone des georgisch-abchasischen Konflikts abzieht, erklärte der Außenminister der nicht anerkannten Republik, Sergej Schamba, am Mittwoch.
 

Der Minister sagte, Russland habe ebenso wie die UNO die Verpflichtung übernommen, sich für eine Regelung des Konfliktes und für die Verhinderung eines Wiederaufflammens des Krieges zu engagieren. „In diesem Zusammenhang meinen wir, Russland hat nicht das moralische Recht, seine Friedenskräfte aus der explosiven Region abzuziehen“, erklärte Schamba.
 

Der Außenminister charakterisierte den Beschluss des georgischen Parlaments, die Frage der Beendigung der Friedensoperation in Abchasien und in Zchinwali aufzuwerfen, als Bestreben, „einen neuen Konflikt zu entfesseln“. Sollte es keine Friedenskräfte mehr in der Region geben, dann könnten auch die Militärbeobachter der UNO nicht mehr tätig sein, sagte Schamba. Das entziehe allen unterschriebenen Vereinbarungen den Boden und untergrabe den Friedensprozess insgesamt.
 

Die Friedenskräfte befinden sich auf der Grundlage der Vereinbarung zwischen Georgien und Abchasien aus dem Jahre 1994 in der Konfliktzone. „Wir meinen, dass die Friedenskräfte in beiderseitigem Einvernehmen stationiert worden sind, und ihr Abzug kann auch nur einvernehmlich erfolgen. Das einseitige Bestreben Georgiens ist kein hinreichender Grund“, sagte der Minister.
 

Abchasien stimme einer Änderung des Mandats auf keinen Fall zu. Sollte Georgien die Vereinbarungen zur Konfliktregelung aufkündigen und die Forderung nach einem sofortigen Abzug der russischen Friedenstruppen vom Territorium Georgiens stellen, dann „stationieren wir unsere Streitkräfte an der Grenze“, sagte der Außenminister.
 

Am Dienstag hatte das georgische Parlament eine Resolution verabschiedet, mit der die Abgeordneten von Russland fordern, das Mandat der Friedenskräfte in der georgisch-ossetischen und in der georgisch-abchasischen Konfliktzone einzuhalten.
 

Zum georgisch-abchasischen Konflikt heißt es in der Resolution, „der Regierung (Georgiens) wird eine Frist bis zum 1. Juli 2006 gegeben, um über die Lage und die Tätigkeit der russischen Friedenskräfte in der Konfliktzone Bericht zu erstatten. … Sollte es zu diesem Zeitpunkt keine Fortschritte geben, fordert das Parlament von der Regierung die Einstellung der Friedensoperation in Abchasien ab 15. Juli 2006, kündigt das Abkommen von Sotschi aus dem Jahre 1994 auf und löst alle aus den Vereinbarungen resultierenden Strukturen auf.“

12.10.2005  RIA Nowosti

 

 Abchasien hat seine Repräsentantin in Deutschland ernannt

 

Das Aussenministerium der Republik Abchasien hat zu ihrer Repräsentantin in Deutschland Khibla Amichba - Dr. der Philologie, Absolventin der Abchasischen Staatlichen Universität - ernannt.

 

Da es in Deutschland eine zahlreiche abchasische Diaspora gibt, wird die Tätigkeit von Khibla Amichba hauptsächlich auf die Herstellung der kulturellen Beziehungen zwischen ihr und der historischen Heimat gerichtet. Die Repräsentantin des Aussenministeriums Abchasiens in Deutschland wird die Landsleute über die Situation in Abchasien informieren. Ausserdem werden für die Landsleute Kurse für die abchasische Sprache und Kultur organisiert. Besonders viel Aufmerksamkeit wird auf die zwei Web-Seiten über Abchasien auf Englisch, Deutsch und Türkisch gelenkt, die bereits bei der Diaspora vorhanden sind.

 

"Kavkazskiy uzel"  10.10.2005

 

 Abchasien will keine amerikanischen und europäischen Friedenstruppen

 

Abchasien, eine nicht anerkannte Republik in Georgien, will nicht, dass die USA und die EU an der Friedensmission teilnehmen. Das sagte der abchasische Präsident Sergej Bagapsch am Freitag.
 

"Die Friedenstruppen der GUS befinden sich seit dem Waffenstillstandsabkommen zwischen Georgien und Abchasien vom 14. Mai 1994 in der Konfliktzone. Abchasien beabsichtigt keine Veränderungen an diesem Dokument", heißt es in einer Erklärung von Bagapsch. "Ohne unsere Einwilligung können keine anderen Staaten an den Friedensprozess angeschlossen werden", so Bagapsch.
 

Am Mittwoch hatte sich der georgische Präsident Michail Saakaschwili auf einer Pressekonferenz für die Teilnahme der USA und der EU an der Friedensoperation in den nicht anerkannten Republiken Abchasien und Südossetien ausgesprochen. Dabei erkannte er Russlands große Rolle im Friedensprozess an.
 

Dabei hat eine andere nicht anerkannte Republik im postsowjetischen Raum, Transnistrien in Moldawien, die Teilnahme der USA und der EU an der Konfliktregelung bewilligt. Ihnen steht aber nur eine Beobachterrolle zu. Das wurde RIA Nowosti am Freitag im transnistrischen Außenministerium mitgeteilt.
 

Laut einem Dokument der OSZE können die Beobachter an keinen Entscheidungen teilnehmen, keine Protokolle unterzeichnen, in keinen Sitzungen den Vorsitz führen und keine Sitzungen initiieren.
 

"Wir waren lange Zeit gegen die Teilnahme der USA, weil ihre Teilnahme zum Beispiel auf dem Balkan keinen Frieden, sondern eine Verschärfung der Lage mit sich brachte", sagte der transnistrische Außenminister Valeri Lizkai.

 

RIA Novosti  01.10.2005

 

 Über russische Friedenskräfte sollen Abchasien und Südossetien entscheiden

Die russischen Friedenskräfte in Abchasien und Südossetien können ihren Status nur dann verändern, wenn es die nicht anerkannten Republiken wollen. Das sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow am Freitag in Moskau.
 

"Ob die Friedenskräfte anwesend sind oder nicht, müssen zwei Seiten entscheiden: Abchasien und Südossetien. Wenn beide Seiten zu einem Entschluss bereit sind, kann auch ich Genaueres dazu sagen", sagte Iwanow. Er kommentierte dabei die jüngsten Äußerungen der georgischen Politiker über die russischen Friedenstruppen in der Konfliktzone.
 

Seit den 90er Jahren sind in den nichtanerkannten georgischen Teilrepubliken Abchasien und Südossetien russische Friedenstruppen stationiert.

RIA Novosti  01.10.2005

 

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