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1. Vorsitzender Eugen W. Krammig, Am Maintor 8, 63456 Hanau - Steinheim am Main
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Hier können Sie Presseartikel zu Abchasien und deren Menschen lesen.

 Bekannter russischer Unternehmer kaufte Stalins Datscha in Abchasien

 

Suchum, Der Besitzer der größten Verwaltungsgesellschaft der privaten Investmentfonds, „Basowy Element", Oleg Deripaska, hat die Lieblingsdatscha des sowjetischen Diktators Jossif Stalin am Cholodnaja-Retschka-Fluss in Abchasien für zehn Millionen Dollar gekauft, berichtet das Massenblatt „Komsomolskaja Prawda" am Montag unter Berufung auf die Administration des abchasischen Präsidenten.

 

Das abchasische Parlament hatte das Schicksal der Stalin-Datscha ein ganzes Jahr lang behandelt. Im Ergebnis wurde beschlossen, das Angebot des „Basowy-Element"-Chefs anzunehmen. Es ist vorerst nicht bekannt, ob der russische Geschäftsmann die oben genannte Summe bereits überwiesen hat oder nicht. In seinem Unternehmen wollte niemand zu diesem Geschäft Stellung nehmen. Allerdings wurde es auch nicht dementiert.

 

Die Datscha war in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts auf persönliche Anweisung Stalins gebaut worden. Sie ist von Fichten umgeben und ist vom Meer aus nicht zu sehen - der Staatsführer war um seine Sicherheit sehr besorgt. Er ging nicht einmal ins Meer baden, das Meereswasser wurde ihm über ein Spezialrohr direkt in die Badewanne gepumpt. Über zwei andere Rohre wurde die Datscha mit heißem und kaltem Süßwasser versorgt.

 

Stalins Bett wurde gemäß seiner Körpergröße - 173 cm - angefertigt. Die Anforderungen an die Bedienung waren hart: Niemand durfte ins Blickfeld des Staatsführers fallen, nicht einmal die Leibwächter. Die Letzteren versteckten sich vor ihm hinter den alten Fichten. Einmal verliefen sich einige Buben aus der Ortschaft und gelangten zufällig auf Stalins Strand - die Eltern der Jungs erhielten dafür zehn Jahre Straflager.

 

Stalins Datscha war stets ein populäres Reiseziel in Abchasien. Gäste, die Nervenkitzel suchten, durften in Stalins Bett übernachten - für 50 Dollar, was für diese Republik sehr viel Geld ist. In Stalins Räumen blieb alles wie zu seinen Lebzeiten.

 

In den letzten Jahren wurde die Datscha auch als ein Empfangshaus des früheren abchasischen Präsidenten Wladislaw Ardzynba verwendet. Bei einem dieser Empfänge verursachte ein Zigarettenstummel einen Brand, der einen Teil des Hauses und etliche Fichten vernichtete.

 

28.06.2005  RIA Novosti

 

 Russland wird Maßnahmen zur Gewährleistung einer ungefährdeten Erholung von Einwohnern Russlands in Abchasien treffen

 

MOSKAU, Russland werde nötigenfalls entsprechende Maßnahmen treffen, um den russischen Bürgern eine ungefährdete Erholung an der abchasischen Schwarzmeerküste zu sichern. Dahingehend kommentierte am Mittwoch das Departement Information und Presse des russischen Außenministeriums die Information über die Sperrung der Wassergebiete Abchasiens für alle Arten des Seeverkehrs durch die Behörden Georgiens.

 

„Bekanntlich hatte das Grenzdepartement Georgiens Anfang Juni tatsächlich eine solche Erklärung abgegeben. Sie löste bei den abchasischen Behörden Besorgnis aus, die diese Erklärung als ein Signal für die Möglichkeit von Gewaltaktionen aufgefasst hatten, was zweifellos die gegenseitigen Beziehungen zwischen Tiflis und Suchum erschweren würde", verlautet aus dem russischen Außenministerium.

 

Das Außenministerium hebt hervor: „Die Versuche vom vorigen Sommer, über Abchasien unter Gewaltanwendung de facto eine Seeblockade zu verhängen, haben zu einem Ausbruch von Spannungen in diesem Raum und zur Aussetzung des Friedensprozesses der georgisch-abchasischen Regelung geführt, der erst in den letzten Monaten wieder aufgenommen werden konnte."

 

Russland, „das konsequent für die Anbahnung des Vertrauens zwischen den Seiten des georgisch-abchasischen Konflikts auftritt, verweist auf die Unzulässigkeit jeglicher provokatorischer Handlungen und wird nötigenfalls entsprechende Maßnahmen, darunter auch zur Gewährleistung der ungefährdeten Erholung russischer Bürger an diesem Teil der Schwarzmeerküste ergreifen", heißt es in der Mitteilung.

 

22.06.2005 RIA Nowosti

 

 Experte: Georgien provoziert Abchasien zur Aufnahme russischer Militärstützpunkte

 

MOSKAU, Die Situation in der kaukasischen Region ist so, dass Russland dort bedeutende einsatzbereite Militäreinheiten haben muss. Mit seinen nachdrücklichen Forderungen, die russischen Militärstützpunkte vom georgischen Territorium abzuziehen, provoziert Tiflis eine Umwandlung Abchasiens in eine militarisierte russische Zone. Diese Meinung äußerte Achmed Bilalow, erster Vizevorsitzender des Staatsduma-Ausschusses für Angelegenheiten der GUS und Beziehungen mit Landsleuten, am Mittwoch in der "Nesawissimaja Gaseta".

 

In den letzten Monaten gaben georgische Spitzenpolitiker Erklärungen ab, wonach weitere Friedensverhandlungen mit Suchum nicht möglich seien. In Abchasien wurden diese Worte als ein Signal zum Beginn der Vorbereitung auf einen neuen Krieg aufgenommen. "In diesem Zusammenhang wirkt die Bereitschaft von Abchasiens Präsident Sergej Bagapsch absolut begründet, jene russischen Militäreinheiten auf seinem Territorium aufzunehmen, die aus Batumi und Achalkalaki abgezogen werden", hieß es.

 

In dieser Situation entstehen für Moskau Möglichkeiten zum Feilschen. "Russland könnte Bagapschs Einladung nicht annehmen, zumindest solange, wie Tiflis die russische Bitte berücksichtigt und keine Militärstützpunkte dritter Länder auf dem Territorium Georgiens zulässt", sagte Bilalow.

 

Der Versuch, das Problem radikal zu lösen und Abchasien an Russland anzuschließen, könnte zu einer außerordentlichen Zuspitzung der Beziehungen Moskaus nicht nur mit Georgien, sondern auch mit einem Teil der internationalen Völkergemeinschaft führen, so der Experte. Sollte aber die georgische Seite keine Absicht bekunden, das Abchasien-Problem positiv zu lösen, so ließen sich verschiedene Varianten "asymmetrischer" Antworten finden. "So könnte Abchasien ein Teil Weißrusslands werden", meinte Bilalow. "Dazu wäre es ausreichend, ein Referendum in beiden Republiken abzuhalten. Weißrussland ist aber bekanntlich durch einen Unionsvertrag mit Russland vereint. So würden sich die in Abchasien lebenden russischen Bürger geschützt fühlen, während Moskau neue Vorwürfe vermeiden könnte, es zeige wieder seine imperialen Ambitionen."

 

08.06.2005  RIA Nowosti

 

 „Georgien sollte sich lieber mit eigenen Problemen beschäftigen"

 

MOSKAU, Georgien sollte sich lieber mit den eigenen Problemen beschäftigen, statt zu „bunten Revolutionen" anzustiften, meint Irakli Batiaschwili, einer der Führer der Bewegung „Vorwärts, Georgien".

 

„Das Verleiten zu bunten Revolutionen im postsowjetischen Raum, um einen erwürgenden Demokratiegürtel rund um Russland aufzubauen, darf nicht zu den geopolitischen Zielen Georgiens gehören. Unser Land sollte sich in erster Linie mit der Beilegung der eigenen Konflikte mit Abchasien und Südossetien sowie mit der Vereinigung des Staates beschäftigen und zusammen mit Russland eine stabilisierende Rolle im Kaukasus spielen", erklärte Batiaschwili auf einer Pressekonferenz in der RIA Nowosti.

 

Seiner Meinung nach sind der georgisch-abchasische und der georgisch-südossetische Konflikt eine Folge der Kontroversen mit Russland. Deshalb müssen zuerst die Streitigkeiten mit Russland beigelegt werden, führte Batiaschwili aus.

 

„Die USA werden in unserem Land leider für einen Faktor gehalten, der Georgien bei der Wiederherstellung seiner territorialen Integrität hilft, wobei Russland als eine Kraft gilt, die dies behindert. Diese Formel muss geändert werden", forderte Batiaschwili.

 

Seinen Worten nach braucht Georgien eine neue politische Kraft und eine völlig neue Politik, um den Konflikt mit Russland beizulegen und mit ihm eine denkbar enge strategische Partnerschaft herzustellen, die auf realem Vertrauen beruht.

 

„Ich bin mir nicht ganz sicher, dass die jetzige georgische Führung eine solche Politik betreiben kann, um in unserem Verhältnis eine 180-Grad-Wende herbeizuführen und dadurch das Hauptziel des georgischen Volkes zu erreichen: Schrittweise Vereinigung und Erlangung der territorialen Integrität Georgiens", sagte der Politiker.

 

Das Ziel der Bewegung „Vorwärts, Georgien" bestehe darin, die politische Situation in Georgien zu verbessern und die Unterstützung der Bevölkerung zu gewinnen, sagte er weiter.

 

06.06.2005  RIA Nowosti

 

 General Netkatschew: Abzug russischer Stützpunkte aus Georgien schadet Russlands geopolitischen Interessen

 

Der Abzug der Militärstützpunkte aus Georgien ist ein überaus starker Schlag gegen die geopolitischen Interessen Russlands. Das erklärte Generalleutnant Juri Netkatschew, ehemaliger Vizechef der Gruppe der russischen Streitkräfte in Transkaukasien, in einem Interview für die Wochenzeitung „Wojenno-promyschlenny Kurjer".

 

„Anstelle unserer Stützpunkte werden Türken, Amerikaner oder sonst jemand kommen, die Nische wird aufgefüllt", meinte der General. Nach seinen Worten habe russischer Staat seit mehr als zehn Jahren keine klare und deutliche Politik hinsichtlich der Verteidigung der Positionen Russlands im postsowjetischen Raum. Georgiens Präsident Michail Saakaschwili beleidige Russland und dessen Bürger, er schaffe Hindernisse für die russischen Militärs in Georgien, während Moskau lediglich Tiflis mit irgendwelchen Sanktionen einzuschüchtern versuche und seine Zahnlosigkeit zeige, so der General. „Zunächst hieß es, für den Abzug aus Georgien würden elf Jahre erforderlich sein, jetzt sind wir schon mit vier Jahren einverstanden", bedauert der Militär.

 

Nach seiner Ansicht ist das aber erst der Beginn der Epopöe mit dem Abzug der russischen Militärstützpunkte aus Batumi und Achalkalaki. „Die örtlichen Einwohner werden uns von dort nicht weglassen", sagte er. „In Achalkalaki (liegt in der an Armenien grenzenden georgischen Region Dschawanetija mit einem großen armenischen Bevölkerungsteil. Anm. d. Red.) ist die Bevölkerung nahezu völlig armenisch. Sie würde sich eher von Georgien abtrennen als einen Abzug von Personal und Technik nach Russland zulassen. Das gleiche gilt für Batumi (Hauptstadt der Autonomie Adscharien an der Grenze zur Türkei. Anm. d. Red.) Unsere Stützpunkte bedeuten Arbeitsplätze für Menschen und einen Stabilitätsfaktor."

 

Der General zweifelt nicht daran, dass Saakaschwili nach der Unterzeichnung des Vertrags mit Russland über den Abzug der Stützpunkte einen Krieg gegen Südossetien und Abchasien beginnt. „Saakaschwili wird freie Hände bekommen, er wird zunächst einen Krieg gegen Südossetien und dann gegen Abchasien beginnen", prognostiziert Netkatschew. „Nicht zufällig hat er seinen Militärhaushalt verdreifachen lassen. Gekauft werden Panzer, Flugzeuge und Hubschrauber - alles läuft auf einen großen Krieg hin. Dieser Krieg wird Saakaschwili auch begraben. Die Osseten und die Abchasen werden ihre Territorien nicht an Georgien abtreten." In diesen nicht anerkannten Staaten sei praktisch die gesamte Bevölkerung Russlands Staatsbürger, fügte der General hinzu.

 

Nach Angaben aus offenen Quellen sind auf dem Territorium Georgiens mehr als 3000 russische Militärangehörige sowie 150 Panzer, 240 gepanzerte Militärfahrzeuge und 140 Artilleriesysteme konzentriert.

 

02.06.2005  RIA Novosti

 

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