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Ein ARD-Bericht aus
Abchasien
Ein ARD-Bericht aus
Südossetien
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| Türkischer Kapitän in Georgien zu 24 Jahren Haft
verurteilt |
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Tiflis, Der türkische Kapitän eines im
abchasischen Gewässer aufgebrachten Schiffes ist von einem
georgischen Gericht zu 24 Jahren Haft verurteilt worden.
Das teilte die Grenzpolizei Georgiens am Montag
in Tiflis mit. Das Schiff "Buket" sei an den georgischen Staat
übereignet worden. Dem Kapitän wurde zur Last gelegt, "gegen die
Zollvorschriften und die Regeln für den Aufenthalt in okkupierten
Territorien" verstoßen zu haben.
Die "Buket" unter panamaischer Flagge mit 2000
Tonnen Benzin und 700 Tonnen Diesel an Bord war von der Türkei nach
Abchasien unterwegs gewesen.
31.08.2009 RIA
Novosti
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| Abchasien droht Georgien mit Aufbringen von
Schiffen im Schwarzen Meer |
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Moskau, Abchasien wird georgische Schiffe
in neutralen Gewässern des Schwarzen Meeres aufbringen, wie dies die
georgische Seite tut.
Das erklärte Abchasiens Außenminister Sergej
Schamba am Montag. Er nahm Stellung zur jüngsten Entscheidung
der georgischen Justiz, den türkischen Kapitän des von Georgien
Mitte August aufgebrachten Tankschiffes "Buket" zu 24 Jahren Haft zu
verurteilen. Tiflis hatte dem Kapitän zur Last gelegt, "gegen die
Zollvorschriften und die Regeln für den Aufenthalt in okkupierten
Territorien" verstoßen zu haben. Dagegen behauptet Suchum, dass die
"Buket" unter panamaischer Flagge mit 2000 Tonnen Benzin und 700
Tonnen Diesel an Bord in neutralen Gewässern aufgebracht
wurde.
"Wir werden auf ähnliche Weise vorgehen, wenn
niemand darauf reagiert, dass das Schwarze Meer zur Zone derartiger
Handlungen wurde", sagte Schamba.
Der stellvertretende Chef des russischen
Grenzdienstes, Generalleutnant Jewgeni Intschin, hatte am
vergangenen Freitag versichert, dass der zum russischen
Sicherheitsdienst FSB gehörende Küstenschutz sowie die abchasischen
Grenztruppen die Sicherheit von Schiffen gewährleisten werden, die
in abchasischen Territorialgewässern fahren. Das sei auch ein Teil
der Vorbereitung zu den Olympischen Winterspielen von 2014 in
Sotschi, sagte der General.
Tiflis betrachtet Abchasien weiterhin als sein
Territorium und die Lieferung von Gütern an die Republik auf dem
Seeweg ohne Genehmigung Georgiens als einen Verstoß gegen die
georgische Gesetzgebung. Seit Beginn dieses Jahres hatte der
georgische Grenzschutz mehr als 20 Schiffe vor der abchasischen
Küste aufgebracht. Den Kapitänen einiger davon wurde zur Last
gelegt, gegen die Regeln für den Aufenthalt in "okkupierten
Gebieten" verstoßen zu haben.
Intschin zufolge greifen Angehörige des
georgischen Küstenschutzes ziemlich aggressiv durch. Darauf
angesprochen, wie der russische Küstenschutz die georgische Seite um
die Möglichkeit bringen wird, nach und von Abchasien fahrende
Schiffe aufzubringen, sagte der Militär: "Diese Aufgabe wird von
einem Geschwader von Schnellbooten äußerst effektiv und produktiv
gelöst."
31.08.2009 RIA
Novosti
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| Russland will georgische Beschlagnahmen im
abchasischen Hoheitsgewässer stoppen |
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Moskau,
Russland schickt Schiffe vor Abchasiens Küste, um den dortigen
Seeverkehr vor Georgien zu schützen: Seit Beginn dieses Jahres
brachte der georgische Küstenschutz im abchasischen Hoheitsgewässer
bereits 23 Frachter auf.
Der Küstenschutz, der dem Inlandsgeheimdienst
FSB unterstellt ist, werde gemeinsam mit abchasischen Grenzern für
die Sicherheit vor der Küste Abchasiens sorgen, teilte Russlands
stellvertretender Grenzschutzchef Jewgeni Intschin am Freitag RIA
Novosti mit. Den Einsatz begründete er unter anderem auch mit den
Olympischen Winterspielen 2014, die in der unweit von Abchasien
liegenden russischen Schwarzmeerstadt Sotschi ausgetragen
werden.
Zu See gehe Georgien sehr aggressiv vor,
sagte der General weiter. Vor allem seien Schiffe dritter bedroht,
die in die abchasischen Gewässer einlaufen. Der russisch-abchasische
Grenzschutzvertrag sehe auch den gemeinsamen Küstenschutz
vor.
28.08.2009 RIA
Novosti
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| Abchasien will Beziehungen zu Russland
aufbauen |
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Abchasien will als einen selbstständigen und
souveränen Staaten Beziehungen zu Russland aufbauen. Das geht aus
einer Botschaft des abchasischen Außenministers Sergej Schamba an
seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow anlässlich des Ersten
Jahrestages der Anerkennung der Unabhängigkeit dieser Republiken
durch Russland hervor.
"Russland, mit welchem uns feste,
gutnachbarliche, freundschaftliche und partnerschaftliche
Beziehungen verbinden, hat mehrere Jahrhunderte lang eine wichtige
Rolle im Schicksal des abchasischen Volkes gespielt, und die
Anerkennung unserer Unabhängigkeit hat die abchasisch-russischen
Beziehungen auf ein neues Niveau des Zusammenwirkens als unabhängige
gleichberechtigte Staaten gehoben", hieß es im Schreiben. "Wir
setzen alles daran, um Grundlagen für das friedliche Leben und das
Wohlergehen der Republik zu schaffen, wobei wir uns unserer
Verantwortung bewusst sind", wurde betont.
Schamba dankte Lawrow für seinen Beitrag,
welchen er zur Anerkennung der Unabhängigkeit Abchasiens geleistet
hatte, womit er "unserem Volk die Hoffnung auf Sicherheit und eine
würdige Entwicklung geschenkt hatte". "Wir sind auf eine engere
Zusammenarbeit zwischen unseren außenpolitischen Behörden
eingestellt, indem wir die Festigung der Positionen Abchasiens als
einen unabhängigen Rechtsstaat anstreben", sagte der abchasische
Chefdiplomat.
Als anschauliches Beispiel dafür führte er das
am 23. Dezember 2008 unterzeichnete Memorandum zwischen dem
Außenministerium der Republik Abchasien und dem Außenamt der
Russischen Föderation an. Zudem brachte Schamba die Überzeugung zum
Ausdruck, dass gemeinsame Anstrengungen beider Länder den lang
ersehnten Frieden, Stabilität und Sicherheit im Kaukasus bringen
werden.
26.08.2009
russland.ru
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| Medwedew: Abchasiens und Südossetiens Anerkennung
„unwiderruflich“ |
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Ulan-Bator, Am
ersten
Jahrestag der Anerkennung Abchasiens und Südossetiens hat der
russische Präsident Dmitri Medwedew seine damalige Entscheidung als
„absolut unabdingbar“ gerechtfertigt.
„Unter den damaligen Verhältnissen gab es keine
andere Lösung, um Südossetiens und Abchasiens Völker zu schützen.
Ich bedauere jene Entscheidung nicht, halte sie für völkerrechtlich
legitim, gerecht und absolut unabdingbar. Diese Entscheidung ist für
unser Land unwiderruflich und wir werden daran festhalten“, sagte
Medwedew am Mittwoch in Ulan-Bator.
„Natürlich sind Abchasien und Südossetien an der
Anerkennung durch andere Staaten und die internationale Gemeinschaft
interessiert. Nicht alle Vorgänge in der Welt verlaufen jedoch
schnell. Das wird offensichtlich ein schwieriger Schritt sein“, hieß
es. Neben Russland hatte bislang nur Nicaragua Abchasien und
Südossetien anerkannt.
26.08.2009 RIA
Novosti
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| Russland reduziert Truppenzahl in Abchasien und
Südossetien |
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Ulan-Bator,
Russland hat seine ständig stationierten Truppen in Abchasien und
Südossetien auf jeweils 1700 Soldaten reduziert.
Ursprünglich sei es geplant gewesen, je 4.800
bis 5.000 Soldaten in Abchasien und Südossetien zu stationieren,
sagte Generalstabchef Nikolai Makarow am Mittwoch in
Ulan-Bator.
„Wir beschlossen aber, dass 1700 Soldaten mit
modernen Waffen für jeden Stützpunkt genügen würden“, hieß
es.
26.08.2009 RIA
Novosti
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| Breite
internationale Präsenz in Südossetien/Abchasien ohne deren
Anerkennung unmöglich |
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Moskau, Ohne
die Anerkennung der neuen militärpolitischen und rechtlichen
Realitäten in Transkaukasien ist es unmöglich, irgendwelche Formen
der internationalen Präsenz in dieser Region zu entfalten und zu
erweitern, heißt es in einer Erklärung des russischen
Außenministeriums, die am Vorabend der Anerkennung von Südossetien
und Abchasien durch Russland veröffentlicht wurde.
In der Erklärung des Außenministeriums
anlässlich des Jahrestages der Erlässe des russischen Präsidenten
Dmitri Medwedew vom 26. August 2008 über die Anerkennung der
Unabhängigkeit der Republik Südossetien und der Republik Abchasien
heißt es unter anderem, dass dieser die Völker dieser Länder
zweifellos schicksalsträchtig geworden ist.
"Die Anerkennung der Unabhängigkeit dieser
Republiken durch Russland war unter den damaligen Bedingungen die
einzig richtige Entscheidung der russischen Führung. Sie
gewährleistete zuverlässig die Sicherheit der Bevölkerung
Südossetiens und Abchasiens sowie den Frieden und die Stabilität an
ihren Grenzen zu Georgien.
Vor dem Hintergrund des barbarischen Überfalls
der georgischen Soldateska auf das friedliche Zchinwal, die
Hauptstadt Südossetiens, der den Tod von Hunderten schuldlosen
Menschen herbeiführte, half dieser Schritt, ein weiteres
Blutvergießen zu verhindern, den Aggressor zu zügeln und die
Situation in der Region zu normalisieren."
"Einen enormen Beitrag zur Gewährleistung der
Stabilität und der Sicherheit in der Region leisten die russischen
Armeeangehörigen und Grenzsoldaten, die sich auf dem Territorium
Abchasiens und Südossetiens auf der Grundlage bilateraler
Vereinbarungen befinden, die den internationalen Rechtsnormen
vollständig entsprechen."
"Die jüngsten Besuche des russischen Präsidenten
Dmitri Medwedew und des Premierministers des Landes Wladimir Putin
in Abchasien zeugen davon, dass die fortschreitende und energische
Entwicklung der Beziehungen zu diesen Republiken für Moskau von
vorrangiger Bedeutung ist", heißt es weiter in der
Erklärung.
"Wir werden den Brudervölkern Südossetiens und
Abchasiens auch weiter wirtschaftliche Hilfe erweisen, mit ihnen
eine vollwertige zwischenstaatliche Zusammenarbeit entwickeln sowie
zur Festigung ihrer Positionen in der internationalen Arena
beitragen."
"Die Teilnahme von Vertretern dieser Republiken
zusammen mit westlichen Partnern an den Genfer Diskussionen zur
Stabilität und Sicherheit in Transkaukasien sowie an den
Gemeinschaftsmechanismen für die Verhinderung von Zwischenfällen in
den Grenzgebieten und das Reagieren auf solche bestätigt die
Verbindlichkeit der weiteren Berücksichtigung der Meinung von Suchum
und Zchinwal bei der Behandlung der lebenswichtigen Fragen dieser
Region."
25.08.2009 RIA
Novosti
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Türkische Reeder beklagen Embargo gegen
Abchasien - Zehn Schiffe und mehr als zwanzig Personen von Tiflis
festgehalten |
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Istanbul,
Türkische Reedereien und Exporteure beklagen die Folgen des
georgischen Embargos gegen Abchasien. In den vergangenen 15 Jahren
habe Georgien mehr als 100 türkische Schiffe beschlagnahmt, die
Ladung nach Abchasien bringen sollten, berichtete die türkische
Wirtschaftszeitung "Referans" am Dienstag. Die Schiffe würden
zerstört. Derzeit würden zehn Schiffe festgehalten, darunter
Frachter und Fischerboote. Mehr als 20 Türken seien in
Haft.
Türkische Unternehmensvertreter forderten
ihre Regierung auf, sich für die Reedereien und ihre Besatzungen
einzusetzen, berichtete die Zeitung. Die Türkei unterstützte die
Blockade Abchasiens und habe mit Georgien ein entsprechendes
Abkommen geschlossen.
25.08.2009 der
Standard
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| Rosneft gründet Tochter für Ölförderung in
Abchasien |
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Moskau,
Russlands größter Ölproduzent Rosneft hat eine Tochter für die
Erschließung des Schwarzmeerschelfs in Abchasien
gegründet.
Wie Rosneft am Montag mitteilte, hat die
Tochtergesellschaft RN-Schelf ihren Sitz in der abchasischen
Hauptstadt Suchum.
Rosneft-Chef Sergej Bogdantschikow hatte am 12.
August bekannt gegeben, dass sein Unternehmen von der abchasischen
Regierung eine Fördergenehmigung erwarte, um mit der Prospektierung
beginnen zu können. Nach seinen Worten geht es um ein Ölfeld mit
einer Fläche von rund 2500 Quadratkilometer. Die erste
Erkundungsphase könne bereits 2011 abgeschlossen werden, sagte
Bogdantschikow, ohne Angaben über mögliche Fördermenge zu machen.
Zudem wolle Rosneft zehn Tankstellen in Abchasien
errichten.
Rosneft und das abchasische
Wirtschaftsministerium hatten im Mai ein auf fünf Jahre angelegtes
Abkommen über die Öl- und Gaserkundung geschlossen.
24.08.2009 RIA
Novosti
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| Georgien beschlagnahmt erneut Frachter vor
Abchasiens Küste |
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Tiflis, Der georgische Küstenschutz hat
den Trockenfrachter "Afrostar" unter kambodschanischer Flagge wegen
seiner Fahrt in abchasischen Gewässern aufgehalten.
Das beschlagnahmte Schiff sei im georgischen
Hafen Poti auf Reede gebracht worden, berichtet die
Nachrichtenagentur "Novosti-Grusia".
Georgien hält Abchasien für sein Territorium und
betrachtet den Gütertransport nach Abchasien auf dem Seewege ohne
Genehmigung durch Tiflis als einen Verstoß gegen die georgische
Gesetzgebung.
"Das Schiff wurde in abchasischen Gewässern
aufgehalten. Denn es verletzte die Ordnung des Einlaufens in
Gewässer eines besetzten Territoriums", teilte Bessik Schengelia,
Direktor des Departements für Küstenschutz, mit.
Ihm zufolge besteht die Schiffsbesatzung aus
sieben Mann. Alle seien syrische Staatsbürger.
Nach Worten Schengelias befinden sich auf dem
Trockenfrachter 1255 Tonnen Eisenmetall zum Abtransport aus
Abchasien. Es werde eine Ermittlung durchgeführt.
"Von Anfang 2009 bis zum heutigen Tage hielt der
Küstenschutz wegen verschiedenen Übertretungen 23 Schiffe, darunter
vier Schiffe wegen der Verletzung der Ordnung des Einlaufens in
Gewässern von besetzten Territorien, auf. Der jüngste Zwischenfall
ereignete sich, als der georgische Küstenschutz das Schiff "Buket"
aufhielt, das eine Fracht von Brenn- und Schmierstoffen aus der
Türkei nach Abchasien brachte", führte er aus.
20.08.2009 RIA
Novosti
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| Georgien: Gericht entscheidet über Beschlagnahme
von türkischem Tanker |
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Tiflis, Der türkische Tanker "Buket", den
der georgische Küstenschutz am Montag auf dem Weg nach Abchasien
gestoppt und zur Weiterfahrt in die Hafenstadt Poti gezwungen hatte,
kann ins Eigentum des georgischen Staats überführt
werden.
Darüber entscheidet derzeit das Stadtgericht in
Poti, wie der georgische Grenzschutz RIA Novosti mitteilte. Wenn das
Gericht die Verstaatlichung des Schiffes beschließe, werde es dem
Finanzministerium übergeben, das es sehr wahrscheinlich versteigern
werde, sagte Kirtadse weiter.
Der Schiffskapitän ist türkischer Staatsbürger
und befindet sich in georgischer Untersuchungshaft. Gegen ihn läuft
eine Ermittlung wegen Verdachts auf schweren Verstoß gegen
georgische Zoll- und andere Gesetze. Bei einer Verurteilung drohen
ihm bis zu zwölf Jahren Haft.
Die übrigen 16 Besatzungsmitglieder, von denen
zwölf Türken und vier Aserbaidschaner sind, befinden sich auf der
"Buket". Laut Kirtadse gelten sie als Verdächtige, eine Anklage sei
aber noch nicht erhoben worden.
Nach abchasischen Angaben war das Schiff mit
3000 Tonnen Benzin und 775 Tonnen Dieselöl nach Suchum unterwegs,
als es im neutralen Gewässer vom georgischen Küstenschutz
festgehalten wurde. Nach georgischen Angaben hatte der Tanker nur
2000 Tonnen Benzin und 700 Tonnen Dieselöl geladen.
In diesem Jahr ist es bereits das dritte
türkische Schiff mit zivilen Frachtgütern für Abchasien, das vom
georgischen Küstenschutz aufgebracht wurde. Georgien betrachtet
Abchasien und dessen Gewässer als eigenes Hoheitsgebiet und die
Schiffslieferungen ohne Genehmigung der georgischen Behörden als
illegal.
19.08.2009 RIA
Novosti
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| Abchasien wirft Georgien Piraterie
vor |
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Suchum, Nach dem jüngsten Zwischenfall
mit einem türkischen Tanker hat sich Abchasiens Präsident Sergej
Bagapsch bei der UNO und der EU über die georgische „Piraterie“
beschwert.
In seinem Brief wies Bagapsch insbesondere auf
den Vorfall vom
16. August hin. Georgische Grenzschützer hätten damals einen
Tanker unter türkischer Flagge in neutralen Gewässern in ihre Gewalt
gebracht und ihm die Weiterfahrt nach Suchum verweigert.
„Das ist bereits der dritte Fall der georgischen
Piraterie im laufenden Jahr“, so Bagapsch.
Georgien setze Abchasien unter politischen und
wirtschaftlichen Druck und schrecke sogar vor Terroranschlägen nicht
zurück. Georgische Geheimdienste stecken laut Bagapsch etwa hinter
der jüngsten
Explosion in Gagra, die am 12. August zwei Todesopfer gefordert
hatte.
18.08.2009 RIA
Novosti
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| Georgien stoppt Tanker - lange Schlangen an
Tankstellen in Abchasien |
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Suchum, Der georgische Küstenschutz hat
am Montag den türkischen Tanker „Buket“ auf dem Weg nach Abchasien
gestoppt und zur Weiterfahrt in die georgische Hafenstadt Poti
gezwungen.
Dem Direktor der staatlichen Abchasischen
Reederei, Saur Ardsinba zufolge sollte das Schiff über 3000 Tonnen
Benzin und 775 Tonnen Dieselöl in die abchasische Hauptstadt Suchum
bringen. Die Reederei informierte die Führung des von Russland als
unabhängig anerkannten Staates über den Zwischenfall.
Die abchasische Regierung drohte Georgien mit
Gegenmaßnahmen, um seine Güterfrachten zu schützen. Das Schiff sei
im neutralen Gewässer vor den Augen der in Georgien stationierten
internationalen Beobachter festgehalten worden. Die fehlende
Reaktion der Weltgemeinschaft befeuere Georgiens aggressive Politik,
die zu erneuter Eskalation führen könne, kommentierte das
abchasische Außenministerium.
Trotz Beteuerungen des abchasischen
Wirtschaftsministers Kristina Osgan, dass es keinen Benzin-Mangel
gebe, bildeten sich lange Schlangen an den Tankstellen. In Abchasien
seien 1000 Tonnen Benzin in der Reserve, beschwichtigte die
Ministerin. Zudem habe die Regierung mit der russischen Ölfirma
Rosneft die Lieferung von zusätzlich 500 Tonnen
vereinbart.
In diesem Jahr ist es bereits das dritte
türkische Schiff mit zivilen Frachtgütern für Abchasien, das vom
georgischen Küstenschutz aufgebracht wurde. Georgien betrachtet
Abchasien und dessen Gewässer als eigenes Hoheitsgebiet und die
Schiffslieferungen ohne Genehmigung der georgischen Behörden als
illegal.
18.08.2009 RIA
Novosti
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| USA
starten erneut Kampfausbildung georgischer Soldaten |
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Moskau, die USA wollen die militärische
Ausbildung georgischer Soldaten wiederaufnehmen, um sie auf den
Afghanistan-Einsatz vorzubereiten, und warnen Tiflis vor einer
Fehldeutung dieser Entscheidung.
“Die Trainingsmission beinhaltet nicht die
Landesverteidigung oder weitere Optionen, die die Georgier zu Hause
anwenden könnten. Die USA unterstützen auf diese Weise Georgiens
Beitrag zum Afghanistan-Krieg“, zitierte die „New York Times“ in
ihrer Freitagausgabe Pentagon-Sprecher Geoff Morrell.
Laut US-Regierungsbeamten sollte Tiflis das
Training nicht als militärisches Gegengewicht zum russischen
Einfluss in Abchasien und Südossetien betrachten, so der Bericht
weiter. Eine ähnliche Kampfausbildung für den Irak-Einsatz war vor
einem Jahr in Georgien angesichts des Südossetien-Krieges
eingefroren worden.
Georgien hatte sich bereit erklärt, rund 750
Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Das geschieht
voraussichtlich im kommenden Frühjahr.
14.08.2009 RIA
Novosti
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| Gedenktag in Abchasien: Vor 17 Jahren begann der
georgisch-abchasische Krieg |
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Suchum,
Abchasien begeht am heutigen Freitag den 17. Jahrestag des Beginns
des georgisch-abchasischen Krieges.
Heute vor 17 Jahren drangen Truppen Georgiens in
Abchasien ein. Der Krieg, der an jenem Tag begann, endete 413 Tage
später mit einem Sieg Abchasiens.
Abchasiens Präsident Sergej Bagapsch,
Parlamentschef Nugsar Aschuba, Premier Alexander Ankuab,
Regierungsmitglieder, Parlamentsabgeordnete und Kriegsveteranen
legten am Freitagmorgen am Ruhmes-Denkmal im Zentrum der
abchasischen Hauptstadt Suchum Blumen nieder und gedachten der Opfer
mit einer Schweigeminute.
Abchasien, das seit 1931 als eine Autonome
Republik zur sowjetischen Unionsrepublik Georgien gehört hatte,
erklärte nach dem Zerfall der UdSSR seine Unabhängigkeit von Tiflis.
Am 14. August entsandte Georgien seine Truppen nach Abchasien, wo
sie auf bewaffneten Widerstand stieß. Der Konflikt endete am 30.
September 1993. Georgien büßte seine Kontrolle über Abchasien, das
zu einem selbst verwalteten Gebiet wurde, ein.
Im August 2008 wurde die Unabhängigkeit
Abchasiens sowie Südossetiens von Russland anerkannt. Diesem
Ereignis waren ein Überfall georgischer Truppen auf Südossetien am
8. August 2008 und die anschließende Operation Russlands zur
Zwangsbefriedung Georgiens vorausgegangen.
14.08.2009 RIA
Novosti
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| Europarat verurteilt Terroranschlag in
Abchasien |
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Paris, Der
Generalsekretär des Europarates, Terry Davis, hat den blutigen
Bombenanschlag in Abchasien verurteilt, bei dem am vergangenen
Mittwoch während des Besuchs des russischen Premiers Wladimir Putin
zwei Einwohner der Stadt Gagra ums Leben kamen und viele verletzt
wurden.
Dem Chef des Europarates zufolge hatten viele
internationale Organisationen in der vergangenen Woche befürchtet,
dass "die Aussagen georgischer und russischer Politiker zum
Jahrestag des Krieges zwischen beiden Ländern eine Wiederkehr der
Gewalt heraufbeschwören würden".
Laut Davis ist die Tatsache beruhigend, dass
dieses Datum keine Exzesse ausgelöst habe... Europa müsse jedoch die
Anschläge dieser Tage in Abchasien verurteilen.
"Es ist höchste Zeit für jedermann im
Südkaukasus zu begreifen, dass der Terrorismus ein Verbrechen und im
modernen Europa unannehmbar ist", sagte Davis.
14.08.2009 RIA
Novosti
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| Putin:
Höchste Zeit für Investitionen in Abchasien |
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Es ist höchste Zeit für Investitionen in
Abchasien. Das sagte russischer Ministerpräsident Wladimir Putin am
Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Suchum.
Damit können ausländische Unternehmer nicht auf
die Anerkennung der Republik durch andere Länder warten, betonte er.
In Bezug auf die Akzeptanz der Souveränität Abchasiens in der Welt
sagte Putin: "Wir sind davon von Anfang an ausgegangen. Wissen Sie
noch, wann das Sowjet-Russland anerkannt wurde? Die Realität hat
aber alles auf den richtigen Platz gestellt." "Abchasien braucht
keine andere Anerkennung, und russische Investoren sollten eben
investieren. Wer aber auf die Anerkennung wartet – Russland meine
ich nicht – der wird dann alles viel teuerer kaufen", prophezeite
der Regierungschef.
Abchasischer Präsident Sergej Bagapsch erklärte
seinerseits: "Die Hauptsache ist, dass die Großmacht Russische
Föderation uns akzeptiert hat. Die Anerkennungsprozesse sind
nirgendwo in der Welt leicht und schnell. Es geht nicht darum, wie
schnell man uns anerkennt, sondern darum, wie schnell wir unseren
Staat aus politischer und vor allem aus wirtschaftlicher Sicht
wiederaufbauen. Wir müssen solche Bedingungen schaffen, dass alle
verstehen, dass wir wirklich ein demokratischer und rechtlicher
Staat sind, den man berücksichtigen sollte." "Wir sind dafür, dass
Investoren nach Abchasien kommen, denn Investitionen werden die
Entwicklung der Republik anspornen", fügte der Staatschef
hinzu.
13.08.2009
russland.ru
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| Brüssel über jüngsten Besuch Putins in Abchasien
besorgt |
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Brüssel, Die
Europäische Union (EU) hat Besorgnis im Zusammenhang mit dem
jüngsten Besuch von Russlands Regierungschef Wladimir Putin in
Abchasien geäußert.
Das meldete die Nachrichtenagentur France Presse
am Donnerstag. Die EU nehme "mit Sorge" zur Kenntnis, dass Putin
Abchasien "ohne vorherige Zustimmung der georgischen Stellen besucht
hat", heißt es in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung der
schwedischen EU-Ratspräsidentschaft.
Dieser Besuch demonstriere die Missachtung des
Prinzips der territorialen Integrität (Georgiens) und laufe den
internationalen Bemühungen um eine Stabilisierung in der Region
zuwider, heißt es in dem Papier. Die EU unterstütze ein weiteres Mal
die Souveränität und territoriale Integrität Georgiens.
Russland hatte Abchasien sowie Südossetien nach
dem Fünftagekrieg vom August vergangenen Jahres als unabhängige
Staaten anerkannt. Dagegen betrachtet die Weltgemeinschaft die
beiden Regionen als Teil Georgiens, obwohl Tiflis dort keine
Autorität ausübt.
Putin hatte am Mittwoch zu einem Kurzbesuch in
der Schwarzmeerrepublik Abchasien geweilt. Es handelte sich um eine
erste Visite eines derart ranghohen Delegation Russlands in
Abchasien seit der Anerkennung seiner Unabhängigkeit Ende August
2008.
13.08.2009 RIA
Novosti
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| Putin
informiert Medwedew über Ergebnisse seiner
Abchasien-Reise |
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Sotschi, Der russische Regierungschef
Wladimir Putin hat am Donnerstag in Sotschi mit Präsident Dmitri
Medwedew die Ergebnisse seiner heutigen Abchasien-Reise
besprochen.
Erörtert wurden insbesondere Schritte zur
Gewährleistung der Sicherheit der Kaukasus-Republik sowie deren
Wirtschaftsbeziehungen mit Russland.
12.08.2009 RIA
Novosti
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| Putin:
Keine Beobachter ohne Anerkennung Abchasiens und
Südossetiens |
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Suchum, Die
internationalen Organisationen, die ihre Beobachter nach Südossetien
und Abchasien entsenden wollen, sollen zuerst die beiden
Kaukasus-Republiken anerkennen.
Das sagte der russische Ministerpräsident
Wladimir Putin am Mittwoch bei seinem Besuch in der abchasischen
Hauptstadt Suchum. Russland habe nichts gegen internationale
Beobachtermissionen der UNO oder OSZE in der Region. Doch „man muss
entsprechende Abkommen mit Abchasien schließen und seine
Souveränität anerkennen“, sagte Putin.
Die Beobachter der OSZE und der UNO, die 1992
bzw. 1993 in Georgien eingesetzt worden waren, hatten im vergangenen
Juni ihren Einsatz beendet. Die Verlängerung der Missionen wurde von
Moskau blockiert, die auf ihrer Anpassung an die neuen Realitäten
(Etablierung von Südossetien und Abchasien als unabhängige Staaten
und deren Anerkennung durch Russland) bestanden hatte.
12.08.2009 RIA
Novosti
|
| Russland wird sich nicht in Innenpolitik
Abchasiens einmischen - Putin |
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Suchum, Moskau wird sich laut Russlands
Regierungschef Wladimir Putin nicht in die innenpolitische Situation
in Abchasien einmischen.
"Ich weiß, dass sich die Republik auf ein großes
politisches Ereignis vorbereitet - die Wahl des Präsidenten. Aber
auch Sie wissen, dass Russland in seiner Unterstützung für das Volk
Abchasiens, das nach der Souveränität strebte, sich nicht in die
inneren Angelegenheiten Abchasiens eingemischt hat ... Für die
Situation in der Republik sind die Behörden zuständig."
Putin wies darauf hin, dass die
russisch-abchasischen Beziehungen nicht nur für die Souveränität und
Unabhängigkeit Abchasiens, sondern auch für die Erhaltung des
abchasischen Ethnos' wichtig sind. Somit gingen die bilateralen
Beziehungen über den Rahmen der Innenpolitik hinaus.
Der russische Regierungschef stellte mit
Genugtuung fest, dass die Opposition in Abchasien nicht von
politischen Parteien abhängig ist. "Der Beschluss, ein Treffen
zwischen mir und Vertretern der Opposition durchzuführen, wurde
gemeinsam mit Republikpräsident Sergej Bagapsch gefasst ... Dieses
Treffen war wichtig, weil sich die Beziehungen zwischen Russland und
Abchasien in letzter Zeit ernsthaft geändert haben."
Russland habe viel getan, damit diese
Unabhängigkeit Wirklichkeit werde. Er spreche nicht vom materiellen
Aufwand, sondern von geopferten Menschenleben, sagte
Putin.
12.08.2009 RIA
Novosti
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| Putin:
Abchasien hat Verpflichtungen in Bezug auf Heimkehr georgischer
Flüchtlinge erfüllt |
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Suchum, Abchasien hat den georgischen
Flüchtlingen eine Rückkehr in den Kreis Gal ermöglicht und damit
seine Verpflichtungen erfüllt, was seine Position in den Gesprächen
mit Georgien stärkt.
Das sagte der russische Ministerpräsident
Wladimir Putin am Mittwoch nach den Regierungskonsultationen in der
abchasischen Hauptstadt Suchum. Russland habe Abchasien immer beim
Streben unterstützt, den Flüchtlingen die Heimkehr zu ermöglichen.
Über den Status der Flüchtlinge sollten die abchasische Gesellschaft
und das Parlament entscheiden.
Gegenwärtig ist der Kreis Gal mehrheitlich von
Georgiern bewohnt, viele von denen aus Abchasien geflüchtet und dann
wieder zurückgekehrt sind. Die meisten von ihnen haben entweder die
georgische Bürgerschaft oder den Flüchtlingsstatus, den die noch in
Georgien erhalten hatten. Ende Juli hatte das abchasische Parlament
eine „automatische“ Einbürgerung aller Gal-Einwohner beschlossen.
Die Entscheidung stieß auf heftige Proteste der abchasischen
Opposition und wurde schließlich von Präsident Bagapsch annulliert.
Nach abchasischem Recht dürfen nämlich nur jene Personen
eingebürgert werden, die auf die georgische Bürgerschaft verzichtet
haben.
12.08.2009 RIA
Novosti
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| Moskau
hat keine Pläne für Verlegung der Schwarzmeerflotte nach
Abchasien |
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Suchum, Russland hat keine Pläne für die
Verlegung seiner Schwarzmeerflotte von Sewastopol auf der
ukrainischen Halbinsel Krim nach Abchasien.
"Wir bleiben in Sewastopol", sagte Russlands
Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow am Mittwoch in der
abchasischen Hauptstadt Suchum. Zudem werde Russland seine
Truppenkontingente weder in Abchasien noch in Südossetien
aufstocken. Serdjukow erinnerte daran, dass in Abchasien der 7.
russische Militärstützpunkt mit 3636 Mann stationiert ist. Die Zahl
der russischen Militärs in Südossetien sei etwas kleiner, sagte der
Minister.
Serdjukow begleitet Regierungschef Wladimir
Putin bei seinem unangekündigten Abchasien-Besuch.
12.08.2009 RIA
Novosti
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| Abchasien-Besuch: Klinik benennt Zwillinge nach
Putin und Medwedew |
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Suchum, Der russische Premier Wladimir
Putin hat am Mittwoch ein neues Entbindungsheim in der abchasischen
Hauptstadt Suchum besichtigt.
Chefärztin Liana Atschba zeigte dem russischen
Premier in Begleitung des abchasischen Präsidenten Sergej Bagapsch
die Klinik. Wie sie sagte, hatte eine junge Frau zwei Minuten vor
der Ankunft der beiden Gäste Zwillingsjungen zur Welt
gebracht.
Das Medizinpersonal habe einhellig beschlossen,
den beiden Neugeborenen die Namen Wladimir und Dmitri zu geben, so
Atschba.
Ob die Mutter der beiden Jungen bei der
Namensgebung eine Rolle spielte, war leider nicht zu
erfahren.
12.08.2009 RIA
Novosti
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| Putin
in Abchasien eingetroffen |
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Suchum, Der russische Ministerpräsident
Wladimir Putin ist am Mittwoch in Abchasien eingetroffen, die 2008
von Russland als unabhängiger Staat anerkannt worden war.
Wie die Regierung in Moskau mitteilte, beginnt
Putin seinen eintägigen Aufenthalt in der abchasischen Hauptstadt
Suchum mit der Blumenniederlegung an einer Gedenkstätte, an der die
beim Krieg mit Georgien gefallenen Abchasen ruhen. Geplant sind
ferner eine Unterredung mit dem abchasischen Präsidenten Sergej
Bagapsch in kleiner Runde sowie Regierungsverhandlungen unter
Teilnahme von Ministern.
Erstmals besucht ein derart hoher russischer
Staatsgast Abchasien nach dessen Anerkennung vor einem Jahr. Vor der
Abreise nach Suchum hatte Putin dem jungen Kaukasus-Staat weitere massive Unterstützung in Aussicht gestellt.
„Alleine für die Unterstützung des Haushalts Abchasiens und weitere
Zwecke haben wir im laufenden Jahr rund 2,5 Milliarden Rubel (55
Millionen Euro) bereitgestellt“, sagte er. Ungefähr die gleiche
Summe werde auch im kommenden Jahr nach Abchasien
fließen.
12.08.2009 RIA
Novosti
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| Putin:
Georgien als Aggressor des Augustkrieges 2008 international
anerkannt |
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Moskau,
Praktisch die gesamte internationale Völkergemeinschaft hat
anerkannt, dass beim August-Konflikt im vergangenen Jahr Georgiens
Führung der Aggressor war.
Das stellte Russlands Premier Wladimir Putin in
einem Interview für abchasische Journalisten im Vorfeld seines
Abchasien-Besuchs fest.
"Erinnern Sie sich noch, wie sich die Ereignisse
im vergangenen Jahr entwickelt haben? Es war ja praktisch unmöglich,
aus den internationalen Fernsehkanälen und sonstigen Medien die
Wahrheit zu erfahren", sagte er. "Heute hat aber praktisch die
gesamte internationale Völkergemeinschaft diese Wahrheit anerkannt.
Die georgische Führung war der Aggressor, während die Südosseten und
die abchasische Bevölkerung die Opfer waren."
Russland habe sich im georgisch-ossetischen und
im georgisch-abchasischen Konflikt überaus ausgewogen und umsichtig
verhalten. "Wir sind stets von einem der grundlegenden
Völkerrechtsprinzipien ausgegangen - der territorialen Integrität
der Staaten", sagte er.
"Um aber diese territoriale Integrität in
Georgien nach dem UdSSR-Zerfall beizubehalten, hätte man die Völker
Abchasiens und Südossetiens mit Respekt behandeln müssen... Gerade
das haben aber die heutigen Führer Georgiens vergessen."
Nach dem Überfall der georgischen Truppen auf
Zchinwal durfte Russland Südossetien und Abchasien nicht im Stich
lassen. Es hat "die einzig richtige Entscheidung getroffen - die
Völker Abchasiens und Südossetiens in Schutz zu nehmen und ihre
Unabhängigkeit anzuerkennen."
"Sobald das geschehen war, hat sich die
Situation meines Erachtens stabilisiert", so Putin.
"Sie ist absolut eindeutig, klar und
verständlich geworden. Die geschaffene Rechtsgrundlage bietet uns
die Möglichkeit, die Beziehungen mit Abchasien und mit Südossetien
wie mit unabhängigen Staaten zu entwickeln, ohne dabei auf jene
Rücksicht zu nehmen, denen das nicht gefallen mag.
Auf dieser Basis werden wir unsere Beziehungen
bei der Entwicklung der Wirtschaft und der sozialen Sphäre
gestalten, die zwischenstaatlichen Beziehungen entwickeln sowie
Stabilität und Sicherheit gewährleisten", sagte der russische
Premier.
12.08.2009 RIA
Novosti
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| Russland will „großes Geld“ in Abchasiens
Sicherheit stecken |
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Moskau, Der
russische Regierungschef Wladimir Putin hat große Zuschüsse für
Abchasien zum Grenzschutz und zum Sozialbereich
angekündigt.
„Alleine für die Unterstützung des abchasischen
Haushalts und weitere Zwecke haben wir im laufenden Jahr rund 2,5
Milliarden Rubel (55 Millionen Euro) bereitgestellt“, sagte Putin am
Mittwoch im Vorfeld seines Abchasien-Besuchs. Ungefähr dieselbe
Summe sei auch auch im nächsten Jahr zu erwarten.
Russland wolle „großes Geld“ für die Einrichtung
seines Militärstützpunktes in Abchasien sowie den Bau von
Grenzanlagen bereitstellen. Das ziele nicht darauf ab, die Republik
abzuriegeln, sondern darauf, einen routinemäßigen Grenzverkehr mit
Russland und Georgien in die Wege zu leiten. Insgesamt koste das
umgerechnet rund 350 Millionen Euro.
Weitere Zuschüsse beträfen die Sozialausgaben
wie z.B. die Rentenzahlung (die meisten Bewohner Abchasiens sind
russische Staatsbürger), aber auch den Straßen- und den
Brückenbau.
Fotostrecke: Abchasien
heute
Russland wolle auch in die Tourismusbranche
investieren. Rund eine Million russische Urlauber besuchen Abchasien
laut Putin jährlich.
12.08.2009 RIA
Novosti
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| Fünfer-Treffen zur Verhinderung von
Zwischenfällen an der Grenze zu Georgien |
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Im abchasischen Gal hat heute ein
fünfseitiges Treffen zu Fragen der Verhinderung bzw. Untersuchung
von Zwischenfällen an der Grenze Abchasiens zu Georgien
stattgefunden.
Das ist bereits das dritte Treffen, das in
Übereinstimmung mit den am 1. Juli während der sechsten Runde der
Genfer Diskussionen über Sicherheit in Transkaukasien erzielten
Vereinbarungen verläuft.
Wie der Leiter der abchasischen
Delegation, bevollmächtigter Vertreter des Präsidenten im Gal-Kreis
Ruslan Kischmarija, mitteilte, hätten auf der Tagesordnung des
Treffens zehn Fragen, darunter organisatorische,
gestanden.
"Die georgische Seite hat immer darüber
geklagt, dass die Einwohner des Gal-Kreises beim Übergang der
georgisch-abchasischen Grenze ständig festgehalten werden. In diesem
Zusammenhang haben wir erklärt, die Staatsgrenze über den Fluss
Ingur ist geschlossen. Der Übergang ist nur über die Ingur-Brücke
möglich, wobei dafür eine Spezialerlaubnis erforderlich ist", sagte
Kischmarija.
Außerdem habe die georgische Seite die
Frage bezüglich der gegenseitigen Reisen in den Kreis Gal
(Abchasien) und in den Kreis Sugdidi (Georgien) wegen Durchführung
von gemeinsamen Untersuchungsmaßnahmen gestellt, setzte er fort.
Dennoch habe die abchasische Seite ausdrücklich dagegen
ausgesprochen und dazu hinzugefügt, dass sie keine Notwendigkeit
darin sehe, so Kischmarija. "Auf dem Territorium des Gal-Kreises
wird die Untersuchung von Vertretern Abchasiens und Russlands, auf
georgischem Territorium – von Vertretern Georgiens und der EU
durchgeführt. Und UNO-Vertreter werden Untersuchungsveranstaltungen
sowohl auf abchasischem, als auch auf georgischem Territorium
koordinieren", unterstrich der Leiter der abchasischen
Abordnung.
Im Allgemeinen sei das Treffen in einem
konstruktiven Geist verlaufen, dennoch war eine gewisse Nervosität
zu spüren, sagte der bevollmächtigte Vertreter von Abchasiens
Präsident im Gal-Kreis und Leiter der abchasischen
Delegation.
Der abchasischen Delegation gehörten unter
anderem der Leiter der Grenzschutzabteilung des Dienstes für
Staatssicherheit Abchasiens Surab Marganija, der Chef der
Polizeiabteilung von Gal Laurens Kogonija, der Leiter der
Gal-Abteilung des Dienstes für Staatssicherheit Ruslan Gogua sowie
die Angehörigen des Außenministeriums Lana Agrba und Irakli Tuschba
an.
An der Spitze der georgischen Delegation
stand der Chef der Informations- und Analyseabteilung des
Innenministeriums Schota Utiaschwili. Das Treffen fand unter dem
Vorsitz des Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs Johan Verbeke
statt. Daran nahmen unter anderem der Chefberater des russischen
Außenministeriums Wasili Kortschmar, Vertreter der EU und der
Grenzverwaltung des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB) Russlands in
Abchasien teil.
Das nächste Treffen ist für den 8.
September dieses Jahres anberaumt.
11.08.2009
russland.ru
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| Goldene Brücken für Saakaschwili |
Ulrich
Heyden, Ein Jahr nach dem
russisch-georgischen Krieg ist kein Frieden für die Region in Sicht.
An der Grenze zwischen Südossetien und Rest-Georgien wird tagtäglich
geschossen.
Das
Verteidigungsministerium in Moskau warnt mit Nachdruck, bei
"weiteren Provokationen“ Georgiens werde man zum Schutz der
Bevölkerung und der Soldaten in Südossetien „alle Mittel“ zur
Gegenwehr einsetzen. Den Moskauer Militärspezialisten und
Kreml-Kritiker, Pawel Felgenhauer, veranlasst dies zu der düsteren
Prognose, schon in den nächsten Tagen werde es zu einen russischen
Blitzkrieg gegen Georgien kommen. Beweise konnte er allerdings nicht
vorlegen.
Dass es in der
Region zu einer erneuten Konfrontation kommt, ist angesichts des
verbesserten Gesprächsklimas zwischen Moskau und Washington höchst
unwahrscheinlich. Die USA, die Saakaschwili immer noch stützen,
brauchen Russland, um ihre Probleme mit dem Iran und in Afghanistan
zu lösen. Barack Obama sprach sich in einem Telefonat mit Präsident
Medwedjew für Konfliktschlichtung in Georgien aus. Und der Moskauer
Kommersant zitiert das US-Verteidigungsministerium,
Georgien erhalte nur noch „dosierte Hilfe“, unter anderem bei der
Ausbildung seiner Armee, seit August 2008 aber keine Waffen
mehr.
Heftige
PR-Gefechte
Die georgische
Opposition, die im Frühsommer wochenlang das Stadtzentrum von Tiflis
belagert und in Massen-Demonstrationen den Rücktritt von
Saakaschwili gefordert hatte, räumte Ende Juli, kurz vor dem Besuch
von US-Vizepräsident Biden, die Straßenblockaden in der Innenstadt
von Tiflis. Einige Oppositionsführer sprechen nun wieder mit
Saakaschwili und hoffen offenbar auf Erfolge bei kommenden Wahlen.
Andere wie Ex-Außenministerin Salome Zurabishwili kündigen erneute
Massen-Proteste für den Herbst an und warnen, es könnte einen
spontanen Aufruhr gegen den autoritären Präsidenten
geben.
Ansonsten nutzen
Moskau und Tiflis den Jahrestag des Krieges, um einander
heftige PR-Gefechte zu liefern, mit dem Ziel, der jeweils eigenen
Sicht über den Kriegsverlauf im August 2008 Nachdruck zu
verleihen. Dadurch wollen offenbar beide Seiten auf den für
September angekündigten Bericht einer EU-Kommission Einfluss nehmen,
der Auskunft darüber geben soll, wer den Krieg angefangen hat.
Dieser Report ist für Georgien von großer Bedeutung, denn
Saakaschwili hat sein Ziel, das Land in die NATO zu führen, nicht
aufgegeben. Wenn Brüssel indes ohne Einschränkungen feststellt, der
georgische Staatschef sei Auslöser der Kämpfe vor einem Jahr
gewesen, wären die Chancen für einen baldigen Beitritt verbaut. Als
im Juni durchsickerte, die Kommissionsmitglieder seien mehrheitlich
zu dem Schluss gekommen, dass Georgien mit dem Angriff auf
Südossetien am 7. August begonnen habe, schlugen sofort die Wellen
hoch – und die dafür verantwortlich gemachte Kommission der EU
wiegelte ab.
Wie bei
Gamsachurdia
Aber auch der
kremlkritische Kommersant hat inzwischen unter Berufung auf
anonyme Quellen über die Stimmung unter den Kommissions-Mitgliedern
berichtet. Aus ihrer Sicht sei Saakaschwili zuständig gewesen für
den Einmarsch georgischer Truppen in Südossetien, allerdings durch
das Verhalten Russlands zu seinem Handeln veranlasst worden.
Außerdem betrachte man die Moskauer Reaktion als „nicht
verhältnismäßig“. Es würde kaum verwundern, wenn die EU-Kommission
Saakaschwili noch einmal eine goldene Brücke baut. Nicht das erste
Mal würde man ihm im Westen vieles nachsehen. Anstatt die schon 2004
geäußerten Kriegs-Drohungen des „Rosenrevolutionärs“ gegen Abchasien
und Südossetien ernst zu nehmen, berauschte man sich in Berlin,
Paris und Rom an Saakaschwilis Demokratie-Bekenntnissen und der
Aussicht, dass da jemand im Kommen sei, der westliche
Energie-Interessen im Kaukasus zu schützen wisse.
Es wurden die
Fehler wiederholt, wie es sie schon 1991 beim ersten
postsowjetischen Präsidenten Georgiens, Swiad Gamsachurdia, gab. Der hatte 1991 nach dem
Zerfall der Sowjetunion am Autonomie-Status der georgischen
Provinzen gerüttelt und so dazu beigetragen, dass es 1991 in
Abchasien und Südossetien zu blutigen Bürgerkriegen mit Tausenden
von Toten und Zehntausenden von Flüchtlingen kam. Die
nationalistischen Eskapaden von Gamsachurdia und Saakaschwili wollte
der Westen nicht wahrhaben. Stattdessen suchte man die Schuld immer
reflexartig bei Moskau.
11.08.2009
der
Freitag
|
| Abkommen statt Aufrüstung - GASTKOMMENTAR VON STANISLAV
OSADCHIY (Die Presse) |
|
Ein Jahr nach dem
Kaukasus-Konflikt: Russland strebt stabile Beziehungen zu Georgien
an.
Genau vor einem Jahr traf
der Präsident Georgiens, Michail Saakaschwili, die
verantwortungslose und verbrecherische Entscheidung, Südossetien
militärisch anzugreifen. Dadurch machte er mit einem Schlag 17 Jahre
internationale Verhandlungen, Bemühungen der Gemischten
Kontrollkommission und der OSZE-Mission sowie gemeinsame Tätigkeit
russischer und georgischer Friedenstruppen zunichte. Tausende
Menschen verschiedener Nationalitäten gerieten in der Nacht zum
8.August 2008 unter ziellosen Beschuss georgischer Geschütze und
Raketen. Im Laufe dieser blutigen Aktion wurden hunderte friedliche
Bewohner Südossetiens sowie Mitglieder der Friedenstruppen
umgebracht und verletzt. Heute werden diese Tatsachen praktisch von
niemandem bestritten, vielleicht mit Ausnahme von Saakaschwili
selbst. Die grausame Entwicklung der Ereignisse ist ausführlich
dokumentiert in den mehr als 3300 beim Internationalen
Strafgerichtshof und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
eingebrachten Klagen von Bewohnern Südossetiens.
Nachdem die damaligen
Versuche Russlands, die Handlungen Georgiens im UN-Sicherheitsrat zu
verurteilen, blockiert wurden, hatte die Führung Russlands keine
andere Wahl als den Aggressor zu stoppen. Die Grundlage für den
völkerrechtlich legitimen Einmarsch von russischen Einheiten war
gegeben durch den militärischen Überfall Georgiens auf die
russischen Friedenstruppen, welche sich in Südossetien auf Basis von
internationalen Abkommen und der Zustimmung von Georgien befanden.
Dabei verfolgte die russische Operation ein einziges Ziel, nämlich
die Aggression zu stoppen und die Möglichkeit von erneuten
Überfällen zu verhindern. Der Umfang dieser Operation war dem Ausmaß
der georgischen Offensive auf Südossetien absolut
adäquat.
Revanchistisches
Verhalten
Die erfolgte Anerkennung der
Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens durch die Russische
Föderation und der Abschluss von Freundschaftsverträgen über
Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe hatten das Ziel, stabile
Sicherheitsgarantien für die Bevölkerung dieser Republiken zu
gewährleisten und bei der Beseitigung der durch die georgische
Aggression entstandenen Schäden zu helfen. Die Entwicklung der
Ereignisse bestätigt, dass diese Entscheidung absolut berechtigt
war. Vor dem Hintergrund des revanchistischen Verhaltens Georgiens
bildet sie heute die Hauptgarantie für die Aufrechterhaltung des
Friedens in der Region.
Russland hält es für
prinzipiell wichtig, die notwendigen Schlussfolgerungen aus den
Ereignissen im August 2008 zu ziehen. Die internationale
Staatengemeinschaft kann nicht einfach so tun, als ob die georgische
Führung damals nichts Besonderes angerichtet hat. Diejenigen, die
Tiflis erneut aufrüsten und in Georgien Nato-Manöver durchführen,
schaffen somit Voraussetzungen für neue Gewaltausbrüche im Kaukasus.
Denn das ist eine direkte Aufmunterung eines Regimes, welches eine
Bedrohung für die regionale Stabilität, die benachbarten Völker und
sogar für die eigenen Bürger darstellt, wie die andauernden Unruhen
und Protestaktionen in Tiflis zeigen. Unsere Priorität liegt dagegen
in der Gewährung einer zuverlässigen Sicherheit für Abchasien und
Südossetien, was in erster Linie den Abschluss von verbindlichen
Abkommen über Gewaltverzicht vorsehen muss, von Georgien aber stets
abgelehnt wird.
Man muss den Tatsachen ins
Auge sehen: Durch die verantwortungslose Politik der jetzigen
Führung Georgiens wurde die bis zum August 2008 noch bestehende
Chance, die Beziehungen mit den Abchasen und Osseten im Rahmen eines
gemeinsamen Staates zu regeln, endgültig zunichte gemacht. Natürlich
werden diese Völker auch weiterhin, wie viele Jahrhunderte davor,
nebeneinander leben. Deshalb gibt es auch keine Alternative zur
Herstellung von gutnachbarschaftlichen Beziehungen und zur
Zusammenarbeit. Dies muss jetzt jedoch auf einer anderen, nämlich
zwischenstaatlichen Ebene geschehen. Das ist der einzig vernünftige
Weg, zu dem Russland aufruft. Wir sind unsererseits den
Jahrhundertelangen Traditionen von gutnachbarschaftlichen
Beziehungen mit dem georgischen Volk treu und wollen Georgien als
einen stabilen, wirklich demokratischen Staat sehen, der in Frieden
und Freundschaft mit seinen Nachbarn lebt.
Dr. Stanislav
Osadchiy ist Botschafter der Russischen
Föderation in Österreich. Er hat am Moskow State Institute
Internationale Beziehungen studiert.
11.08.2009 Die Presse
|
| Flüchtlingskommissar der UNO setzt Tätigkeit in
Abchasien fort |
|
Das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars
der Vereinten Nationen (UNHCR) setzt seine Tätigkeit in Abchasien
weiter fort, obwohl die UNO-Mission die Region verlassen
hat.
"Die Präsenz des UNHCR in Abchasien ist
weder mit dem Mandat der UNO-Beobachtungsmission in Georgien noch
mit ihrem Aufenthalt verbunden, deswegen die Einstellung der Arbeit
der UNO-Beobachtungsmission in Georgien bedeutet nicht, dass das
UNHCR auch die Region verlässt", geht aus einer am Montag
abgegebenen Erklärung des UNHCR hervor.
Die Büros des UNHCR in Gal und Suchum
"erweisen nach wie vor humanitäre und Rechtsschutzhilfe für in den
Gal-Kreis zurückkehrende Menschen", hieß es im Dokument. "Das UNHCR
ist dafür dankbar, dass alle in den Konflikt um Abchasien
verwickelten Parteien das Prinzip der humanitären Zugänglichkeit
achten, was die Bewilligung für die Lieferung von humanitären
Hilfsgütern und die Bewegung der Arbeitskraft bedeutet, und ruft
auf, diese Herangehensweise auch in Zukunft zu unterstützen bzw. zu
gewährleisten".
"Das UNHCR leistet auch Rechtshilfe, setzt
Projekte, die auf den Schutz ihrer Rechte, die Verbesserung der
Lebensbedingungen und ihre Integration in die örtliche Gemeinschaft
abzielen, in die Tat um", wurde in der Erklärung
betont.
"Das Büro des Hohen Flüchtlingskommissars
der UNO ist ab 1994 in Abchasien tätig und erfüllt in
Übereinstimmung mit seinem Mandat eine rein humanitäre, unpolitische
Mission", hieß es im Dokument.
10.08.2009
russland.ru
|
| Südossetien-Krieg: Russland musste eingreifen -
"Iswestija" |
|
Moskau, Der
Jahrestag des Beginns des fünftägigen Kriegs gegen Georgien hat die
Diskussionen um die tragischen Ereignisse wieder belebt, schreibt
Vitali Iwanow, Direktor des Moskauer Instituts für Politik und
Staatsrecht, in der Zeitung "Iswestija" vom
Montag.
Viel diskutiert wird über den Krieg und über die
Anerkennung Südossetiens und Abchasiens, mit der Russland seinen
Sieg krönte. Die Situation sollte jedoch nicht dramatisiert werden,
behauptet Iwanow.
Russlands Beziehungen zum Westen sind schon seit
langem getrübt - der Krieg hat daran nichts grundsätzlich verändert.
Das gilt auch für die Beziehungen zu vielen GUS-Staaten.
Wie dem auch sei, Moskaus alte Verbündete gingen
nicht verloren und neue Feinde kamen nicht hinzu. Die Hilfsgelder
für Abchasien und Südossetien sind zwar gestiegen, aber nicht
besonders hoch.
Wenn Russland vor einem Jahr Südossetien
aufgegeben und zugelassen hätte, dass friedliche Bürger und
Friedenssoldaten ausgerottet werden, und lediglich bei der UNO eine
Beschwerde eingereicht hätte - was hätten wir im Ergebnis
gehabt?
Erstens einen gewaltigen politischen und
moralischen Schaden. Das Ansehen der russischen Staatsführung wäre
stark untergraben worden.
Zweifellos wäre die Ablehnung der
Kampfhandlungen in Russland (besonders in Nordossetien) als direkte
Feigheit und nationaler Verrat aufgenommen worden - ganz zu
schweigen von der Reaktion der Armee und der anderen
Truppeneinheiten sowie der Eliten im Kaukasus. Eine ernsthafte
Destabilisierung hätte das zur Folge gehabt. Was den Westen angeht,
so hätte man sich dort monatelang an unserer Schwäche gerieben und
uns verspottet.
Zweitens eine Festigung des Regimes von
Saakaschwili und seines Rufs im In- und Ausland. Der "Führer" von
Tiflis hätte seinen Sieg zu einem Triumphzug
aufgebauscht.
Drittens wäre ein neuer georgisch-abchasischer
Krieg in greifbarer Nähe gewesen. Verständlicherweise hätten sich
die durch den Erfolg in Zchinwal berauschten Georgier beeilt, ihren
Erfolg auszuweiten. Aber ein neuer Krieg wäre in jeder Hinsicht
anders gewesen: länger, blutiger und aufwendiger - und das noch in
unmittelbarer Nähe von Sotschi und seinen olympischen
Bauanlagen.
Es gibt keine "verlustlosen" Kriege. Aber
bisweilen können Pazifismus, die Ablehnung eines Kriegs nicht nur in
größere Verluste, sondern auch in Schmach umschlagen.
Der Krieg mit Georgien musste sein. Auch musste
Südossetien und folglich auch Abchasien anerkannt werden. Deshalb
wäre es sinnvoller, politische Diskussionen über die
"Zweckmäßigkeit" des Fünftagekrieges einzustellen: Einen anderen Weg
gab es damals nicht.
10.08.2009 RIA
Novosti
|
| Georgien ein Jahr danach |
|
Von Knut Mellenthin, Junge Welt vom
07.08.2009, Die
US-Regierung warnt vor neuen militärischen Abenteuern, um die
Beziehungen zu Rußland nicht zu gefährden.
Mit dem Beschuß
der südossetischen Hauptstadt Zchinwal durch Artillerie und
Raketenwerfer begann Georgien vor einem Jahr am 7. August kurz vor
Mitternacht einen Krieg zur Rückeroberung der Republik, die 1991
ihre Unabhängigkeit erklärt hatte.
In einer schnell einberufenen Sondersitzung des
Sicherheitsrats der UNO scheiterte ein russischer Vorstoß, beide
Seiten zur Einstellung der militärischen Konfrontation aufzurufen,
am Veto der USA. Gleichzeitig blockierten US-amerikanische
Regierungsstellen alle russischen Versuche, sich telefonisch über
ein gemeinsames Krisenmanagement zu verständigen.
In dieser Situation entschloß sich Rußland am 8.
August vormittags zum militärischen Eingreifen, um den Südosseten,
von denen über 90 Prozent russische Staatsbürger sind, bei der
Abwehr der georgischen Aggression zu helfen. Der Krieg endete am 12.
August mit einer schweren Niederlage der Angreifer.
Angriffsbefehl
Der von Präsident Michail Saakaschwili befohlene
Überfall war seit dem Amtsantritt des Nationalisten im Januar 2004
vorhersehbar gewesen. Saakaschwili hatte die Rückeroberung der
beiden abtrünnigen Republiken Südossetien und Abchasien von Anfang
an als Hauptziel seiner Politik bezeichnet, das er noch während
seiner ersten Amtszeit erreichen wollte.
US-amerikanische Offiziere hatten schon im April
2002, zur Zeit des Präsidenten Eduard Schewardnadse, die Ausbildung
der georgischen Streitkräfte übernommen, die sich in ihren Kriegen
gegen die beiden Republiken Anfang der 90er Jahre als zwar
verbrecherisch brutal, aber militärisch schwach gezeigt
hatte.
Heute ist allgemein anerkannt, was für
aufmerksame und ehrliche Kommentatoren auch in der Nacht des 7.
August schon offensichtlich war: Saakaschwili hatte mit seinem
Angriffsbefehl den Krieg ausgelöst. Seine nachträglichen
Behauptungen, er habe einer unmittelbar drohenden russischen
Invasion zuvorkommen wollen, waren reine Propaganda.
Das hinderte allerdings weder die USA noch die
europäischen Staaten, Rußland als Aggressor zu verurteilen und
Georgien ihrer vollen Unterstützung zu versichern. Kurzzeitig schien
sich das Verhältnis zwischen dem Westen und Rußland drastisch zu
verschlechtern. Manche sahen bereits einen »neuen kalten Krieg«
drohen.
Ein Jahr später kann der russische Außenminister
Sergej Lawrow feststellen: »Das Thema Georgien behindert unsere
Beziehungen nicht mehr.« Das habe sich auch während des
Moskau-Besuchs von US-Präsident Barack Obama Anfang Juli gezeigt.
Zwar gebe es immer noch eine propagandistische »Kriegführung« gegen
Rußland, aber in der praktischen Politik spielten »emotionale
Ausbrüche« keine Rolle mehr, sondern es werde über die wichtigen
Sachfragen, wie etwa eine Verringerung der Atomwaffenpotentiale
beider Seiten, gesprochen.
Der Hauptgrund für die Rückkehr zur Normalität
in den Ost-West-Beziehungen ist, daß die USA und Europa die
Zusammenarbeit mit Rußland brauchen, um ihre aggressive Strategie in
der Region zwischen dem Ostrand des Mittelmeers und Zentralasien
abzusichern. Vor allem für die Konfrontation mit dem Iran, von einer
massiven Verschärfung der Sanktionen über eine Seeblockade bis hin
zu Militärschlägen, will der Westen »Moskau ins Boot holen«. Auch
für den Nachschub der NATO-Streitkräfte nach Afghanistan gewinnt der
Transit durch Rußland an Bedeutung.
Militärhilfe
Vor diesem Hintergrund ist zu sehen, daß die
US-Militärhilfe für Georgien nach dem Augustkrieg bisher weit
hinter dem zurückbleibt, was sich die Regierung in Tiflis erhofft
hatte und was ihr anscheinend auch versprochen worden war. Damals
hieß es, die USA würden nicht nur die Verluste der georgischen
Streitkräfte vollständig ersetzen, sondern sie durch Lieferung
moderner Waffen stärker als vor dem Krieg machen.
Während des Besuchs von Vizepräsident Joe Biden
vor zwei Wochen meldete Saakaschwili erneut den Wunsch nach Systemen
zur Panzerabwehr und Flugzeugbekämpfung an. Deren Fehlen hatte zur
schnellen Niederlage beigetragen. Der US-Politiker wich jedoch jeder
Äußerung zu diesem Thema aus. Bei einer Anhörung im Kongreß am 4.
August behauptete Alexander Vershbow, Unterstaatssekretär im
Pentagon, sogar, die USA hätten seit dem Krieg keine »tödliche«
Militärhilfe an Georgien geleistet, also keine Waffen
geliefert.
Die US-Militärhilfe beschränke sich auf
Ausbildung, Beratung und nicht zuletzt Heranführung der georgischen
Streitkräfte an die Kompatibilität mit der NATO. Georgien will noch
in diesem Jahr eine Infanteriekompanie (100 bis 200 Mann) nach
Afghanistan schicken, und im nächsten Jahr ein ganzes Bataillon
(etwa 800 Mann).
Neue kriegerische Abenteuer Saakaschwilis an den
georgischen Grenzen wünscht die Obama-Administration offenbar in
nächster Zeit nicht. »Es gibt keine militärische Option für die
Reintegration von Abchasien und Südossetien«, sagte Biden in Tiflis.
Iran und Afghanistan haben jetzt Priorität.
09.08.2009 junge
Welt
|
| Putin
schließt erneuten Angriff Georgiens nicht aus |
|
Sotschi,
Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin ist der Auffassung, dass
man mit der derzeitigen Regierung in Georgien eine Wiederholung des
Südossetien-Konflikts vom Vorjahr nicht ausschließen kann.
Ihm zufolge wird Russland die Beziehungen mit
Abchasien und Südossetien als anerkannte Staaten weiter entwickeln.
„Damit sich solche Tragödien nicht wiederholen,
besteht das Wichtigste meines Erachtens darin, dass die Menschen,
die entsprechende Entscheidungen treffen, verpflichtet sind, der
Meinung der Völker, die auf diesem oder jenem Territorium leben,
Rechnung zu tragen.
Ohne Berücksichtigung ihres Willens kann keine
Frage des Staatsaufbaus gelöst werden. Eben das hat die heutige
georgische Führung vergessen“, sagte Putin in Bezug auf den
Jahrestag des georgischen Angriffs auf Südossetien in der Nacht zum
08. August vor einem Jahr.
„Ich habe persönlich die georgische Führung dazu
aufgerufen, dass sie Geduld haben sowie die Achtung, Souveränität
und Vertrauen Abchasiens und Südossetiens gewinnen müssen. Nur so
kann die territoriale Integrität erzielt werden“, sagte Putin.
„Wie waren die Antworten? Ja, wir verstehen und
werden auf diese Weise vorgehen. In der Praxis geschah das
Gegenteil: militärischer Druck, Aberkennung der autonomen Rechte und
Aggression in letzter Konsequenz. Ein Verbrechen, das zahlreiche
Opfer unter der friedlichen Bevölkerung und den Angehörigen der
Bürgerwehr zur Folge hatte“, betonte der Premier.
Ihm zufolge konnte Russland Südossetien und
Abchasien nicht im Stich lassen und musste die Abchasen und
Südosseten schützen.
„Die geschaffene Rechtsgrundlage
ermöglicht es uns, die Beziehungen mit Abchasien und Südossetien als
unabhängige Staaten zu entwickeln“, sagte Putin.
09.08.2009 RIA
Novosti
|
| Tiflis
glimpflich davon gekommen - zweite Chance wird es nicht geben -
Bagapsch |
|
Zchinwal, Weder
Abchasien noch Südossetien haben laut Abchasiens Präsident Sergej
Bagapsch Angst vor der Wiederaufrüstung Georgiens.
"Eigentlich ist es Georgien, das Angst haben
sollte", sagte Bagapsch am Samstag in der südossetischen Hauptstadt
Zchinwal, wo er zu einem Kurzbesuch anlässlich des ersten
Jahrestages des Südossetien-Krieges weilte. "Im Fall eines neuen
Abenteuers wird es Georgien sein, das seine Staatlichkeit verliert.
Mögen sie (Machthaber in Tiflis) mir und den russischen Truppen
dafür danken, dass die georgische Aggression nicht zu einer größeren
Tragödie wurde. Eine zweite Chance wird Tiflis nicht bekommen",
warnte Bagapsch.
Nach der Anerkennung der Unabhängigkeit
Abchasiens und Südossetiens Ende August vergangenen Jahres
stationierte Russland nach dem Willen in Suchum und Zchinwal
tausende Soldaten in den beiden Republiken. Angesichts der jüngsten
Provokationen Georgiens an der Grenze zu Südossetien wurden die
russischen Truppen in der Region in erhöhte Kampfbereitschaft
versetzt.
08.08.2009 RIA
Novosti
|
| Medwedew: Anerkennung von Südossetien und
Abchasien unumkehrbar |
|
Wladikawkas,
Die Entscheidung Russlands, die Unabhängigkeit Südossetiens und
Abchasiens von Georgien anzuerkennen, ist endgültig und unumkehrbar.
Das erklärte Russlands Präsident Dmitri Medwedew
am Samstag in der nordossetischen Hauptstadt Wladikawkas bei der
Überreichung staatlicher Auszeichnungen an Angehörige der 58.
russischen Armee und Mediziner, die an der Abwehr der georgischen
Aggression Südossetiens im August 2008 teilgenommen hatten.
Das sei damals die einzig mögliche Entscheidung
gewesen. "Nur so konnten wir die Sicherheit der Menschen und die
Stabilität in der Kaukasus-Region gewährleisten", sagte Medwedew,
der am selben Tag zu einem Kurzbesuch in dem an Südossetien
angrenzenden Nordossetien eingetroffen war.
"Mit seiner Aktion hatte Russland nicht
geopolitische, sondern ausgesprochen humanitäre Ziele verfolgt, denn
es ging um die Rettung von Menschenleben", sagte der russische
Staatschef bei einem Treffen mit Einwohnern von Südossetien. "Für
Russland, das die Bewohner Südossetiens vor der georgischen
Aggression gerettet hat, ist die Meinung der friedlichen Menschen,
nicht aber Schätzungen ausländischer Experten am wichtigsten, die
mitunter nicht die leiseste Ahnung haben, wo sich das Land
(Südossetien) befindet", sagte Medwedew weiter.
Russland werde das friedliche Leben des
ossetischen Volkes und aller Völker im Kaukasus auch in der Zukunft
schützen. Den 8. August 2008 bezeichnete der russische Präsident als
ein "tragisches Datum in der Geschichte von heute". "Alles, was
damals passierte, lag jenseits des menschlichen Verstandes. Das vom
offiziellen Tiflis verfolgte Ziel war extrem zynisch: Die
Vernichtung oder im besten Fall die Vertreibung des Volkes
Südossetiens."
Medwedew äußerte ferner die Ansicht, dass die
russische Operation zur Befriedung Georgiens die Beziehungen
Russlands mit anderen Ländern nicht beeinträchtigt hatte, weil
dieses sich der Richtigkeit der russischen Position bewusst seien.
"Die meisten westlichen Politiker geben zu, dass Russland im
georgisch-südossetischen Konflikt recht hatte."
"Fast alle, mit denen ich nach dem Kriegsende
gesprochen hatte, sagten mir: ‚Sie hatten recht. Leider können wird
das kraft unserer Rolle auf dem internationalen Schauplatz und kraft
innerer Umstände nicht öffentlich zugeben.' Das Gefühl, dass wir
richtig gehandelt hatten, gibt uns die Möglichkeit, Russland als
einen starken Staat zu entwickeln, der die Schlüsselrolle hier, im
Kaukasus, aber auch in andern Teilen der Welt spielt", betonte
Medwedew.
Der Präsident dankte allen ausländischen
Kollegen, die vor einem Jahr "aktiv an der Befriedung der
georgischen Abenteuer" mitgewirkt hatten. Besonderer Dank ging an
den französischen Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der sich bei der
"Beilegung der georgisch-südossetischen Konflikts persönlich
engagiert hatte". "Ich messe der Fortsetzung des Dialogs zur
Erhaltung der Sicherheit in der Kaukasus-Region eine große Bedeutung
bei", schrieb Medwedew in einer Botschaft an Sarkozy anlässlich des
ersten Jahrestags des Südossetien-Krieges.
Medwedew warnte den Westen ein weiteres Mal vor
der Wiederaufrüstung des Saakaschwili-Regimes. Die internationale
Gemeinschaft solle solidarisch dafür verantwortlich sein, dass die
Führung Georgiens keine Illusionen hege, sie könne ihre Probleme mit
militärischen Mitteln unbestraft lösen. In diesem Zusammenhang
sprach sich Medwedew für einen schnellstmöglichen Abschluss von
Abkommen zum Verzicht auf Gewalt zwischen Georgien, Abchasien und
Südossetien aus.
Bei der Zeremonie der Auszeichnung russischer
Soldaten sagte der Staatschef weiter, dass Russland kein
Gleichheitszeichen zwischen dem Saakaschwili-Regime und dem
georgischen Volk setzt, mit dem Moskau die Beziehungen
wiederherstellen und weiter entwickeln möchte. "Ich betone ein
weiteres Mal: Unsere Einschätzung für das Saakaschwili-Regime hat
nichts mit dem georgischen Volk zu tun, mit dem wir jahrhunderte
lange Bruderbeziehungen unterhielten ... In Russland selbst sind
mehr als 1,5 Millionen Georgier ansässig, die unser Land als ihr
Zuhause empfinden."
Die Geschichte werde die Handlungen Russlands im
georgisch-südossetischen Konflikt gebührend einschätzen. "Hätte
Russland die Aggression Georgiens nicht abgewehrt, hätte das
radikale Änderungen in der gegenwärtigen Weltordnung zur Folge
gehabt ... Die dankbaren Nachkommen werden die Heldentat der
russischen Streitkräfte für immer in ihrem Gedächtnis bewahren",
sagte Medwedew.
Zum Jahrestag des Südossetien-Krieges
bekräftigte Medwedew ein weiteres Mal seine früheren Vorschläge, das
System der regionalen und der globalen Sicherheit zu modernisieren.
"Die Entwicklung vom 8. August 2008 führte vor Augen, dass das
gegenwärtige Sicherheitssystem uneffektiv ist ... Daher hatte
Russland vorgeschlagen, einen neuen juristisch bindenden Vertrag
über die europäische Sicherheit abzuschließen. Wir sind sicher, dass
die Schaffung neuer wirksamer Mechanismen in diesem Bereich im
Interesse der gesamten Weltgemeinschaft liegen würde", erklärte der
russische Präsident.
08.08.2009 RIA
Novosti
|
| Medwedew warnt vor Wiederaufrüstung
Georgiens |
|
Moskau,
Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat zum Jahrestag des
Südkaukasuskriegs den Westen erneut vor Waffenlieferungen an
Georgien gewarnt. Alle Länder sollten sich verantwortlich verhalten
und das in die NATO strebende Land nicht mit einer Wiederaufrüstung
zu neuen Militärabenteuern ermuntern, heißt es in einem am Samstag
von der Agentur Interfax veröffentlichten Schreiben des Kremlchefs
an Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Im August 2008 hatte Sarkozy als damaliger
EU-Ratspräsident den Waffenstillstand zwischen Georgien und Russland
vermittelt. Im früheren Kriegsgebiet und in Moskau gedachten in der
Nacht zum Samstag tausende Menschen des Blutvergießens vor einem
Jahr.
Medwedew hielt in seinem Schreiben an
Sarkozy die Rückkehr von UN- und OSZE-Beobachtern in die Republiken
Abchasien und Südossetien für möglich. Allerdings müssten sich alle
Seiten auf "Eckpunkte für die Tätigkeit dieser wichtigen
internationalen Institutionen" einigen.
Russland hatte im Juni im Weltsicherheitsrat
wegen eines Streits um den Namen der UN-Mission eine Verlängerung
des Einsatzes der Beobachter verhindert. Im georgischen Kerngebiet
vor Abchasien und Südossetien überwachen etwa 200 EU-Beobachter die
Waffenruhe.
Bei einer Gedenkrede in der georgischen Stadt
Gori warf Präsident Michail Saakaschwili Russland am Freitagabend
vor, das Land durch den Krieg zerrissen zu haben. Russland habe mit
seiner Besetzung von Südossetien und Abchasien eine neue "Berliner
Mauer" errichtet, durch die Familien und Freunde getrennt
seien.
08.08.2009
Märkischer Oderzeitung
|
| EU-Bericht zu Kaukasuskrieg wird "Elemente von
Objektivität" enthalten - Experte |
|
Brüssel,
Die russische Seite rechnet damit, dass der Bericht der
internationalen Kommission zur Klärung des Fünftagekrieges im
Kaukasus "Elemente von Objektivität" enthalten wird.
Das sagte ein ranghoher russischer Diplomat am
Freitag zu RIA Novosti in Brüssel. "Dass in der Stadt Tiflis manch
einer beunruhigt und nervös ist, gibt Grund zur Hoffnung, dass der
Bericht Elemente von Objektivität enthalten wird", sagte
er.
Die von der Schweizer Top-Diplomatin Heidi
Tagliavini geleitete Kommission hatte offiziell am 2. Dezember
vergangenen Jahres mit der Arbeit begonnen. Ursprünglich war
geplant, die Ergebnisse zum 31. Juli 2009 vorzulegen. Da Tagliavini
"neue Dokumente" auszuwerten hatte, musste die Erstellung des
Berichts auf September verschoben werden. Die Studie soll dann der
EU-Führung, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in
Europa (OSZE), der UNO, Russland und Georgien vorgelegt
werden.
07.08.2009 RIA
Novosti
|
| Russlands EU-Botschafter: Europa wird mit
Abchasien und Südossetien sprechen müssen |
|
Brüssel, Die
Europäische Union wird direkte Kontakte mit den Regierungen
Abchasiens und Südossetiens nicht vermeiden
können.
Diese Meinung äußerte Wladimir Tschischow,
ständiger Vertreter Russlands bei der Europäischen Union am Vorabend
des Jahrestags des Beginns des Südossetien-Konfliktes.
"Soviel ich weiß, sind jetzt in der EU
Diskussionen im Gange, wie diese Kontakte gestaltet werden könnten",
sagte er.
"Faktisch kommt es zu diesen Kontakten im Rahmen
der Genfer Diskussionen, in denen die EU als Co-Vorsitzender und die
Delegationen Abchasiens und Südossetiens als vollberechtigte
Teilnehmer agieren."
"Präzedenzfälle für die EU-Tätigkeit in nicht
anerkannten Gebieten gibt es bereits", so Tschischow. Als Beispiele
dafür nannte er das Kosovo, Nordzypern und Taiwan.
Die Einstellung der EU zum Regime von Präsident
Michail Saakaschwili sei "recht nüchtern". "Insgesamt unterscheidet
sie sich von der Einstellung Washingtons. Wie man bemerkt haben
wird, empfängt man Herrn Saakaschwili in den europäischen Metropolen
nicht."
"Vor einigen Monaten wurde es für alle seriösen
Menschen in der EU klar, warum Russland sich ausgerechnet so
verhalten hatte und nicht anders", sagte der Diplomat.
"Hinsichtlich der Abwehr der georgischen
Aggression gibt es überhaupt keine Fragen. Auch von einer
unproportionalen Gewaltanwendung spricht schon lange niemand mehr.
Die einzige Frage, die uns gestellt wird: ‚Wozu habt Ihr sie als
unabhängig anerkannt? Niemand außer Nicaragua ist Euch dabei
gefolgt."
Darauf angesprochen, ob die EU auf Vorschlag von
Tiflis USA-Vertreter in die EU-Beobachterkommission in Georgien
aufnehmen wird, sagte Tschischow, dass "die Einstellung der EU dazu
insgesamt vorsichtig-skeptisch" sei. Formell würden die 27 EU-Länder
diese Frage im kommenden Herbst behandeln.
Moskau erwarte zugleich eine Fortsetzung
des Zusammenwirkens mit der EU im Interesse der Herstellung eines
dauerhaften Friedens und der Stabilität in der Region. "Wir begrüßen
den EU-Beschluss über die Verlängerung der Präsenz der
Beobachterkommission", betonte er. "Natürlich übt Russland keinen
politischen Druck hinsichtlich einer Anerkennung der Unabhängigkeit
Abchasiens und Südossetiens durch die EU aus."
07.08.2009 RIA
Novosti
|
| Ukraine: Solidaritätsaktion mit Südossetien und
Abchasien in Simferopol |
|
Simferopol,
Ein Solidaritätsaktion anlässlich des ersten Jahrestages der
georgischen Aggression gegen Südossetien hat am Freitag in der
ukrainischen Stadt Simferopol (autonome Republik Krim)
stattgefunden.
Sie wurde von der Russischen Krim-Gemeinde und
der Partei "Russischer Block" organisiert. Daran nahmen etwa 100
Aktivisten dieser Kräfte teil. Sie unterstützten die Völker
Südossetiens und Abchasiens und verurteilten die Aktivitäten des
georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili zur Auslösung des
blutigen Konflikts im Kaukasus. Die Kundgebung verlief unter dem
Motto "Russland, Südossetien, Abchasien! Die Krim ist mit
euch!"
07.08.2009
russland.ru
|
| Medwedew übernimmt Verantwortung für
Georgien-Einmarsch |
|
Berlin, Zum
ersten Jahrestag des Beginns der Kämpfe zwischen russischen und
georgischen Truppen im Kaukasus hat Russlands Präsident Dmitri
Medwedew die alleinige Verantwortung für den Einmarschbefehl in
Georgien übernommen.
"Ich war der einzige, der alle Entscheidungen
getroffen hat", sagte Medwedew in einem Interview, das der Kreml
vorab veröffentlichte. Es sei einzig und allein der Präsident, der
derartige Entscheidungen treffen könne, betonte Medwedew - und
erwähnte Regierungschef Wladimir Putin mit keinem
Wort.
Zuvor hatte der georgische Präsident Micheil
Saakaschwili vor neuen schweren militärischen Auseinandersetzungen
mit Russland gewarnt. "Die Gefahr gibt es noch", sagte er im
deutschen Fernsehsender ARD.
Die russische Führung habe mit dem Krieg
versucht, seine Regierung zu stürzen und die georgische Demokratie
"abzuwürgen". Das sei aber nicht gelungen. "Sie haben ihr Hauptziel
nicht erreicht."
Zugleich wies Saakaschwili den Vorwurf zurück,
den Krieg mit einem Angriffsbefehl auf das von Georgien wegstrebende
Südossetien ausgelöst zu haben. "Nein, überhaupt nicht", erwiderte
Saakaschwili auf eine entsprechende Frage.
Der Krieg zwischen Georgien und Russland um
Südossetien und Abchasien jährt sich in der Nacht von Freitag auf
Samstag zum ersten Mal. Zum Gedenken an die hunderten Toten des
Krieges ist die Bevölkerung in Georgien und Südossetien zu einer
Schweigeminute aufgerufen.
Georgien hatte im vergangenen Sommer eine
Offensive gestartet, um die Kontrolle über Südossetien
Zurückzugewinnen, wurde aber von Russland zurückgeschlagen.
Anschließend weitete sich der Konflikt auf Abchasien
aus.
Beide Seiten stimmten schließlich einem von der
EU vermittelten Waffenstillstand zu. Südossetien und Abchasien
erklärten sich einseitig für unabhängig. Moskau erkennt dies an, die
meisten anderen Staaten betrachten die Regionen weiterhin als
georgisches Gebiet.
07.08.2009
swissinfo
|
| Twitter vermutlich wegen Abchasien-Konflikt
lahmgelegt - Auch Facebook Ziel von Hacker-Attacken |
Das
Gezwitscher ist abrupt verstummt: Hacker haben die Website des
Kurznachrichtendienstes Twitter mehrere Stunden lang völlig lahm
gelegt. Der Hacker-Angriff könnte im Konflikt zwischen Russland und
Georgien um Südossetien und Abchasien in Verbindung
stehen.
(ap) Millionen Nutzer konnten den ganzen
Donnerstagvormittag amerikanischer Zeit keine neuen Nachrichten
posten. Die Plattform sei einem so genannten
Denial-of-Service-Angriff (DOS) ausgesetzt gewesen, teilte Twitter
mit. Bei DOS-Attacken werden Internetseiten so mit Anfragen
überflutet, dass die Serverkapazität erschöpft ist und die Seiten
praktisch nicht mehr erreichbar sind.
Das Problem begann um 15 Uhr MESZ und wurde nach
Firmenangaben nach einigen Stunden behoben. Auch das soziale
Netzwerk Facebook wurde angegriffen, fiel jedoch nicht völlig aus,
sondern wurde Unternehmensangaben zufolge von der Masse der Anfragen
nur verlangsamt.
Der Hacker-Angriff könnte mit dem anhaltenden
politischen Konflikt zwischen Russland und Georgien um die
Republiken Südossetien und Abchasien in Verbindung stehen. Die
Cyber-Attacke begann mit einer Masse an Spam E-Mails, in denen sich
Links auf Veröffentlichungen eines Pro-Abchasien-Aktivisten bei
Twitter und Facebook befanden, wie Internet-Experte Bill Woodcock
erklärte. Als die Empfänger in grosser Zahl auf die Links geklickt
hätten, seien einige Server überfordert gewesen, sagte Woodcock, der
wissenschaftlicher Direktor bei Packet Clearing House in San
Francisco ist, einer Nichtregierungsorganisation, die den
Internet-Verkehr analysiert.
Mangelnde
IT-Infrastruktur
Laut Woodcock ist jedoch unklar, ob der Angriff von
Gegnern oder Befürwortern der von Russland anerkannten
Unabhängigkeit der beiden Republiken ausgeführt wurde. Entweder
sollten Seiten lahm gelegt werden, mit denen die Hintermänner des
Angriffs nicht einverstanden waren, oder sie wollten Aufmerksamkeit
auf von ihnen unterstütze Seiten lenken und waren dabei etwas zu
erfolgreich, wie Woodcock erklärt. «Beide Seiten hätten theoretisch
davon profitieren können.»
07.08.2009 NZZ Online
|
| Abchasiens Präsident: Neue
Kriegshandlungen im Kaukasus möglich |
|
Der abchasische Präsident Sergej Bagapsch kann
eine Wiederholung der Kriegshandlungen vom August 2008 im Kaukasus
nicht ausschließen, sagte er am Donnerstag in einem Interview für
den russischen TV-Nachrichtensender Westi.
"Meines Erachtens kann sich solche Situation
durchaus wiederholen. Die aktuellen Ereignisse an der
georgisch-ossetischen Grenze sind ein Beweis dafür", betonte der
Staatschef. "Solange an der Macht in Georgien aggressives Regime
steht, kommt die Sicherheit kaum in Frage. Deshalb tun wir unser
Bestes, damit sowohl unsere Truppen als auch die Menschen, die in
der Rüstungsindustrie tätig sind, kampfbereit bleiben."
In Bezug auf den Verhandlungsprozess sagte der
Präsident, Abchasien und Südossetien führen ihn nur dank dem
Medwedew-Sarkozy-Plan: "Die Bedeutung dieses Plans lässt sich kaum
überschätzen. Dass wir heute den brüchigen Frieden genießen, haben
wir nur dem damals unterzeichneten Medwedew-Sarkozy-Plan zu
verdanken."
"Die Verhandlungen im Rahmen des Genfer
Prozesses, die wir mit Georgien unter Mitwirkung Russlands, der EU
und der USA führen, ist der dünne Faden, auf dem heute der brüchige
Frieden hängt", so Bagapsch.
06.08.2009
russland.ru
|
| Russischer Militärstützpunkt
in Abchasien in Aussicht |
|
Moskau, Nach Angaben des abchasischen
Präsidenten Sergej Bagapsch wird demnächst ein Vertrag über die
Einrichtung eines russischen Militärstützpunkts in der kaukasischen
Republik unterzeichnet.
Wie Bagapsch am Donnerstag im russischen
TV-Sender "Vesti" (Nachrichten) weiter mitteilte, existiert zwischen
Moskau und Suchum bereits ein Abkommen zum gemeinsamen Schutz der
abchasisch-georgischen Grenze.
Bagapsch hob hervor, dass russische Truppen für
die Sicherheit notwendig sind, damit sich Abchasien und Südossetien
in Ruhe entwickeln können.
06.08.2009 RIA
Novosti
|
| UNO-Menschenrechtsbüro
beendet Arbeit in Abchasien |
|
Das UNO-Menschenrechtsbüro stellt seine
Tätigkeit in Abchasien ein. Der Leiter dieses Büros Richard Komenda
weilte gestern zu einem Abschiedsbesuch im Gebäude des
Außenministeriums der Republik.
Er dankte dem Außenamtschef Sergej Schamba für
eine enge Zusammenarbeit und diejenige Unterstützung, welche dem
Büro während seiner Tätigkeit in Abchasien erwiesen wurde.
Seinerseits bedankte sich Schamba beim Büro für seine Arbeit, die es
in einer schwierigen Nachkriegsperiode für die Republik geleistet
hatte.
Abchasiens Außenminister brachte unter anderem
die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Zusammenarbeit mit der UNO in
einer anderen Form angesichts neuer Realien fortgesetzt
wird.
Die UNO-Mission hatte am 16. Juni ihre Tätigkeit
im georgisch-abchasischen Konfliktraum in Übereinstimmung mit dem
vom UN-Sicherheitsrat gefassten Beschuss gestoppt.
06.08.2009
russland.ru
|
| Russland leistet weitere
Hilfe für Südossetien und Abchasien |
|
Moskau, Russland wird den Völkern
Südossetiens und Abchasiens soziale und ökonomische Hilfe sowie
Beistand bei der Verteidigung weiter leisten.
Das sagte der offizielle Vertreter des
russischen Außenministeriums, Andrej Nesterenko, am Donnerstag auf
einem Briefing in Moskau.
Ihm zufolge gewährleistet die Präsenz russischer
Armeeangehöriger in der Region eine zuverlässige Sicherheit der
Republiken und schafft Bedingungen für ihre selbständige
Entwicklung.
Der Diplomat verwies darauf, dass sich die
Völker Transkaukasiens ein Jahr nach der georgischen Aggression
immer noch Herausforderungen und Problemen gegenüber
sehen.
„Die Wichtigsten davon sind die Politik der
Revanche und die Perspektiven einer Wiederholung der militärischen
Handlungen durch die georgische Seite“, sagte Nesterenko.
06.08.2009 RIA
Novosti
|
| Russland ruft Georgien zum
Aufbau normaler Beziehungen zu Abchasien und Südossetien
auf |
|
Moskau, Moskau ruft Tiflis auf, normale
Beziehungen zu Suchum und Zchinwal aufzubauen, erklärte Grigori
Karassin, Staatssekretär und stellvertretender Außenamtschef
Russlands, am Mittwoch.
"Es ist wichtig, darauf hinzuarbeiten, dass die
georgische Führung ihre politische Philosophie ändert und mit dem
Aufbau von normalen Beziehungen zu Abchasien und Südossetien
beginnt", meinte der hochrangige russische Diplomat.
Er erinnerte in diesem Zusammenhang an das
bisher in Kraft befindliche georgische Gesetz "Über okkupierte
Territorien". "Das ist ein absurdes Dokument, das gesunden Kräften
im Wege steht, die es wünschen, Kontakte zu den Einwohnern
Abchasiens und Südossetiens auszubauen", betonte Karassin. "Viele
Handlungen der Führung Georgiens sind abenteuerlich und nicht
durchdacht", bemerkte er zugleich.
Georgien wolle keine Stabilität in der Region,
sagte der Diplomat. "Tatsachen zeugen davon, dass Tiflis an
Nervosität und Unsicherheit interessiert ist", fügte er
hinzu.
05.08.2009
russland.ru
|
| Russland will sich Abchasien
nicht einverleiben |
|
Moskau, Das russische Außenministerium
plädiert für eine weitere soziale und wirtschaftliche Integration
mit Abchasien, streitet jedoch Annexionspläne ab.
„Russland hilft Abchasien zwar systematisch beim
Aufbau eines nationalen Staates, hat jedoch keine Absicht, die einer
Annexion nahe käme“, betonte Vizeaußenminister Grigori Karassin am
Mittwoch auf einer RIA-Novosti-Pressekonferenz.
„Wir sind daran interessiert, dass die
Integrationsprozesse im Wirtschafts- und Sozialbereich mit Abchasien
und Südossetien aufgrund der bilateralen zwischenstaatlichen
Beziehungen weiterlaufen. Wir künftig kommt, ist heute schwer zu
sagen“, hieß es im Hinblick auf die Äußerung des südossetischen
Präsidenten Eduard Kokoity, seine Republik könne irgendwann
Russlands Teil werden.
05.08.2009 RIA
Novosti
|
| Russland plant keine
Truppenaufstockung in Südossetien und Abchasien |
|
Moskau, Obwohl Georgien seine Armee wieder
verstärkt, wird Russland laut Vize-Generalstabschef
Anatoli Nogowizyn seine Militärbasen in Abchasien und Südossetien
nicht ausbauen.
Auch plane Russland weder eine große
Truppegruppierung noch Radaranlagen an der Grenze zu Georgien. Das
wäre vorerst überflüssig, sagte Nogowizyn am Mittwoch auf einer
Pressekonferenz bei RIA Novosti.
Eine Aufstockung der russischen Truppen in der
Region wäre derzeit unnötig und würde nur der georgischen Seite in
die Hand spielen, betonte der General. Wenn es aber wieder eine
Aggression gebe, werde darauf angemessen reagiert, versprach er. Ihm
zufolge beobachtet der Generalstab die militärischen Entwicklungen
in Georgien und hält die Staatsführung in Moskau über die
Geschehnisse auf dem Laufenden. „Wir haben aus dem Konflikt viel
gelernt.“ Russland lasse keine Wiederholung der Ereignisse vom
August des Vorjahres mehr zu.
Im vergangenen August hatte Georgiens Präsident
Michail Saakaschwili Truppen nach Südossetien geschickt, um es
zurückzuerobern. Der Angriff, bei dem die südossetische Hauptstadt
Zchinwal weitgehend zerstört und zahlreiche Zivilisten getötet
wurden, konnte erst nach Einmischung der russischen Armee abgewehrt
werden. Nach dem Krieg erkannte Russland Südossetien und Abchasien
offiziell an. Georgien brach daraufhin die diplomatischen
Beziehungen zu Russland ab und erklärte Südossetien und Abchasien zu
besetzten Gebieten. Die USA und andere westliche Staaten ergriffen
für Georgien Partei.
05.08.2009 RIA
Novosti
|
| Suchum wirft Minsk fehlendes
Taktgefühl in Sachen Bürgerreisen vor |
|
Moskau, Die abchasische Führung kann die
Ursache nachvollziehen, warum das weißrussische Außenministerium
seinen Bürgern die Befolgung der georgischen Gesetze beim Aufenthalt
in Abchasien und Südossetien empfohlen hat, ist jedoch der
Auffassung, dass solche Aussagen inkorrekt sind.
Das sagte der abchasische Außenminister Sergej
Schamba zu RIA Novosti.
Der Vize-Chef des konsularischen Hauptamtes des
weißrussischen Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch, hatte
seinen Mitbürgern nachdrücklich empfohlen, bei geplanten Reisen nach
Abchasien und Südossetien die georgischen Gesetze
einzuhalten.
Nach georgischem Recht dürfen Ausländer nur von
Sugdidi bzw. Gori aus ihre Reiseziele erreichen. Die Einreise aus
allen anderen Richtungen nach Abchasien und Südossetien ohne
besondere Genehmigung der georgischen Behörden sei untersagt und
werde nach dem georgischen Recht geahndet.
"Bedauerlicherweise hat sich der Vertreter des
weißrussischen Außenamtes nicht korrekt genug geäußert. Selbst
Deutschland und Polen hatten gleiche Empfehlungen in einer milderen
Form gegeben. So hatten deutsche Diplomaten beispielsweise ihren
Mitbürgern nicht empfohlen, nach einem Aufenthalt in Abchasien
Georgien zu besuchen", sagte der Minister.
Suchum sei sich dessen bewusst, dass "die
Aussage des weißrussischen Diplomaten durch den Umstand
hervorgerufen worden war, dass die georgische Führung weißrussische
Bürger, die vorher Abchasien besucht hatten, festgenommen bzw.
verhaftet hatte".
Laut Schamba muss das weißrussische Außenamt
selbstverständlich seine Bürger vor dieser Gefahr warnen, sollte
dies aber taktvoll tun. "Aber es liegen schon Aussagen des
weißrussischen Außenministeriums vor, denen zufolge die Frage der
Anerkennung von Abchasien nicht von der Tagesordnung genommen ist",
ergänzte der abchasische Minister.
Die georgischen Truppen hatten in der Nacht zum
8. August 2008 Kampfhandlungen gegen Südossetien begonnen und dessen
Hauptstadt Zchinwal faktisch zerstört. Es wurden Zivilisten und
Angehörige der in der Region stationierten Friedenstruppe getötet.
Russland sah sich gezwungen, den Angriff abzuwehren. Ende August
wurden Südossetien und Abchasien von Moskau als unabhängige Staaten
anerkannt.
03.08.2009 RIA
Novosti
|
| Abchasiens Außenminister:
USA wappnen Georgien für neuen Krieg |
|
Moskau, Die USA rüsten Georgien für einen
neuen Krieg auf, die EU-Mission im Krisengebiet versagt und
Weißrussland mangelt es an Taktgefühl gegenüber Abchasien, so der
abchasische Außenminister Sergej Schamba in einem
RIA-Novosti-Interview.
Schamba kommentierte Medienberichte, laut denen
sich US-Beobachter der EU-Mission im georgischen Krisengebiet
anschließen könnten. „Wir sind strikt dagegen und werden sie
keineswegs auf unser Territorium zulassen“, hieß es.
Erstens verstoße die US-Beteiligung gegen das
EU-Mandat. Zweitens sei die US-Präsenz kein „Stabilitätsfaktor“: „Im
Gegenteil: Wir haben immer betont, dass die USA zum großen Teil für
die Entwicklung im August 2008 mitverantwortlich sind… Seit Jahren
haben die USA die georgische Armee aufgerüstet. Sie tun das heute
weiter, bauen die Militärinfrastruktur wieder auf und bereiten die
georgische Armee auf neue Aggressionen vor“.
Die EU-Beobachtermission reagiere unterdessen
nicht auf den Ausbau der georgischen Militärpräsenz im Grenzgebiet:
„Deshalb betrachten wir die EU-Aktivitäten vorerst nicht als
effizient“.
Schamba ging auch auf die jüngste Empfehlung des
weißrussischen Außenministeriums ein, nicht über Abchasien nach
Georgien einzureisen. Laut Schamba hatte sich der zuständige
weißrussische Diplomat „nicht besonders korrekt“
ausgedrückt.
Die Empfehlung sei darauf zurückzuführen, dass
man in Georgien manchmal Menschen festnehme, die davor Abchasien
besucht hätten. Die Regierung in Minsk habe offenbar auf diese
Gefahr hinweisen wollen. Sie habe das aber „nicht besonders
taktvoll“ gemacht, so Abchasiens Außenminister.
03.08.2009 RIA
Novosti
|
| Nordzyprische
Frauendelegation in Abchasien |
|
Suchum, Eine Delegation
türkisch-zyprischer Frauen unter der Führung von Firstlady Oya Talat
ist zu Gesprächen in den von Russland und Nicaragua anerkannten
Staat Abchasien gereist.
Die Frau des nordzyprischen Präsidenten nahm die
Einladung der Kaukasusrepublik an und besuchte das Land am Schwarzen
Meer im Rahmen ihres Amtes als Präsidentin des “Türkischen
Frauenrates Zypern”. Die Mitglieder des Rates, welche in der
Türkischen Republik Nordzypern wichtige Positionen besetzen, haben
am Heldendenkmal einen Kranz niedergelegt und das Stalinhaus
besucht. Anschließend haben sie zusammen mit dem abchasischen
Außenminister, stellvertretenden Außenminister, Wirtschaftsminister,
stellvertrenden Parlamentspräsidenten und der Präsidentin des
Frauenvereins diniert.
Der stellvertretende Präsident der
Zentralbank überreichte der Firstlady als Geschenk eine Sammlung von
Gedenkmünzen. Die Abchasier zeigten großes Interesse an der
nordzyprischen Bildungs- und Immobolienbranche. Oya Talat besprach
die Zypernfrage und brachte ihren Wunsch zum Ausdruck, die
Beziehungen zwischen Nordzypern und Abchasien intensivieren zu
wollen. (kibris genç tv / North Cyprus Times
31.07.2009)
01.08.2009 APSUAA
RIBJI
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