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| Dr. Khibla Amichba wurde
zur Repräsentantin der
Republik Abchasien in Deutschland
ernannt |
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Dr. Khibla Amichba wurde
zur Repräsentantin der
Republik Abchasien in Deutschland ernannt.
Dr. Khibla Amichba, die
seit 2004 das abchasische Aussenministerium in Deutschland vertrat,
wurde im Zuge der Änderungen nach der Anerkennung der Unabhängigkeit
Abchasiens durch die russische Föderation, zur Repräsentantin der Republik Abchasien in Deutschland
ernannt.
Die Ernennungsurkunde wurde vom
Vize-Aussenminister Maxim Gundschija, während seines
Deutschland-Besuchs, überreicht.
März 2009 APSUAA
RIBJI
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| Europaparlament lädt
Vertreter von Abchasien und Südossetien nach Straßburg
ein |
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Strassburg, Der Präsident der
Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Lluis Maria de Puig,
hat Vertreter von Südossetien und Abchasien nach Straßburg
eingeladen.
Das teilte die Pressestelle der
Parlamentarischen Versammlung am Montag mit. Die Vertreter sollten
Ende April an einer Sitzung des Büros der Versammlung zu Problemen
der Normalisierung des Dialogs zwischen Russland und Georgien
teilnehmen, hieß es.
Die Sitzung findet zwischen dem 27. und 30.
April statt.
30.03.2009 RIA
Novosti
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| Russland beharrt auf
Umgestaltung der UN-Präsenz in Georgien |
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Moskau,
Die Vereinten Nationen
müssen laut dem russischen UN-Botschafter Vitali Tschurkin bis 15.
Juni ein neues Mandat der Beobachtermission in Georgien
festlegen.
Nach seinen Worten haben bereits entsprechende
Konsultationen begonnen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon solle bis
15. Mai die Vorschläge zu dem neuen Mandat der Beobachter
vorstellen. Dann habe der Weltsicherheitsrat noch vier Wochen, um
seine Entscheidung zu fällen.
Das Weltgremium hatte im Februar das Mandat der
Beobachter in Georgien und Abchasien um vier Monate bis 15. Juni
2009 verlängert. Die entsprechende Resolution beinhaltet die
Möglichkeit einer Neugestaltung der Mission. Anders als in den
bisherigen Resolutionen wird im neuen Dokument die territoriale
Integrität Georgiens mit keinem Wort erwähnt. Laut Tschurkin wird
die Mission bis 15. Juni ihre bisherigen Funktionen, wie sie vor dem
Kaukasus-Konflikt im vergangenen August waren, weiter
erfüllen.
30.03.2009 RIA
Novosti
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| Saakaschwili lügt -
EU-Kommission prüft Ursachen des Georgien-Krieges. Präsident in
Tbilissi schwer belastet |
Von Knut Mellenthin, Der von der EU eingesetzte
Untersuchungskommission, die sich mit den Ursachen des
georgisch-russischen Krieges im August 2008 beschäftigt, liegt
offenbar Material vor, das den Präsidenten der Kaukasus-Republik,
Michail Saakaschwili, schwer belastet. Das berichtet der Spiegel in
der am Montag erschienenen
Ausgabe.
Saakaschwili behauptet, ihm sei am 7. August keine
andere Wahl geblieben, als seine Truppen nach Südossetien
einmarschieren zu lassen und die Hauptstadt Zchinwal unter Beschuß
zu nehmen. Damit habe er einem geplanten russischen Angriff
zuvorkommen wollen. Er habe kurz vor Mitternacht den Marschbefehl
gegeben, weil ihm sichere Informationen vorgelegen hätten, daß
russische Einheiten mit 150 Panzern den Roki-Tunnel – die einzige
Straßenverbindung zwischen Rußland und Südossetien – durchfahren
hätten und auf dem Weg nach Süden
seien.
Saakaschwili hatte diese Behauptung allerdings erstmals
vier Tage nach Kriegsbeginn öffentlich vorgetragen, als sich die
Niederlage der georgischen Streitkräfte schon abzeichnete. Am 7.
August kurz vor Mitternacht hatte General Mamuka Kuraschwili,
Oberbefehlshaber des in Südossetien stationierten georgischen
Kontingents einer internationalen Friedenstruppe, im Fernsehen
bekanntgegeben, daß eine Militäraktion begonnen habe, um in der
abtrünnigen Republik »die verfassungsmäßige Ordnung
wiederherzustellen«. Von der Abwehr eines russischen Angriffs war
dabei keine Rede.
Auch der Vertreter Georgiens bei den Vereinten
Nationen, Irakli Alasania, erwähnte weder in der ersten
Sondersitzung des Sicherheitsrats, die in der Nacht zum 8. August
(New Yorker Ortszeit) stattfand, noch in der folgenden am Nachmittag
des 8. August einen russischen Vormarsch vor dem georgischen
Angriff. Vielmehr führte Alasania in der zweiten Sitzung aus, daß am
Morgen des 8. August um 5.30 Uhr – also über sechs Stunden nach
Beginn des georgischen Beschusses von Zchinwal – erstmals russische
Einheiten durch den Roki-Tunnel nach Südossetien gefahren seien.
Ebenso stand es mehrere Tage lang auf den Internetseiten des
georgischen Außenministeriums.
Später wurde diese Darstellung korrigiert. Nun hieß es
plötzlich auch, General Kuraschwili habe seine Erklärung über die
»Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung« in Südossetien
ohne jede Absprache mit der Regierung
abgegeben.
Laut Spiegel liegt der EU-Kommission aber ein
Einsatzbefehl der georgischen Streitkräfte vom 7. August vor, in dem
sich genau die von Kuraschwili benutzte Formulierung wiederfindet.
Der Kommission sei dieses Dokument von russischer Seite zur
Verfügung gestellt worden. Georgien weigere sich, den
EU-Untersuchern den Befehl herauszugeben, da es sich um ein
Staatsgeheimnis handle.
Die von der Schweizerin Heidi Tagliavini geleitete
Kommission war von der EU Anfang Dezember 2008 eingesetzt worden.
Sie besteht neben der Diplomatin, die von 2002 bis 2006
Sondergesandte der UNO in Georgien und Abchasien war, aus sieben
weiteren Personen. Die Kommission soll ihre Untersuchungen bis zum
31. Juli abschließen, ist aber an diese Frist nicht
gebunden.
Der georgische Minister für »Reintegration« – gemeint
ist die Wiedergewinnung von Südossetien und Abchasien –, Temur
Jakobaschwili, hat am 11. Februar »einigen Mitgliedern« der
Kommission, ohne Namen zu nennen, vorgeworfen, sie würden vom
russischen Energiekonzern Gasprom bezahlt.
23.03.2009 Junge
Welt
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| Internationale Ermittlungen
bringen Saakaschwili in Bedrängnis |
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Hat Georgiens Staatschef Saakaschwili den
Kaukasus-Krieg selbst angezettelt? Bis heute bestreitet er das
vehement - nach SPIEGEL-Informationen stürzt ihn nun ein
schriftlicher Befehl aus den Anfangstagen des bewaffneten Konflikts
in Erklärungsnot.
Neue Erkenntnisse bei den
Ermittlungen zum Kaukasus-Krieg: Eine internationale
Untersuchungskommission hat Indizien gesammelt, die womöglich darauf
hinweisen, dass der georgische Staatschef Micheil Saakaschwili nicht
eine "russische Aggression" abwehrte, wie er bis heute behauptet,
sondern den Krieg selbst angezettelt hat.
Nach Informationen des
SPIEGEL nimmt eine Schlüsselrolle dabei die im Fernsehen
dokumentierte Aussage des georgischen Generals Mamuka Kuraschwili
ein, der am 7. August verkündete, sein Land habe beschlossen, "in
der gesamten Region die verfassungsmäßige Ordnung
wiederherzustellen". In der Nacht zum 8. August hatte eine
georgische Offensive in Südossetien und Abchasien die Situation zur
Eskalation gebracht.
Kuraschwilis Aussage findet
sich angeblich im Wortlaut in dem georgischen Tagesbefehl Nr. 2 vom
selben Tag, den Moskauer Geheimdienstler abgefangen haben wollen und
der Kommission zugänglich gemacht haben.
Die Führung in Tiflis will
das umstrittene Dokument dagegen nicht herausrücken, weil es sich um
ein Staatsgeheimnis handele. Sollte sich der Befehl als echt
herausstellen, wäre Saakaschwili wohl der Lüge überführt.
Die Kommission besteht
aus Diplomaten, Militärs, Historikern und Völkerrechtlern und
untersucht im Auftrag der Europäischen Union den Ablauf des
Kaukasus-Kriegs im vorigen August.
21.03.2009 SPIEGEL ONLINE
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| Medwedew billigt
Grenzschutz-Hilfe für Abchasien und Südossetien |
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Moskau, Der russische Präsident Dmitri
Medwedew hat gemeinsame Maßnahmen mit Abchasien und Südossetien bei
der Überwachung ihrer Grenzen gebilligt.
Wie Medwedews Sprecherin Natalia Timakowa am
Freitag mitteilte, beauftragte der Staatschef die zuständigen
Behörden, entsprechende Abkommen mit den beiden Republiken zu
unterzeichnen.
Nach dem Südossetien-Krieg im August 2008 hatte
Russland Südossetien und Abchasien als unabhängige Staaten anerkannt
und Freundschaftsverträge mit ihnen geschlossen.
20.03.2009
RIA
Novosti
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| Russland: Südossetien und
Abchasien können nicht mehr Bestandteile Georgiens
bleiben |
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Südossetien und Abchasien können nicht mehr
Bestandteile Georgiens bleiben, selbst wenn Tbilissi mit ihnen
direkt verhandeln will, sagte der offizielle Sprecher des russischen
Außenministeriums, Andrej Nesterenko, am Donnerstag.
Er bezog sich auf die jüngste Erklärung
der georgischen Seite, sie wäre an direkter Diskussion mit
Südossetien und Abchasien sowie an der Regelung der Beziehungen mit
Russland unter der Bedingung interessiert, dass Georgiens
territoriale Einheit akzeptiert wäre.
Der Vorsitzende des georgischen Parlaments
Dawid Bakradse hatte sich "für einen Dialog mit den Osseten und den
Abchasen" ausgesprochen. "Es gibt keine Probleme zwischen den
Georgiern und den Abchasen sowie zwischen den Georgiern und den
Osseten, die im Bestand des georgischen Staates nicht zu lösen
sind", sagte er am Donnerstag in seiner Rede vor Studenten einer der
Hochschulen Tbilissis. "Wir treten für eine direkten Dialog mit
denjenigen Menschen ein, die in den Regionen Abchasien und Zchinwal
leben. Und wir gemeinsam werden alle existierenden Probleme
innerhalb des einheitlichen georgischen Staates, wo diese Regionen
einen besonderen Status haben werden, lösen können", betonte
Bakradse.
"Das ist zwar ein neues Element in der
Position Georgiens, aber es gibt keinen Weg zurück. Russland hat
bereits die Souveränität Südossetiens und Abchasiens anerkannt und
ist bereit, mit ihnen gleichberechtigten Dialog zu führen",
unterstrich Nesterenko.
"Georgiens Verhalten war bis zu dieser
Erklärung aggressiv. Es bestand die Gefahr, dass es wieder zu
aggressiven Aktionen gegen diese Republiken kommen würde", so
Nesterenko weiter. Er erinnerte, dass die georgische Führung "den
ersten Punkt des Medwedew-Sarkozy-Plans bezüglich der Bestimmung des
Status der beiden Republiken abgelehnt hatte." "Wir haben öfters
kriegssüchtige Erklärungen der georgischen Seite gehört, dass der
Krieg gegen Südossetien und Abchasien noch nicht zu Ende gekommen
wäre. Nach Auffassung Russlands können Südossetien und Abchasien
nicht mehr Bestandteile Georgiens bleiben", stellte der Sprecher
fest.
20.03.2009
Russland.ru
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| Reisemesse MITT: Zwischen
Abchasien und Amazonas |
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Moskau, Bunt geht es zu auf der Moskauer
Reisemesse MITT. Von einer Krise ist auf den ersten Blick nichts zu
sehen. Stattdessen wecken hübsche Frauen aus dem Orient oder
Samba-Klänge aus Südamerika die Reiselust.
Trotz Krise verzeichnet die MITT schon zu Beginn
einen Rekord. 3.000 Aussteller aus 120 Ländern präsentieren sich dem
russischen Publikum – soviel wie noch nie. Vier Tage dauert die
Ausstellung; die ersten zwei sind Fachbesuchern vorbehalten, doch
schon jetzt herrscht reichlich Gewimmel an den Ständen.
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Manche mögens ja
lieber schlicht: Am Messestand Abchasiens (Foto: ab/.rufo)
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Abchasien – billiger als Sotschi
Auch für das kleine Abchasien bedeutet
die MITT 2009 in gewisser Hinsicht eine Premiere. Russland hat die
Schwarzmeer-Republik nach dem Kaukasus-Krieg im vergangenen Jahr als
unabhängig anerkannt und nun darf sich Abchasien in Moskau auf einem
eigenen Stand als eigenständiges Land präsentieren.
Russische Urlauber sind seit Jahren die
wichtigste Einnahmequelle für Abchasiens Wirtschaft, die ansonsten
allenfalls noch Mandarinen und Wein im Angebot hat. Nun wirbt die
kleine Region mit den weißesten Stränden am Schwarzen Meer eifrig um
russische Besucher. Im Kampf gegen den russischen Urlaubsort Sotschi
setzt Abchasien vor allem auf niedrigere Preise.
19.03.2009 Russland
Aktuell
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| EU führt Gespräche in
Abchasien |
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Suchum, Der EU-Sonderbeauftragte für den
Südkaukasus, Peter Semneby, trifft sich am Mittwoch mit der Führung
Abchasiens.
Wie das abchasische Außenministerium weiter
mitteilte, finden bei dem Treffen zudem Gespräche zwischen Semneby
und dem Präsidentenvertreter im Rayon Gal, Ruslan Kischmarija, sowie
mit dem Vorsitzenden der Partei für Wirtschaftsentwicklung, Beslan
Butba, statt.
Semneby hatte Abchasien zuletzt im Februar 2009
besucht.
Abchasien und Südossetien hatten sich nach dem
Zerfall der Sowjetunion vor rund 18 Jahren von Georgien gelöst und
existierten bis zuletzt als nicht anerkannte De-facto-Staaten. Am
26. August 2008 wurden sie von Russland und dann auch von Nicaragua
anerkannt.
Der Anerkennung war ein Überfall der georgischen
Armee auf Südossetien vorausgegangen, der nach südossetischen
Angaben mehrere hundert Zivilisten das Leben kostete.
18.03.2009
RIA
Novosti
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| Ukrainischer Geheimdienst
dementiert Beteiligung von Ukrainern an
Südossetien-Krieg |
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Kiew, Der ukrainische Geheindienst SBU
hat die Information als falsch zurückgewiesen, dass Staatsbürger der
Ukraine am Konflikt in Südossetien im vergangenen August gegen die
russische Armee gekämpft hatten.
„Die ukrainischen Bürger wurden verleumdet. Sie
reisten nie nach Georgien aus und nahmen nie an den Kampfhandlungen
teil“, sagte SBU-Chef Valentin Naliwajtschenko am Dienstag in Kiew,
als er vor der Obersten Rada (Parlament) über die Tätigkeit seiner
Behörde im vergangenen Jahr berichtete. Nach seinen Worten will der
SBU die Herkunft der Informationen über eine Beteiligung von
Ukrainern am Kaukasus-Konflikt klären.
Das russische Verteidigungsministerium hat nach
eigenen Angaben Beweise dafür, dass die Luftabwehrsysteme, die die
Ukraine kurz vor dem Krieg an Georgien geliefert hatte, auch
unmittelbar während des Konfliktes von ukrainischen Spezialisten
bedient wurden. Die Regierung in Kiew weist den Vorwurf
zurück.
Im vergangenen August hatte Georgien Truppen
nach Südossetien geschickt, um diese zurückzuerobern. Der Angriff,
bei dem die südossetische Hauptstadt Zchinwal weitgehend zerstört
wurde, kostete Hunderte Zivilisten das Leben. Zehntausende
Südosseten mussten nach Russland fliehen. Daraufhin entsandte
Russland, das viele Jahre Garant der Waffenruhe im Konfliktgebiet
war, seine Truppen, um die georgische Armee aus der Region zu
drängen. Nach dem Fünf-Tage-Konflikt erkannte Russland Südossetien
und Abchasien offiziell an.
17.03.2009
RIA
Novosti
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| Russland gewährt Abchasien
und Südossetien Finanzhilfe |
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Moskau, Das russische Finanzministerium
und die Finanzministerien Abchasiens und Südossetiens haben Abkommen
über finanzielle Unterstützung für die beiden Republiken im Kaukasus
unterzeichnet.
Wie ein RIA-Novosti-Korrespondent berichtet will
Russland den seit August 2008 unabhängigen Republiken Abchasien und
Südossetien mit 2,36 Milliarden Rubel bzw. 2,8 Milliarden Rubel
(52,2 Millionen bzw. 62 Millionen Euro) unter die Arme
greifen.
Die Dokumente wurden am Dienstag vom russischen
Vizefinanzminister Anton Siluanow sowie von den Finanzministern
Abchasiens und Südossetiens, Beslan Kubrawa und Inal Puchajew, in
Moskau unterzeichnet.
Georgien war im August 2008 nach Südossetien
einmarschiert, Russland verteidigte mit seinen Truppen die unter
internationalem Schutzmandat stehende Republik. Ende August erkannte
Russland Südossetien und Abchasien als unabhängige Staaten an und
nahm am 9. September diplomatische Beziehungen zu beiden Republiken
auf.
Am 17. September wurden von Russland und den
beiden Republiken Verträge über Freundschaft, Zusammenarbeit und
gegenseitigen Beistand unterzeichnet.
17.03.2009
RIA
Novosti
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| Russlands Presse: Russlands
Armee soll 99 Jahre in Südossetien
bleiben |
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Südossetiens Präsident Eduard Kokojty hat
gestern vorgeschlagen, die russischen Militärbasen für die Dauer von
99 Jahren in der Republik zu lassen. Darüber schreiben die
Tageszeitungen „RBC Daily“ und „Nowyje Iswestija“ am
Donnerstag.
Das letzte Wort wird das Parlament haben, dessen
Zusammensetzung nach der Wahl im Mai feststehen wird. Die
Militärstützpunkte werden laut Experten solange in Südossetien
bleiben, wie Russland sie unterhalten kann.
Das russische Verteidigungsministerium kündigte
gestern an, in der Republik bis zu 3700 Soldaten stationieren zu
wollen. Außerdem will die russische Armee an den Grenzen der
Republik etliche Grenzposten einrichten. Etwa 4000 Soldaten sollen
in Abchasien stationiert werden. Die Behörden der Republik haben
bereits ihre Bereitschaft signalisiert, die russischen Militärbasen
für die Dauer von 49 Jahren bei sich zu lassen.
Laut Kalkulation der russischen Militärbehörden
würde die Aufstellung der Militärbasen in diesen Republiken bereits
Ende 2009 abgeschlossen sein. Dafür seien etwa 27 Milliarden Rubel
nötig.
„Wir müssen davon ausgehen, dass Georgien doch
irgendwann versuchen wird, die Republiken gewaltsam wieder zu
erobern, daher ist militärisches Vorgehen hier mehr als berechtigt,
doch dies ist nicht der Punkt“, sagt Dmitri Suslow, Vizedirektor für
Studien des Rats für die Außen- und Verteidigungspolitik Russlands.
Es gehe eher darum, die Realität, die durch Moskaus Anerkennung der
Unabhängigkeit der kaukasischen Republiken geschaffen worden sei,
endgültig zu festigen, so Suslow weiter.
Nur mit Russlands Militärpräsenz könne der
Fortbestand des unabhängigen Südossetiens gewährleistet werden,
daher müsse dort für längere Zeit Präsenz gezeigt werden, so
Alexander Chramtschichin vom Institut für politische und
militärische Analyse (Moskau).
Dem Politologen Juri Oreschkin zufolge sind die
Basen in Südossetien unvermeidlich, doch gleich von 99 Jahren zu
reden wäre verfrüht. Die Unterhaltungskosten würden ständig steigen,
denn die Republik selbst habe keine funktionierende Wirtschaft.
Solange Russland wie in Sowjetzeiten die Stützpunkte unterhalten und
als Blutspender auftreten kann, werden sie in der Republik
bleiben.
Sobald Russlands Wirtschaft jedoch abzusacken
beginnt, werden diese Basen unvermeidlich wie die sowjetischen
Militärstützpunkte im Ausland aufgelöst werden müssen, so Oreschkin
zusammenfassend.
12.03.2009 RIA
Novosti
|
| PACE-Gesandte prüft Lage in
Südossetien |
|
Moskau,
Corien Jonker, Chefin der Kommission für Migration, Flüchtlinge und
Bevölkerung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates
(PACE), wird am 13. und 14. März die südossetische Hauptstadt
Zchinwal besuchen.
Wie RIA Novosti von einem PACE-Sprecher erfuhr,
dient der Besuch der Ausführung des PACE-Beschlusses „über die
humanitären Folgen des Kriegs zwischen Georgien und
Russland“.
Jonker soll mit
Vertretern der Behörden Südossetiens und mit dem
Menschenrechtsbeauftragten Dawid Sanakojew zusammentreffen. „Darüber
hinaus soll Frau Jonker die Vororte von Zchinwal und Achalgor
besuchen.“
Ferner sind Verhandlungen mit Vertretern des
Internationalen Roten Kreuzes vorgesehen. In Straßburg verurteilte
die PACE im Januar wie auch im vergangenen Jahr die Anerkennung der
Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens durch Russland. Zugleich
sah sie von jeglichen Sanktionen gegen Moskau ab.
Erstmals war die Situation um Südossetien im
Oktober von der PACE behandelt worden. Damals wurde eine Resolution
angenommen, in der die Versammlung Russland für die Entwicklung dem
Konfliktgebiet verantwortlich machte und Moskau aufrief, die
Anerkennung von Südossetien und Abchasien rückgängig zu machen.
Zugleich wurde der Vorschlag einiger radikaler Abgeordneter nicht
unterstützt, der Delegation Russlands das Stimmrecht
abzuerkennen.
Bei der PACE-Tagung im April wollen die
Abgeordneten erneut die Situation um Südossetien und Abchasien
behandeln.
10.03.2009 RIA
Novosti
|
| Beunruhigung in Südossetien
über Verstärkung georgischer Truppen im Grenzgebiet |
|
Moskau,
Einwohner des südossetischen Dorfes Grom an der Grenze zu Georgien
haben ihre Beunruhigung über die wachsende militärische Präsenz
Georgiens am Rande ihres Dorfes geäußert.
Wie Dawid Sanakojew, Menschenrechtsbeaufragter
des Präsidenten Südossetiens, am Sonnabend mitteilte, waren im Laufe
des vergangenen Tages mindestens 20 gepanzerte Kampffahrzeuge und
rund 50 bewaffnete Personen im georgischen Dorf Adswi an der Grenze
zu Südossetien eingetroffen.
„Da diese Konzentration der georgischen
Streitkräfte eine unmittelbare Bedrohung für Leben und Sicherheit
der dortigen Einwohner darstellen kann, hielt ich es für notwendig,
die EU-Beobachtermission in Georgien darüber in Kenntnis zu setzen",
hieß es.
Derzeit erwarte die ossetische Seite „von den
europäischen Beobachtern konkrete Schritte, weil sie gemäß ihrem
Mandat eine Nichtwiederaufnahme von Kampfhandlungen gegen
Südossetien durch Georgien garantieren sollen".
Nach dem georgisch-südossetischen Konflikt
Anfang August hatte Russland die Unabhängigkeit der bisherigen
georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien anerkannt. Darauf
brach Tiflis die diplomatischen Beziehungen mit Moskau
ab.
07.03.2009 RIA
Novosti
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| Russland plant Militärbasis in
Abchasien |
|
Moskau, Der abchasische Präsident Sergej
Bagapsch sagte der russischen
Nachrichtenagentur Interfax, dass, im Moment ein Vertrag über eine russische
Militärbasis in Abchasien vorbereitet werde.
Die Vereinbarung sehe eine Nutzungsdauer von 49 Jahren vor. Weitere
Einzelheiten nannte Bagapsch nicht. Anfang des Jahres hatte er
bereits mitgeteilt, dass eine erste Vereinbarung über eine russische
Marinebasis am Schwarzen Meer getroffen worden
sei.
Die Spannungen zwischen Georgien und Russland
waren im August vergangenen Jahres eskaliert. Beide Länder standen
sich in einem bewaffneten Konflikt gegenüber, weil Moskau die
Unabhängigkeitsbestrebungen in Südossetien und
Abchasien unterstützt.
Unter der Aufsicht von
EU, UNO und OSZE hatten sich Russland
und Georgien jedoch seit Februar über Maßnahmen zur
Konfliktvermeidung verständigt. Die beiden Staaten, die seit der
Auseinandersetzung keine diplomatischen Beziehungen mehr
unterhalten, wollen jetzt auch wieder Visa füreinander ausstellen.
Wie der russische Vizeaußenminister Grigori Karassin der Zeitung
"Iswestija" sagte, soll dies in den Botschaften der
Schweiz in beiden Ländern geschehen.
06.03.2009 AFP
|
| Moskau
wirft EU Erpressung Weißrusslands vor |
|
Moskau, Nach Ansicht des russischen Vizeaußenministers
Grigori Karassin setzt die EU Weißrussland
unter „groben Druck“, weil sie ihre Annäherung an Minsk mit dessen
Verzicht auf die Anerkennung Südossetiens und Abchasiens
verknüpft.
Das sagte Karassin am Freitag in einem Interview
mit der russischen Tageszeitung „Iswestija“.
Am 23. Februar hatte Karel Schwarzenberg,
Außenminister des derzeitigen EU-Vorsitzlandes Tschechien,
Weißrussland vor der Anerkennung von Südossetien und Abchasien
gewarnt. Anderenfalls würde sich Weißrussland „außerhalb des
europäischen Kontextes stellen“ und seinen Anschluss an das
EU-Programm „Ost-Partnerschaft“ erschweren.
Das weißrussische Parlament will am 2. April
über die Anerkennung von Abchasien und Südossetien entscheiden, die
bereits von Russland und Nicaragua als unabhängige Staaten anerkannt
worden sind.
Schwarzenbergs Erklärung sei ein „grober und
unverhüllter Druck“ auf Weißrussland, kommentierte Karassin. Der
EU-Vorsitz „schlägt Weißrussland in grober ultimativer Form vor, um
der EU-Nähe willen auf das souveräne Recht zu verzichten, unabhängig
wichtige außenpolitische Entscheidungen zu treffen“.
Die Aussage des tschechischen Außenministers
gefährde die Genfer Diskussionen über eine Normalisierung im
Südkaukasus und stelle die Zweckmäßigkeit der Beteiligung der EU an
diesem Prozess in Zweifel, sagte Karassin. An den Gesprächen in
Genf, die am 15. Oktober 2008 begannen, nehmen Russland, Georgien,
die USA, Abchasien, Südossetien sowie die EU, die UNO und die OSZE
teil.
Der Startschuss des Programms
„Ost-Partnerschaft“, das eine Annäherung an die EU vorsieht, soll in
diesem Mai in Prag gegeben werden. Die EU stellt dabei sechs
ehemaligen Sowjetrepubliken (Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland,
Georgien, Moldawien und Ukraine) bis 2013 Finanzhilfe in Höhe von
insgesamt 350 Millionen Euro in Aussicht.
06.02.2009 RIA Novosti
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| Russischer EU-Botschafter warnt im
Südossetien-Streit vor Druck auf Minsk |
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Athen, Der politische Druck, den die EU auf Minsk in
Bezug auf die mögliche Anerkennung Abchasiens und Südossetiens
ausübt, erinnert an den Kalten Krieg, so der russische
EU-Botschafter Wladimir Tschizhow.
„Wir berücksichtigen die Haltung der EU, die
diese neuen Länder nicht anerkennt. Wir setzen weder die EU noch
sonst jemanden unter Druck. Die Anerkennung dieser Länder ist eine
souveräne Angelegenheit eines jeden Staates“, sagte Tschithow am
Freitag in Athen.
„Ich muss aber einen gewissen politischen Druck
seitens der EU etwa auf Weißrussland feststellen. Es wird gefordert,
auf die Anerkennung zu verzichten - ansonsten kämen Weißrusslands
Beziehungen zur EU zu Schaden. Aus meiner Sicht ist dieser
politische Druck unakzeptabel. Er erinnert mich an den Kalten
Krieg“, hieß es.
Russland hatte Abchasien und Südossetien im
August nach dem militärischen Konflikt mit Georgien als unabhängige
Staaten anerkannt. Diesem Beispiel war bislang nur Nicaragua
gefolgt. Das weißrussische Parlament soll Anfang April über die
Anerkennung Abchasiens und Südossetiens entscheiden.
06.02.2009 RIA Novosti
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| Stabilität und Demokratie
für den Südkaukasus |
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Bundestag debattiert Anträge der Koalition und
der Grünen
Der Südkaukasus
ist seit langem eine instabile Region. Besonders im Sommer 2008
flammte mit dem Krieg zwischen Georgien und Russland ein Konflikt
auf. Nun skizzieren Anträge von den Fraktionen CDU/CSU und SPD
sowie von Bündnis 90/Die Grünen eine mögliche Außenpolitik
Deutschlands. Der Deutsche Bundestag berät am Freitag, 6. März 2009,
darüber.
Der Südkaukasus gehört zu den instabilsten
Regionen der Welt. Seit langem schwelen dort zwischen den Völkern
Konflikte. Die Regionen Abchasien und Südossetien spalteten sich
Anfang der 1990er Jahre in Bürgerkriegen von Georgien ab.
Völkerrechtlich gehören sie aber weiterhin zu Georgien. Russland
unterstützt Abchasien und Südossetien. Im August 2008 marschierte
Georgien in Südossetien ein, Russland schlug daraufhin massiv
zurück.
Georgien, Aserbaidschan und
Armenien
Im Fokus der Debatte am Freitag stehen nicht nur
Georgien, sondern auch Aserbaidschan und Armenien. Die EU und damit
auch Deutschland ist in der Region schon länger
engagiert.
Zum einen nahm die EU 2004 mit Armenien,
Aserbaidschan und Georgien die Europäische Nachbarschaftspolitik
auf, die darauf abzielt, die Region enger an Europa zu binden. Zum
anderen gibt es Bemühungen derNATO und der
Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE),
die Region einzubinden und dadurch zu stabilisieren. Besonders
engagiert war die EU im Friedensprozess nach dem Krieg im Sommer
2008.
"In der Region aktiv bleiben"
CDU und SPD
wollen die Bundesregierung in ihrem Antrag (16/12102) auffordern, auch in der Phase nach
Beendigung des Konfliktes in der Region aktiv zu bleiben. Georgien
und die Region seien für Europa wichtig, weil sie die Verbindung zu
Zentral- und Südwestasien darstellen.
Auch in Fragen der Energiesicherheit spiele
die Region eine wesentliche Rolle, schließlich könnten durch das
Gebiet Pipelines verlaufen, die Europas Energieversorgung
absichern.
Entwurf einer deutschen
Kaukasuspolitik
In 20 Punkten skizzieren die
Koalitionsabgeordneten Ausmaß und Richtung einer zukünftigen
Südkaukasus-Politik Deutschlands. Unter anderem fordern sie, dass
sich Deutschland weiterhin eng mit den anderen europäischen Partnern
abstimmt und die Politik der EU, OSZE
und der Vereinten Nationen im Hinblick auf eine Stabilisierung des
Kaukasus unterstützt.
Außerdem soll Deutschland Georgien in den
Reformbemühungen auf seinem Weg in die NATO unterstützen.
Darüber hinaus soll verstärkt mit den USA, Russland und der Türkei
zusammen gearbeitet werden, um Frieden im Südkaukasus zu erreichen.
Ziel der Bemühungen müsse langfristig nicht nur Frieden und
Stabilität, sondern auch Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der
Region sein.
Grüne: Stellvertreterkonflikte zwischen Russland
und den USA
Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
(16/12110) ist passagenweise identisch zu dem der
Regierungskoalition. Allerdings lehnen Bündnis 90/Die Grünen eine
kurzfristige Aufnahme Georgiens in den Membership Action Plan (MAP) der NATO grundsätzlich
ab. Außerdem sehen sie die Konflikte in der Region als
Stellvertreterkonflikte der Großmächte USA und Russland.
In 18 Punkten fordern Bündnis 90/Die
Grünen detailliert eine Verbesserung der Menschrechts- und
Demokratiesituation im Südkaukasus; außerdem die Mitarbeit bei den
Friedensbemühungen internationaler Organisationen.
05.03.2009
Bundestag.de
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| Abchasiens Staatlichkeit - Gesprächsgegenstand
zwischen Medwedew und Bagapsch |
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Moskau, Der russische Präsident Dmitri
Medwedew hat sich am Mittwoch im Kreml mit dem abchasischen
Präsidenten Sergej Bagapsch getroffen, mit ihm das Werden der
Staatlichkeit in der Republik Abchasien besprochen und ihm zum
Geburtstag gratuliert.
„Ich möchte mit Ihnen darüber sprechen, wie es
um das Werden der Staatlichkeit in der Republik bestellt ist“, sagte
Medwedew zu Bagapsch zu Beginn des Arbeitstreffens.
Im August 2008 hat Russland nach den
militärischen Handlungen Georgiens in Südossetien die Unabhängigkeit
dieser Republik sowie Abchasiens anerkannt.
„Gegenwärtig wird die endgültige Entscheidung
über die Eröffnung der Botschaften sowohl in Moskau als auch in
Suchum vorbereitet“, sagte der russische Präsident.
Laut Medwedew entwickelt sich alles vom
Standpunkt der diplomatischen Arbeit normal.
„Es gibt ernsthaftere und inhaltsreichere Dinge,
die wir mit Ihnen besprechen werden“, fügte Medwedew
hinzu.
Er gratulierte Bagapsch zum 60. Geburtstag und
wünschte ihm Gesundheit und Frieden.
Der abchasische Präsident dankte Medwedew für
die Gratulation und teilte mit, dass in Abchasien die Arbeit in
allen Richtungen nach dem Terminplan verlaufe.
04.03.2009
RIA
Novosti
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| Abchasiens Präsident berät in Moskau über
Wirtschaftskooperation |
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Moskau, Der Präsident der Republik
Abchasien, Sergej Bagapsch, berät am Mittwoch in Moskau über
Wirtschaftskooperation.
Am Donnerstag wird Bagapsch, der heute seinen
60. Geburtstag feiert, mit dem russischen Außenamtschef Sergej
Lawrow zusammentreffen, wie der abchasische Außenminister Sergej
Schamba RIA Novosti mitteilte.
04.03.2009
RIA
Novosti
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| Südossetiens Präsident kritisiert
Waffenlieferungen zur Wiederaufrüstung Georgiens |
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Moskau, Georgien bemüht sich dem
südossetischen Präsidenten Eduard Kokoity zufolge intensiv um die
Wiederherstellung seines Militärpotentials nach dem Konflikt im
August.
„Der georgische Militarismus ist nicht
gebändigt, er rüstet sich wieder auf“, betonte Kokoity am Mittwoch
in einem Interview für die Tageszeitung „Rossijskaja
Gaseta“.
„Georgien hat seine Flotte vollständig
wiederhergestellt. Darüber hinaus hat sie acht Kampfschiffe
bekommen. Außerdem sind Lieferungen von französischen
Luftabwehrsystemen und Radaranlagen für mittlere Reichweiten
beschlossen und besiegelt. Außerdem hat Israel seine
Militärlieferungen wieder aufgenommen, obwohl es sich zuvor
verpflichtet hatte, keine Waffen mehr an Georgien zu
liefern.“
Nach seiner Ansicht sind die OSZE-Beobachter
nicht in der Lage, ein erneutes Aufflammen der Gewalt zu
verhindern.
„Wir haben kein Vertrauen zur OSZE“, sagt
Kokoity. „Bis jetzt haben wir von ihrer Seite keine klare
Erläuterung dafür bekommen, warum die Beobachter in der Nacht zum 8.
August unmittelbar vor dem Beginn des Kriegs und des Beschusses der
Stadt Zchinwal aus Mehrfachraketenwerfern ihre Stellungen in der
Region verlassen haben. Dieser Tage erklärte ein leitender
OSZE-Vertreter laut, sie halten sich in der Region, nur um eine
internationale Anerkennung von Südossetien und Abchasien zu
verhindern. Von welcher Unvoreingenommenheit, Neutralität und
Objektivität kann man da noch sprechen?“
Russland hatte Ende August 2008 die
Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens anerkannt. Daraufhin
brach Tiflis die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab und
erklärte die beiden Republiken für besetzte Gebiete.
Die westlichen Staaten, darunter die
Nato-Mitglieder, kritisierten Russland für dessen Vorgehen in
Südossetien und für dessen unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt.
Einige Monate später räumten jedoch einige europäische Politiker
ein, dass Georgien ebenfalls für die Zuspitzung der Lage in der
Region verantwortlich war.
04.03.2009
RIA
Novosti
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| Georgien zollt Kiew Tribut für Unterstützung im
Kaukasus-Krieg |
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Kiew, Der
georgische Außenminister Grigol Waschadse hat seinen ukrainischen
Amtskollegen Wladimir Ogrysko mit dem "Ehrenorden" für seine
Unterstützung von Tiflis während der August-Ereignisse in
Südossetien ausgezeichnet.
"Das Volk Georgiens wird jene aktive
Unterstützung und Aufmerksamkeit nie vergessen, die Wladimir Ogrysko
während des August-Krieges gegenüber unserem Land gezeigt hat",
zitierte die Nachrichtenagentur GHN Waschadse am Sonntag.
Russland hat mehr als einmal erklärt, dass die
Ukraine an Georgien Waffen geliefert hatte, die später während der
georgischen Aggression gegen Südossetien eingesetzt wurden. Kiew
erwiderte darauf, dass alle Waffenlieferungen den Völkerrechtsnormen
entsprochen hätten.
Laut dem Vorsitzenden der ukrainischen
Parlamentskommission für die Untersuchung der ukrainischen
Waffenlieferungen an Georgien, Valeri Konowaljuk, sind bei diesen
Lieferungen die ukrainischen Gesetze und das Völkerrecht verletzt
worden.
Nach Angaben des ukrainischen Parlamentariers
wurden die Waffen an Georgien während des Kaukasus-Krieges und auch
nach dem Krieg verkauft, dabei wurden keine Geldmittel aus dem Deal
an den Staatshaushalt überwiesen.
Die Kommission teilte auch mit, dass Präsident
Viktor Juschtschenko einen direkten Bezug zu den Waffenlieferungen
hätte.
Grigol Waschadse nahm vom 25. bis 28. Februar an
der 9. Außenminister-Tagung der GUAM-Länder (Georgien, Ukraine,
Aserbaidschan, Moldawien) in der Ukraine teil und traf sich während
des Besuchs mit dem Präsidenten der Ukraine Viktor Juschtschenko,
Parlamentschef Wladimir Litwin und Außenminister Wladimir
Ogrysko.
In der Nacht zum 8. August hatten georgische
Truppen Kampfhandlungen in der Republik Südossetien eingeleitet und
deren Hauptstadt Zchinwal unter schweren Beschuss genommen. Die
Stadt und viele andere Ortschaften wurden völlig zerstört. Dabei
kamen nach südossetischen Informationen über 1500 Zivilisten ums
Leben.
Tiflis plante auch eine massive Aggression gegen
Abchasien.
Um Russlands Bürger in Südossetien zu schützen
und die russischen Friedenssoldaten zu unterstützen, musste Russland
zusätzliche Truppen in die Republik schicken. Schiffe der russischen
Schwarzmeerflotte näherten sich der abchasischen Küste, um der
geplanten georgischen Aggression in Abchasien und neuen möglichen
Opfern unter den Zivilisten vorzubeugen.
Erst nach der Verstärkung der russischen
Friedenstruppe konnte Georgien zum Frieden gezwungen
werden.
Am 26. August erkannte Russland die Republiken
Abchasien und Südossetien als unabhängige Staaten an. Tiflis brach
danach die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab und erklärte
Abchasien und Südossetien für besetzte Gebiete.
02.03.2009
RIA
Novosti
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| Kaukasus-Konflikt: Abchasien glaubt nicht an
Objektivität der EU-Ermittler |
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Moskau, Abchasien glaubt nicht an die
Objektivität der EU-Mission, die die Ursachen des
Kaukasus-Konfliktes vom August ermitteln soll.
„Wir zweifeln an der Objektivität der Mission“,
teilte der abchasische Außenminister Sergej Schamba am Montag RIA
Novosti mit. Da hinter der Mission die USA und andere westliche
Staaten stünden, würde das Ergebnis der Ermittlung eben so
ausfallen, wie es diese Staaten wollen, mutmaßte er.
Eine EU-geführte internationale Mission hatte am
2. Dezember ihre Arbeit im Kaukasus aufgenommen. Sie soll die
Ursachen klären, die im vergangenen August zum
georgisch-südossetischen Krieg geführt haben. Das Mandat der Mission
ist bis 31. Juli 2009 befristet. Bis dahin soll sie für die EU, die
OSZE, die UNO sowie für Russland und Georgien einen entsprechenden
Bericht erstatten.
Am Montag kommt die Vorsitzende der Mission,
Heidi Tagliavini, nach Abchasien, um mit Politikern und
Nichtregierungsorganisationen zu sprechen.
Die abchasische Seite werde Tagliavini auf die
„westlichen Schutzpatrone“ Georgiens aufmerksam machen, sagte
Außenminister Schamba. „Wir wollen Klarheit darüber schaffen, wer
Georgien ausgerüstet und auf die Aggression vorbereitet hat und
deshalb eine Partei im Konflikt war.“
„Die Partner Georgiens, die USA und die EU, die
dieses Land bewaffnet haben, müssen die Mitverantwortung tragen“,
betonte Schamba.
Im vergangenen August hatte Georgien bewaffnete
Kräfte nach Südossetien geschickt, um diese zurückzuerobern. Der
Angriff, bei dem die südossetische Hauptstadt Zchinwal weitgehend
zerstört wurde, kostete Hunderte Zivilisten das Leben. Zehntausende
Südosseten mussten nach Russland fliehen.
Daraufhin entsandte Russland, das viele Jahre
Garant der Waffenruhe im Konfliktgebiet war, seine Truppen, um die
georgische Armee aus der Region zu drängen. Parallel schickte
Abchasien seine Armee in das Kodor-Tal, um die georgischen Truppen
zu verdrängen, die Georgien 2006 trotz geltender internationaler
Verträge dorthin verlegt hatte.
Nach dem Fünf-Tage-Konflikt erkannte Russland
Südossetien und Abchasien offiziell an. Westliche Staaten warfen
Russland unverhältnismäßige Gewaltanwendung während des Konfliktes
vor.
02.03.2009
RIA
Novosti
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| EU-Mission in Georgien: Zeit für eine
Entscheidung |
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EU und UN müssten eine
Entscheidung bezüglich der europäischen Beobachtermission treffen,
die die Grenzen Abchasiens und Südossetiens überwachen, erklärte ein
führender Europaabgeordneter im Gespräch mit
EurActiv.
Nach der Rückkehr von seinem Besuch in Georgien
am Freitag (27. Februar 2009) sagte Richard Howitt,
Europaabgeordneter und Sprecher der Labour-Partei für Auswärtige
Angelegenheiten und Erweiterung im Europäischen Parlament, dass jede
Entscheidung über das Mandat der EU-Mission mit der UN abgestimmt
werden müsse.
Der Besuch kam eine Woche nachdem der russische
Militärexperte Pavel Felgenhauer mit den Worten, man werde zu Ende
bringen, was man begonnen habe, erneute Militärschläge gegen
Georgien angekündigt hatte.
Nach dem Treffen mit den höchsten georgischen
Regierungsvertretern, sagte Howitt, dass Tiflis Druck auf die EU
ausübe, mehr in der Angelegenheit von Abchasien und Südossetien zu
tun.
Es gäbe keinen Zweifel, dass die Georgier eine
verlängerte und umfassendere EU-Mission wollten, sagte Howitt.
Einige Georgier hätten ihm gesagt, sie sähen es am liebsten, wenn
die EU mit bewaffneten Truppen in Abchasien und Südossetien einmarschieren und sie zurückerobern würde. Dass dies
nie geschehen würde, sei ihnen aber auch klar.
Der Abgeordnete erklärte, dass das Mandat für
die Überwachungsmission der EU (EUMM) im September ende und fügte
hinzu, dass das Ziel seiner Reise gewesen sei, herauszufinden, ob
eine Verlängerung der Mission zu empfehlen sei.
Es gebe ein Argument zu Gunsten der Verlängerung
der EU-Mission, argumentierte Howitt, und zwar hielten die
EU-Beobachter alle Parteien von erneuten Aggressionen ab, da sie
objektiv über neue Gewaltausbrüche berichteten.
Sein Rat an das georgische Volk sei, die Zukunft
der Polizeimission nicht zum entscheidenden Faktor in der Beziehung
zur EU zu machen und so unbeabsichtigt ein falsches Signal nach/an
Russland zu schicken, sagte Howitt.
Die Georgier sollten die Wichtigkeit der fast
fünf Milliarden Dollar umfassenden Finanzhilfe der EU und der
internationalen Gemeinschaft, sowie die neuen diplomatischen
Beziehungen zwischen der EU und ihren östlichen Nachbarn begreifen.
Diese seien wesentlich entscheidender für den Frieden in der Region,
als eine einzelne Beobachtungsmission, erklärte Howitt.
Der Europaabgeordnete betonte, das eine
UN-Mission, im Gegensatz zu einer EU-Mission, auch innerhalb
Abchasiens patrouillieren dürfe und rief zu einer pragmatischen
Lösung auf.
Vielleicht sei es weniger wichtig, wer die
Aufgabe erledigt, solange sie überhaupt erledigt würde, überlegte
Howitt laut. Wenn eine UN-Mission den Frieden in Georgien
garantieren könnte, brauche die EU dies nicht mehr zu tun, fuhr er
fort und deutete an, dass die EU sich entschließen könne, ihre
Mission tatsächlich zu beenden.
Sollte Moskau bei den Verhandlungen um
eine UN-Mission für Georgien allerdings von seinem Veto-Recht
gebraucht machen, so müsse die EU ihr Mandat verlängern. Dies ist
möglich, da die EU ihre Entscheidung im September treffen werde, die
UN aber bereits im Juni beratschlage.
02.03.2009
EurActiv.com
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