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ABCHASIEN
- wie kommt man dahin?
Wie kommt man nach Abchasien ?
- Wegskizze nach Abchasien
Es gibt viele Wege nach Rom und nach Athen braucht
man keine Eulen tragen, doch wie kommt man nach
Abchasien ?
Das Land selbst liegt am Schwarzen Meer, eingeschlossen
durch den Kaukasus, zwischen Russland und Georgien.
So einfach ist die Erklärung - doch - womit?
Hierbei gibt es wieder mehrere Möglichkeiten.
Mit der alten Eisenbahn kann man von unserem Ausgangspunkt
Frankfurt am Main über Berlin, Warschau (Polen),
Brest, Minsk (Weißrussland), Smolensk, Moskau,
(umsteigen), Rostov am Don nach Sotchi (Russland),
wenn die Bahn weiterfährt direkt nach Suchum,
oder, ab Sotchi mit dem Taxi an die Grenze nach
Abchasien und von dort aus mit Taxi, Mikro-Bus,
Bus oder Bahn nach Suchum. Gesamtdauer dieser
Ochsentour ca. 40 Stunden, wenn man überall Anschluss
hat.
Mit dem Auto gibt es mehr Möglichkeiten. Von
Frankfurt am Main kann man fahren nach Görlitz
oder Frankfurt Oder, ein Stück Polen, quer durch
die Ukraine fast bis zur Insel Krim und dann östlich
nach Sotchi, ungefähr 4000 Kilometer, ca. 5 Tage.
Oder von Frankfurt am Main nach Frankfurt Oder,
Warschau, Brest, Minsk, Smolensk, Rostov am Don
nach Sotchi, ca. 6 Tage, ca. 5000 Kilometer. Oder
man fährt die mittlere Route von Frankfurt am
Main nach Passau, Wien, Budapest, Rumänien, über
Moldawien in die Ukraine bis nach Sotchi, ungefähr
5000 Kilometer, ca. 6 Tage. Oder von Frankfurt
am Main, Salzburg - Brenner (Österreich) nach
Bari (Italien), mit dem Schiff über das Mittelmeer
nach Griechenland, Istanbul nach Trapsen (Türkei)
nach Batumi (Georgien) und dann bis zur Grenze
nach Abchasien (hierbei kann man auch den Autoput
durch das ehemalige Jugoslawien nehmen, ist aber
zur Zeit unberechenbar).
Oder es gibt - oder wäre möglich von Frankfurt
am Main per Schiff den Main, den Rhein - Main
- Donaukanal, die Donau in das Schwarze Meer bis
nach Suchum, ungefähr ca. 12 Tage (Diese Strecke
ist zur Zeit nur teilweise befahrbar).
Oder von Frankfurt am Main per Flugzeug nach
Moskau, umsteigen und dann nach Sotchi mit Aufenthalt
in Moskau, ca. 14 Stunden. Oder von Frankfurt
am Main nach Tiflis (Georgien) und von dort per
Bus - Taxi an die Grenze, Flug und Fahrt ca. 18
Stunden.
Oder von Frankfurt am Main per Flugzeug nach
Istanbul nach Trabson, hier mit dem Schiff nach
Suchum oder per Auto - Bus über Batumi durch Georgien.
Oder man hat Glück und man kann in der Sommerzeit
direkt von einem deutschen Flughafen nach Sotchi
fliegen und wenn es klappt ab September 2003 direkt
nach Suchum.
Die jeweiligen Kosten liegen ab 500 Euro nach
oben hin offen. Visa benötigt man mit einem deutschen
Pass für Weißrussland, Russland, Georgien, Ukraine,
Rumänien und Moldawien. Es empfiehlt sich hierbei
ein mehrfach Transit Visa, wenn man wieder zurück
möchte.
Falls man mit dem Auto fahren sollte, kommen
noch einige Wegezölle oder das Wochenendgeld für
die Polizisten hinzu. Weiterhin ist es angebracht
mit einer Person zu reisen die sehr Sprachbegabt
ist.
Probleme gibt es auch beim Autofahren mit dem
Nachschub mit Benzin und Diesel, sowie mit der
Qualität des Antriebstoffes.
Desto östlicher man kommt, desto weniger Schlafmöglichkeiten
sind vorhanden, zur Not an einer Polizeistreife
(Kontrollstelle) anhalten, (alle 25 bis 50 Kilometer)
und hier vor Ort nach einem kurzen Gespräch und
einer Flasche Wodka, zu übernachten.
In Rumänien kostet das Auto zusätzlich Geld für
die Desinfektion und eine sogenannte Luftsteuer
wird erhoben. Weiterhin kostet auf der Russischen
Seite das Überqueren des Kaukasus noch einmal
eine Autoluftsteuer, wie unsere ASU. Hinzu kommen
noch jeweils die Maut, Autostraßengebühren usw.
Hat man es irgendwie einmal geschafft und steht
man dann vor der Grenze in Richtung Abchasien,
hat man Glück, und der Ärger beginnt.
Nichts gegen Zollbeamte oder Leute vom KGB und
Sicherheitstruppen und, und, und,.... Falls einer
von denen es nicht möchte, das du trotz russischen
Transitvisa, georgischen- und abchasischen Visa
nicht durchgehen kannst und darfst, dann hat man
einen schlechten Tag erwischt.
Problema, problema, welche problema, Schulterzucken
- problema papiera, Moskau ist weit und hier ist
jeder arm und hat mindestens zehn Kinder zu ernähren.
Ende 2002 kostete das Durchgangsvisa zwischen
250 und 800 Dollar pro Person.
Oder man läuft etwas Abseits mit einem Führer
ca. zwei Kilometer über das sumpfige Land, durchquert
einen Graben, wartet ab bis der Soldat in eine
andere Richtung läuft und klettert dann über 2,50
Meter hohen Stacheldrahtzaun, springt in einen
Rolldrahtzaun und watet dann bei eisiger Temperatur
durch den Gebirgsfluss Psou.
Es gibt auch Tage, da läuft man fast ohne Probleme
über die Grenze - oder gute Freunde holen einen
ab und fahren einfach ohne Kontrolle mit dem Auto
darüber. Auch von Georgien nach Abchasien muss
gut überlegt werden. Ohne Freunde , Bekannte und
gute Beziehungen, läuft nichts.
Offiziell darf man nicht, die Friedenstruppen
interessiert es nicht, die UNOMIG hat ein wachsames
Auge darauf und die Geheimdienste beider Seiten
wollen auch einmal ein schönes Wochenende machen.
Also es ist ganz einfach in das Land seiner Träume
zu fahren . Die Anfahrtswege kann man nicht als
Urlaub bezeichnen, es ist ein Überlebenstraining
für Verrückte und gleichzeitig ein Abenteuerurlaub,
wo, und wann man nicht weis, was einem bei der
nächsten Ecke erwartet und mit wie viel Geld man
diese Erwartung bezahlen darf .
Denn jeder Tag ist ein neuer und Moskau und
Tiflis ist weit.
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