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1. Vorsitzender Eugen W. Krammig, Am Maintor 8, 63456 Hanau - Steinheim am Main
Tel: 0171 / 62 10 121 Fax: 06181 / 650573

ABCHASIEN - wie kommt man dahin?

Wie kommt man nach Abchasien ?

- Wegskizze nach Abchasien

Es gibt viele Wege nach Rom und nach Athen braucht man keine Eulen tragen, doch wie kommt man nach Abchasien ?

Das Land selbst liegt am Schwarzen Meer, eingeschlossen durch den Kaukasus, zwischen Russland und Georgien. So einfach ist die Erklärung - doch - womit?

Hierbei gibt es wieder mehrere Möglichkeiten. Mit der alten Eisenbahn kann man von unserem Ausgangspunkt Frankfurt am Main über Berlin, Warschau (Polen), Brest, Minsk (Weißrussland), Smolensk, Moskau, (umsteigen), Rostov am Don nach Sotchi (Russland), wenn die Bahn weiterfährt direkt nach Suchum, oder, ab Sotchi mit dem Taxi an die Grenze nach Abchasien und von dort aus mit Taxi, Mikro-Bus, Bus oder Bahn nach Suchum. Gesamtdauer dieser Ochsentour ca. 40 Stunden, wenn man überall Anschluss hat.

Mit dem Auto gibt es mehr Möglichkeiten. Von Frankfurt am Main kann man fahren nach Görlitz oder Frankfurt Oder, ein Stück Polen, quer durch die Ukraine fast bis zur Insel Krim und dann östlich nach Sotchi, ungefähr 4000 Kilometer, ca. 5 Tage. Oder von Frankfurt am Main nach Frankfurt Oder, Warschau, Brest, Minsk, Smolensk, Rostov am Don nach Sotchi, ca. 6 Tage, ca. 5000 Kilometer. Oder man fährt die mittlere Route von Frankfurt am Main nach Passau, Wien, Budapest, Rumänien, über Moldawien in die Ukraine bis nach Sotchi, ungefähr 5000 Kilometer, ca. 6 Tage. Oder von Frankfurt am Main, Salzburg - Brenner (Österreich) nach Bari (Italien), mit dem Schiff über das Mittelmeer nach Griechenland, Istanbul nach Trapsen (Türkei) nach Batumi (Georgien) und dann bis zur Grenze nach Abchasien (hierbei kann man auch den Autoput durch das ehemalige Jugoslawien nehmen, ist aber zur Zeit unberechenbar).

Oder es gibt - oder wäre möglich von Frankfurt am Main per Schiff den Main, den Rhein - Main - Donaukanal, die Donau in das Schwarze Meer bis nach Suchum, ungefähr ca. 12 Tage (Diese Strecke ist zur Zeit nur teilweise befahrbar).

Oder von Frankfurt am Main per Flugzeug nach Moskau, umsteigen und dann nach Sotchi mit Aufenthalt in Moskau, ca. 14 Stunden. Oder von Frankfurt am Main nach Tiflis (Georgien) und von dort per Bus - Taxi an die Grenze, Flug und Fahrt ca. 18 Stunden.

Oder von Frankfurt am Main per Flugzeug nach Istanbul nach Trabson, hier mit dem Schiff nach Suchum oder per Auto - Bus über Batumi durch Georgien.

Oder man hat Glück und man kann in der Sommerzeit direkt von einem deutschen Flughafen nach Sotchi fliegen und wenn es klappt ab September 2003 direkt nach Suchum.

Die jeweiligen Kosten liegen ab 500 Euro nach oben hin offen. Visa benötigt man mit einem deutschen Pass für Weißrussland, Russland, Georgien, Ukraine, Rumänien und Moldawien. Es empfiehlt sich hierbei ein mehrfach Transit Visa, wenn man wieder zurück möchte.

Falls man mit dem Auto fahren sollte, kommen noch einige Wegezölle oder das Wochenendgeld für die Polizisten hinzu. Weiterhin ist es angebracht mit einer Person zu reisen die sehr Sprachbegabt ist.

Probleme gibt es auch beim Autofahren mit dem Nachschub mit Benzin und Diesel, sowie mit der Qualität des Antriebstoffes.

Desto östlicher man kommt, desto weniger Schlafmöglichkeiten sind vorhanden, zur Not an einer Polizeistreife (Kontrollstelle) anhalten, (alle 25 bis 50 Kilometer) und hier vor Ort nach einem kurzen Gespräch und einer Flasche Wodka, zu übernachten.

In Rumänien kostet das Auto zusätzlich Geld für die Desinfektion und eine sogenannte Luftsteuer wird erhoben. Weiterhin kostet auf der Russischen Seite das Überqueren des Kaukasus noch einmal eine Autoluftsteuer, wie unsere ASU. Hinzu kommen noch jeweils die Maut, Autostraßengebühren usw.

Hat man es irgendwie einmal geschafft und steht man dann vor der Grenze in Richtung Abchasien, hat man Glück, und der Ärger beginnt.

Nichts gegen Zollbeamte oder Leute vom KGB und Sicherheitstruppen und, und, und,.... Falls einer von denen es nicht möchte, das du trotz russischen Transitvisa, georgischen- und abchasischen Visa nicht durchgehen kannst und darfst, dann hat man einen schlechten Tag erwischt.

Problema, problema, welche problema, Schulterzucken - problema papiera, Moskau ist weit und hier ist jeder arm und hat mindestens zehn Kinder zu ernähren. Ende 2002 kostete das Durchgangsvisa zwischen 250 und 800 Dollar pro Person.

Oder man läuft etwas Abseits mit einem Führer ca. zwei Kilometer über das sumpfige Land, durchquert einen Graben, wartet ab bis der Soldat in eine andere Richtung läuft und klettert dann über 2,50 Meter hohen Stacheldrahtzaun, springt in einen Rolldrahtzaun und watet dann bei eisiger Temperatur durch den Gebirgsfluss Psou.

Es gibt auch Tage, da läuft man fast ohne Probleme über die Grenze - oder gute Freunde holen einen ab und fahren einfach ohne Kontrolle mit dem Auto darüber. Auch von Georgien nach Abchasien muss gut überlegt werden. Ohne Freunde , Bekannte und gute Beziehungen, läuft nichts.

Offiziell darf man nicht, die Friedenstruppen interessiert es nicht, die UNOMIG hat ein wachsames Auge darauf und die Geheimdienste beider Seiten wollen auch einmal ein schönes Wochenende machen.

Also es ist ganz einfach in das Land seiner Träume zu fahren . Die Anfahrtswege kann man nicht als Urlaub bezeichnen, es ist ein Überlebenstraining für Verrückte und gleichzeitig ein Abenteuerurlaub, wo, und wann man nicht weis, was einem bei der nächsten Ecke erwartet und mit wie viel Geld man diese Erwartung bezahlen darf .

Denn jeder Tag ist ein neuer und Moskau und Tiflis ist weit.

 

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