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1. Vorsitzender Eugen W. Krammig, Am Maintor 8, 63456 Hanau - Steinheim am Main
Tel: 0171 / 62 10 121 Fax: 06181 / 650573

Abchasien

Hauptstadt Suchum der Republik Abchasien

Abchasien heißt auf georgisch "Land der Seele" . In der Nordwestecke Georgiens, an der Küste des Schwarzen Meeres gelegen, bedeckt Abchasien eine Fläche von 8.700 qkm. Das Meer, die von einer üppigen Vegetation bedeckten Hügel, die hohen Gipfel des Kaukasus und seine Ausläufer, die Täler mit ihren wilden Bächen und dichten Wäldern - das alles gibt Abchasien einen besonderen Reiz. Es gibt hier viele subtropische Pflanzen: Palmen, Kakteen, Kryptomerien, Oleander, Magnolien...
In Abchasien pflanzt man hauptsächlich Tee (die Felder nehmen mehr als 15.000 ha ein), Zitrusfrüchte, Geranien, Lorbeerbäume, Oliven; auch Eukalyptus, Bambus, Buchsbaum und Palisander wachsen hier. Gartenbau, Seidenraupen- und Bienenzucht sind stark entwickelt. Der Tabak ist eine der wichtigsten Pflanzen der Republik. Die blonden Tabaksorten sind als besonders gut bekannt. Seit 1920 hat man eine große Anzahl von Tee-, Tabak-, eine Konserven-, Parfümfabriken und andere Betriebe geschaffen,- ein thermoelektrisches Werk und das Wärmekraftwerk von Tkwartschelli.
Suchum oder Suchumi, einst Suchem Kale, ist die Hauptstadt der Republik Abchasien. Es ist ein Luftkurort und ein Hafen an der Bucht gleichen Namens. Das Klima ist subtropisch, feucht. Die Winter sind mild und Frost ist selten - mittlere Jahrestemperatur liegt bei 14 Grad C.
Suchum ist mit dem Zug, Flugzeug, Schiff oder Auto zu erreichen. Mit dem Flugzeug landet man in Adler- Sotschi oder Batumi. Auf der Straße kommt man Batumi oder Tiflis (Georgien) durch das Dorf Dranda, mit einem alten, sehr eigenartigen Tempel aus dem VI. - VIII. Jahrhundert. Er wurde von den Türken zerstört, aber - leider ohne die herrlichen Fresken - restauriert.
Am Kelassuri Fluß beginnen die Ruinen der großen abchasischen Mauer, unter der Herrschaft von Egrissi (IV. Jahrhundert) errichtet und 160 km lang. Die Gegend war schon in sehr alten Zeiten besiedelt. Mehrere Jahrhunderte vor Christus hatte sich hier eine griechische Kolonie gebildet. Milet Dloskurien, die einen der wichtigsten Handelshäfen am Schwarzen Meer gründete. An derselben Stelle befand sich im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung das romanische Fort von Sewastopol (Suchum). Im XI. bis XIII. Jahrhundert wird Suchum eine bedeutende Hafen- und Handelsstadt. Viele Monumente aus dieser Zeit sind noch zu sehen: die Ruinen einer Festung und eines Schlosses etwa 6 km außerhalb der Stadt, in einer Schlucht des Bestletki; eine alte Brücke in Form eines Jochs, ein Beispiel für die Bautechnik des X. bis XII. Jahrhunderts. Nicht weit von der Brücke die Überreste eines alten Tempels.

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