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Er hat die Staatliche Universität in Tiflis und
anschliessend Doktorantur im Institut für Geschichte
der Georgischen Akademie der Wissenschaften absolviert.
1958 hat er mit der Arbeit im Dmitrij Gulia-Institut
für Sprache, Literatur und Geschichte in Suchum
angefangen und bis zu den letzten Tagen seines
Lebens mit kurzen Unterbrechungen hier gearbeitet.
Georgij Amitschba ist Verfasser von mehr als 100
Werken.
Darunter sind 70 wissenschaftliche Werke, 10 Monographien und Sammelbände.
Seine Bücher haben in der wissenschaftlichen
Welt des Kaukasus sowie im Ausland Anerkennung
gefunden.
Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Forschungen ist frühe mittelalterliche
Geschichte des abchasischen Volkes. Die hauptsächlichen
Probleme dieser Epoche werden in seinen Büchern
„Die politische Situation im frühmittelalterlichen
Abchasien (VI.-X. Jh.)“, „Kultur und Ideologie
des frühmittelalterlichen Abchasiens im VI.-X.
Jh.“ u.a. detailliert erläutert. Es war ihm leider
nicht bestimmt, sein letztes neu erschienenes
Werk „Abchasien in der Epoche des frühen Mittelalters“
zu sehen und sich darüber zu freuen. Und die Präsentation
dieses wertvollsten Eintrags in die abchasische
Wissenschaft wird leider ohne Teilnahme des Autoren
durchgeführt werden.
Georgij Amitschba ist Verfasser interessanter Werke auf dem Gebiet
der abchasischen Ethnologie, die auf seiner Muttersprache
veröffentlicht worden sind: „Die Reitkunst der
Abchasen“, „Sammlung der Artikel für die Geschichte
und Ethnologie Abchasiens“. 1993 ist in Istanbul
sein Buch „Abchasen und Lasen“ in der türkischen
Sprache veröffentlicht worden.
Der Wissenschaftler hat mit grosser Aufmerksamkeit und Sorgfalt
georgische, römische, byzantinische, armenische
schriftliche Quellen über Abchasien und Abchasen
erforscht. Das Ergebnis seiner langjährigen,
mühevollen, vielseitigen Arbeit ist die Ausgabe
der Sammlungen „Mitteilungen der mittelalterlichen
georgischen schriftlichen Quellen über Abchasien“
und „Abchasien und Abchasen in den mittelalterlichen
georgischen narrativen Quellen“ in russischer
Sprache. G.A.Amitschba ist Mitverfasser der Bücher
„Abchasen“ und „Abchasisches biographisches Wörterbuch“,
die Abchasisches Forschungsinstitut zur Zeit
zur Veröffentlichung vorbereitet.
Georgij Amitschba ist auch als hervorragender Übersetzer bekannt.
In seineen abchasischen Übersetzungen sind Werke
vom ungarischen Historiker L.Tardi, amerikanischen
Ethnologin S.Benet über Abchasien herausgegeben
worden.
Über 40 Jahre hat er aktiv an der Ausbildung des nationalen wissenschaftlichen
Nachwuchses teilgenommen. G.Amitschba hat als
Dekan der historisch-philologischen Fakultät des
Suchumer Pädagogischen Instituts (später Abchasische
Staatliche Universität), Leiter des Lehrstuhls
für Geschichte, Archäologie und Ethnologie Abchasiens
sowie Dekan der Fakultät für die ausländischen
Studenten dieser Hochschule gearbeitet.
Er hat jahrelang Vorlesungszyklen über die Geschichte
der Antike und des Mittelalters Abchasiens sowie
der Quellenkunde und Historiographie gehalten,
junge abchasische Wissenschaftler und Doktoranten
betreut.
Bescheidenheit, Prinzipientreue, Warmherzigkeit, Ausgeglichenheit,
die Bestrebung, immer reines Gewissen zu
haben, die Fähigkeit, sich über die Erfolge des
Nächsten zu freuen, die Bereitschaft, Mitgefühl
zu haben und in der Not zu helfen - diese Eigenschaften
waren in ihm tief verwurzelt und verschafften
ihm viel Anerkennung und grosse Beliebtheit. Als
hervorragender Gelehrter, hingebungsvoller Patriot
hat Georgij Alexandrowitsch mit seinen wissenschaftlichen
Forschungen einen wesentlichen Beitrag zur Verteidigung
der Freiheit und Unabhängigkeit Abchasiens und
seines Volkes geleistet.
Der Name von Georgij Alexandrowitsch Amitschba, des bekannten Gelehrten
und Pädagogen, des bemerkenswerten Patrioten,
des guten Freundes wird für die lange Zeit im
Gedächtnis aller, die ihn kannten, bleiben.
Abchasische Staatliche Universität,
Abchasisches Dmitrij Gulia-Institut für Geisteswissenschaftliche
Forschungen,
Akademie der Wissenschaften der
Republik Abchasien
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