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1. Vorsitzender Eugen W. Krammig, Am Maintor 8, 63456 Hanau - Steinheim am Main
Tel: 0171 / 62 10 121 Fax: 06181 / 650573

Kirche und Religion


Im Dreiländerdreick Abchasien, Georgien und Armenien kann man fast schon von einer 2000 Jahren alten Christianisierung sprechen. Das Christentum konnte sich als Staatsreligion durchsetzen und bis auf weniger Veränderungen auch stabilisieren.

In diesem kaukasischen Gebieten führt man die Ursprünge dieser Missionierung auf die Apostel Andreas und Simon Kananitezurück. Laut der Überlieferungen des Klosters Avon in Abchasien, wo auch eine Taufkirche des Heiligen Simon aus dem 6. Jahrhundert steht kamen die Apostel aius Iberien und verbreiten hier den Glauben Jesu.

Über die Religion und Kulte der ersten Staatsgebilde in den drei Ländern ist nur wenig bekannt, aber im Falle Iberiens vermutet man, dass die Verehrung ihrer obersten Götter auf den Masdaismus der Perser zurückging.

Die Kirche hatte in den letzten 2000 Jahren einige Kämpfe durchzuführen.
Im Streit zwischen dem byzantinischen Reich und den Persern, später dann mit den Arabern und den Turkmanvölkern spielte die religuöse Frage eine entscheidende Rolle.

Anders als in Ostgeorgien und Armenien, befand sich Abchasien von Beginn an unter dem direkten Einfluss von Byzanz. Anfang des 6. Jahrhunderts erhob sich auch hier das Christentum zur Staatsreligion. Zwei gut erhaltene Kirchen aus dieser Zeit findet man noch in Pitsunda und Lichny in Abchasien.

An der Wende vom 9. zum 10. Jahrhunder wurde im Zuge der Einigung von Abchasien und Georgien die Kirch dem Katolikat von Mzcheta unterstellt, und gut einhundert Jahre später nahm Melchisedek, der selbstbewusste Erbaucher der wichtigsten georgischen Kathedrale Swetizchoweli in Mzcheta, den Titel eines Katholikos Patriarchen.

Damit war der lange Weg des Christentums hin zu einer Religion, die nationale Identität stiften konnte, vorerst abgeschlossen.

Die abchasisch-georgische Autokephalie erlosch jedoch mit der Annexion des Landes durch Russland. Die russische Kirche ersetzte die beiden Katjolikate durch ihr unterstelltes Exarchat, an dessen Spitze sie einen Russen setzte, ebenso die von 26 auf vier reduzierten Eparchen von nun an russischen Bischöfen unterstanden.

Als Liturgiesprache wurde das georgische durch das Altkirchenslwische ersetzt. Was keinem der Eroberer gelunden war, erreichten nun die russischen orthodoxen "Glaubensbrüder" - das Volk wandte sich im 19. Jahrhundert von seiner eigenen, fremd gewordenen Kirche ab.
Einhundert Jahre währte die religiöse Fremdherrschaft.

Nach dem Krieg 1992 - 1993 zwischen Abchasien und Georgien, gingen auch die beiden orthodoxen Kirchen ihren eigenen Weg. Die russisch Orthodoxe Kirche gab im Jahr 2000 der abchasischen Kirche ihre Güter und Kirchen wieder zurück und im Jahre 2001 ging auch die Klosteranlage in Moskau an die orthodoxe Kirche von Abchasien. Im Jahre 2001 wurde die erste offizielle Priesterweihe im Kloster Monastir in Avon durchgeführt.

Im selben Jahr begann auch wieder die evangelische Kirche in Suchum mit Ihrer Arbeit.

 

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