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RUBRIK
KULTURELLES
Das Land Abchasien ist voll mit Traditionen,
man muss sich manchmal fragen, was gehört nicht
zur Tradition.
In der langen Sowjetzeit war man zwar gezwungen
die Traditionen herunterzufahren, doch sie wurden
beibehalten, manche auch aus Russland mit übernommen,
sie aber abchasisch traditionell verfeinert.
Man durfte und wollte nicht auffallen. Bemerkenswert
ist, das erst durch die Russen der Wodka nach
Abchasien kam. Man trank Wein bei den Festen und
Feiern und den Selbstgebrannten Obstler je nach
Gebiet und Region.
Da Abchasien ein Kulturland ist und hauptsächlich
von der Landwirtschaft lebt, hat sich in den Dörfern
kaum etwas in der 2.000 jährigen Geschichte verändert.
Zu sagen haben in den Dörfern nur die Alten und
Weisen, sie bestimmen die Geschicke im Ältestenrat
und in der Familie.
Hochzeitstraditionen wurden nie geändert, man
heiratete nur in gewisse Clans hinein, auch der
Ablauf des Festes wird seit Jahrhunderte beigehalten.
Traditionen wohin man schaut. Besonders klar zu
erkennen ist dies im Tanz und beim Gesang. Überlieferte
Lieder werden gesungen, man kennt zum Teil zwar
nicht mehr die Texte doch die Überlieferung. Kostüme
werden bei den Aufführungen getragen, die darauf
schließen lassen, das hierbei eine Vergangenheit
voraus ging. Man muss oder sollte die Seele des
Landes erkennen, die Geschichte studieren.
Doch die Unterdrückung aus Moskau hat die Sprache
fast aus dem Gedächtnis der Menschen gedrängt.
Man ist bemüht, die alte Kultur zu erforschen.
Dichter und Denker wieder aus ihrem Schlaf zu
erlösen, die seit Jahrzehnten aus der Kultur des
Landes nicht mehr erscheinen durften. Der Weg
der Traditionen ist lang, im geheimen wurde sie
in Abchasien gelebt, vieles hat sich vermischt,
doch zur Zeit ist man auf den richtigen Weg, die
Traditionen des eigenen Volkes dem Volke wieder
zurückzugeben.
Kein leichter Weg, da im Krieg fast alle Unterlagen
1992-1993 verbrannt sind oder als Kulturgut abtransportiert
wurden. Man muss neu aufbauen auf den alten Traditionen
und so finden die einzelnen kulturellen und sportlichen
Traditionen viele neue Anhänger, weil diese im
Bauch entstehen.
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