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1. Vorsitzender Eugen W. Krammig, Am Maintor 8, 63456 Hanau - Steinheim am Main
Tel: 0171 / 62 10 121 Fax: 06181 / 650573

FLÜCHTLING

Noch eine grausame Wirklichkeit des Krieges, eine Tragödie, die der Krieg mit sich bringt: Flüchtlinge. Die Menschen sind Opfer eines blinden Hasses, sind Opfer von Verbrechen. Sie werden gewaltsam aus ihren Häusern vertrieben, müssen ihr Vaterland verlassen. Das Problem der Flüchtlinge tauchte schon in den ersten Kriegstagen auf. Aber das "Weltgewissen" bemerkte es nicht, genauso wie der Krieg nicht bemerkt wurde. Briefe, Hilferufe verhallten, man übte mit den Aggressoren aus Tiblis Nachsicht.

Am 14. August 1992 veränderte sich das normale Leben innerhalb einer Stunde. Zehntausende von Menschen entschieden sich für eine Flucht, um sich zu retten, um zu überleben. Viele Abchasier flüchteten. Sie wollten ihre Ehre und auch ihr Leben behalten, sie wußten, daß sie unter einem Besatzungsregime und unter der Willkür fremder Truppen nicht leben konnten. Sie gingen weg, um so gegen die fremde, grausame Herrschaft zu protestieren. Sie gingen weg, sie flüchteten in dem Glauben, irgendwann einmal in ihre Häuser zurückkehren zu können, in eine verwüstete Stadt. Nur wann dies sein werde, das wußten sie nicht. Sie wußten nicht, wann die Gerechtigkeit triumphieren würde.

Die Aggressoren überraschten die Menschen. Daher war die Flucht auch spontan und nicht organisiert. Der Flüchtlingsstrom ergoß sich über Gurnista. Die Menschen flüchten mit Autos, sie gingen zu Fuß, hatten nur ihre notwendigsten Dinge bei sich. Der Blockadering wurde immer enger. Die Brücke über Gumista war nicht passierbar wegen der dauernden F, euergefechte. Es gab nur eine Rettung: in die Berge. Die Menschen, manchmal allein, manchmal in Gruppen, flüchteten in der Nacht> auf Fußpfaden, auf kleinen Wegen. Sie gingen ins "Leere" in der Hoffhung, davon zu kommen. Doch die Gefahr war groß, auf fremde Truppen zu stoßen.

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