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AKTUELLES
Hanau (häs).
Bereits zum fünften Mal war der
Bischof der evangelisch lutherischen Kirche Prof.
Dr. Gert Hummel aus Tiflis zu Gast im Gemeindezentrum
in der Helmholtzstraße in Hanau/Kesselstadt, wo
ihn Pfarrer Konrad Well aufs herzlichste begrüßen
konnte. Die Gemeinde von Pfarrer Well unterstützt
die Arbeit von Gert Hummel nunmehr seit vier Jahren
in ihrem "Tiflis-Projekt".

Prof. Dr. Hummel lässt es sich
auch nicht nehmen, die Gemeinde von Zeit zu Zeit
zu besuchen und mit immer wieder neuen Diavorträgen
von seiner Arbeit im Kaukasus zu berichten. Da
bei dem Vortrag am vergangenen Mittwoch sehr viele
neue Besucher anwesend waren, erzählte Bischof
Hummel erst einmal aus der Geschichte, warum so
viele Deutsche in den Kaukasus, insbesondere nach
Georgien kamen und dort Kolonien gegründet haben.
Wie im 2.Weltkrieg die Deportation
begann und wie die übrigen deutschstämmigen dann
nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nach Georgien
zurück kehrten und dann auch wieder sich zu christlichen
Kreisen versammelten. In seinem Dia Vortrag zeigte
Hummel viele Fotos von seinen Projekten, die er
in Georgien und Abchasien betreut. Viele Kirchen
hat er in den Regionen wieder aufgebaut und Diakoniestationen
eingerichtet. In der Diakonie in der Gemeinde
in Tiflis berichtete er davon, wie von seinen
Mitarbeitern für Bedürftige Menschen täglich etwa
320 Essen zubereitet werden.
Aber nur ein kleiner Teil der Kosten
wird vom diakonischen Werk übernommen, ansonsten
ist Bischof Hummel auf Spenden angewiesen. Doch
neben der Kirche in Tiflis betreut Bischof Hummel
noch andere kleinere Gemeinden im Georgien, sowie
in Aserbaidschan und in Abchasien. In Suchumi,
der Hauptstadt Abchasiens hat er im vergangenen
Jahr eine alte lutherische Kirche renoviert, die
die Sowjetzeit und den Bürgerkrieg zwischen Abchasien
und Georgien fast ohne Beschädigung überstanden
hat, da sie als städtisches Archiv diente.
Mit einem finanziellen Aufwand von
60.000 US Dollar und viel Arbeit konnte die Kirche
innerhalb weniger Monate in neuem Glanz erstrahlen.
Diese ganzen Projekte sind alle sehr aufwendig
und zum größten Teil nur durch Spenden zu realisieren.
Pfarrer Konrad Well konnte nun an diesem Abend
auch wieder einen Betrag für die Arbeit von Gert
Hummel leisten, indem er ihm eine Betrag von über
4200,00 Euro überreichte, der durch viele Spenden
und den Erlös vieler Aktivitäten in der Kesselstädter
Gemeinde zusammen kam.
Die evangelische Kirchengemeinde
in Kesselstadt will dieses Projekt auch weiterhin
unterstützen.



Spendenkonto: Kirchliches Rentamt
Hanau - Stichwort Tiflisprojekt, Sparkasse Hanau
BLZ 506 500 23 - Konto-Nr. 50 351.
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