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AKTUELLES
Präsident Ardsinba über
Erklärungen der georgischen Seite zu Abchasien
beunruhigt
- Appell an die UNO und die Russische Föderation
Moskau, 28.1.2004, INTERFAX, russ.,
aus Suchumi
Der Präsident der nicht anerkannten
Republik Abchasien, Wladislaw Ardsinba, hat sich
zur Fortsetzung des Dialogs mit Georgien ausgesprochen,
jedoch Beunruhigung wegen einer Reihe von Erklärungen
der georgischen Führung geändert. "Die
abchasische Seite ist an der Fortsetzung des Verhandlungsprozesses
interessiert und zum konstruktiven Dialog mit
der georgischen Seite zur Lösung der Probleme,
die durch den Konflikt entstanden sind, bereit.
Gleichzeitig verfügen wir über ausreichend
Kräfte, Mittel und Entschlossenheit, um die
Souveränität und die territoriale Integrität
der Republik Abchasiens zu verteidigen", heißt
es in einer Erklärung von Wladislaw Ardsinba,
die am Mittwoch (28.1.) bei "Interfax" eingelaufen
ist.
Im Dokument heißt es, dass
"Vertreter der georgischen Führung in der
letzten Zeit vor dem Hintergrund des Machtwechsels
in Georgien wiederholt Erklärungen abgegeben
haben, die daran zweifeln lassen, dass Tbilissi
der friedlichen politischen Beilegung des georgisch-abchasischen
Konfliktes und seinen internationalen Verpflichtungen
treu ist".
Wladislaw Ardsinba zufolge "hat
der Präsident Georgiens Micheil Saakaschwili
am 23. Januar, nach dem Treffen mit UNO-Generalsekretär
Kofi Annan, erklärt, dass uns keine UNO in
Abchasien helfen wird, solange die abchasische
Armee keine starke Kraft ist", dass "egal welche
Schritte die Führung Georgiens gegenüber
Abchasien ergreifen wird, die ganze Welt das billigen
muss, die ganze Welt auf unserer Seite sein muss".
"Es ruft bei uns Verwunderung hervor, dass ähnliche
Erklärungen, die allen Abkommen widersprechen,
die bei den Verhandlungen unter der Ägide
der UNO erzielt wurden, nach dem Treffen mit dem
UNO-Generalsekretär abgegeben werden", heißt
es im Dokument.
Wladislaw Ardsinba äußerte
Beunruhigung darüber, dass "ungeachtet dieser
Position des offiziellen Tbilissi eine Reihe von
Ländern, in erster Linie die USA, Georgien
umfangreiche militärische Hilfe leisten,
Waffen und Technik liefern, georgische bewaffnete
Verbände ausbilden. Dabei behaupten Vertreter
dieser Länder, dass all das von Georgien
nicht für eine gewaltsame Lösung des
Problems der gegenseitigen Beziehungen zu Abchasien
eingesetzt wird".
"Es muss daran erinnert werden,
dass Georgien sich, als es 1992 gemäß
dem Taschkenter Abkommen eine große Menge
von Waffen bekommen hat, ebenfalls verpflichtet
hat, diese nicht gegen Abchasien und Südossetien
einzusetzen. Ungeachtet dessen hat es eine bewaffnete
Aggression gegen Abchasien eingeleitet. Auf diese
Weise tragen die Staaten, die Georgien militärische
Hilfe leisten, die Verantwortung für die
Zunahme der aggressiven Stimmungen bei den georgischen
Machthabern", so der
Präsident Abchasiens. (...)
"Wir appellieren an die UNO, die
Russische Föderation, die Gruppe der Freunde
des UNO-GeneralsekretÃ?rs ihren Einfluss einzusetzen,
um den Erklärungen und dem Vorgehen der georgischen
Seite ein Ende zu bereiten, die den Friedensprozess
unterbinden und den internationalen Rechtsverpflichtungen
widersprechen, die Georgien während der Verhandlungen
übernommen hat", heißt es in der Erklärung
des abchasischen Präsidenten. (lr)
Autor:
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