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AKTUELLES
18. Laurentiustag in Cottbus.
Nicht besser beschreiben könnte
man den 18. Laurentiustag in Cottbus mit den Worten
von VKD – Präsidenten Reinhold Metz aus Bad Wörishofen
bei der Begrüßung der Köche in den CTM Messehallen
beim Niederlausitzer Spreewaldabend. Eine kleine
Crew um Vorsitzenden Reinhard Fischer und Volker
Ehrlich vom Verein der Köche von Cottbus e.V.
haben es gezeigt, was ein Verein von 20 Mitgliedern
auf die Beine stellen kann. Seit der Wende 1989/90
ist das bereits der 4. Laurentiustag, der in den
neuen Ländern durchgeführt wird. Herzlichen Dank
dafür an die Kollegen.
„Es wächst zusammen, was zusammen
gehört“, unter diesem Motto hätten diese Tage
stehen können, oder der Satz von der Predigt des
Ökumenischen Festgottesdienstes in der Oberkirche
St. Nikolai, "das Salz in der Suppe des Lebens
sind wir, aus uns heraus kommt es.“

Sicher nicht jeder Koch ist ein
Kirchenmann, die Gottesdienstzeiten sind für Köche
Arbeitszeiten, doch manche Köche sind kleine Götter.
Der Volksmund beschreibt dies von der französischen
Kochkunst „Leben wie Gott in Frankreich“ . Die
Hochzeitsfeier in der Bibel könnte auch als eine
verspätete Laurentiusfeier ausgelegt werden. Doch,
die Lieferanten hätten in der heutigen Zeit etwas
dagegen, auch gegen die wunderbare Brotvermehrung.
Aber Köche versteckt euch nicht hinter euren weißen
Kochmützen. Die wahren Götter sind sie in der
heutigen Zeit, wenn sie ihr Handwerk richtig erlernt
haben. Aber, werden viele sagen, da gehört noch
mehr dazu, einkaufen, vorarbeiten, mit Lieferanten
verhandeln, mit Kollegen zusammenarbeiten und
dann noch die Buchhaltung und vieles mehr. Jedoch
der Beruf des Koches ist fast vergleichbar mit
dem eines Pfarrers oder Priesters.
Von und mit der Natur arbeitet der
Koch, das Seelenleben seiner Mitarbeiter kennt
er genauso gut wie das seiner Gäste, das Restaurant
kann zur Pilgerstätte werden und in einem Hotel
geben wir denen ein Dach und Unterkunft, die es
benötigen. Das es darüber hinaus noch Köche gibt,
die sich im Laurentiusorden organisieren, ist
nur noch höher zu bewerten. Sie gehen ihrer geregelten
und ungeregelten Arbeitszeit nach, ein freies
Wochenende ist für sie ein Urlaubstag und gerade
deshalb ist ihre Freizeit ein soziales Engagement.
Diese Mitglieder haben in ihrem langen Berufsleben
gelernt, was „Hunger“ ist, und das "Geben leichter
als Nehmen sein" kann. Neben vielen Benefizveranstaltungen
wo sie kostenlos ihre Arbeitskraft einsetzen,
organisieren sie sich noch für die humanitäre
Hilfe nicht nur in unserem Staat, sondern da,
wo sie gebraucht wird. Doch so einfach kann man
diese Arbeit der Brüder aus dem Laurentiusorden
nicht beschreiben. Sie betteln bei ihren Lieferanten,
sprechen Freunde und Bekannte an, stehen im Lager
und verpacken Kartons, bauen Küchen ab und wieder
auf, räumen Hotels leer, beladen große Lastkraftwagen
und sitzen dann noch Tage lang auf dem Fahrer-
oder Beifahrersitz.
Der größte Teil dieser Ordensbrüder
spenden zusätzlich von ihrem privaten Geld die
Beträge, die bei Benefizveranstaltungen nicht
zusammengekommen sind. Optisch unterscheiden sich
diese Kollegen nicht von anderen Köchen und Köchinnen,
sie essen und trinken genauso gerne wie sie. Doch
sie haben eines ihren Kollegen in „Weiß“ voraus,
sie tragen die Kochkunst hinaus in die "bedürftige"
Welt. Ob in Russland, Ukraine, Abchasien, Moldavien,
Rumänien, Ungarn , Litauen und wo auch sonst,
man wird sich nicht an die Namen der Menschen
erinnern, auch vielleicht nicht an den Laurentiusorden,
doch überall in diesen Staaten, wo sie ihr humanitäres
Engagement gezeigt haben, wird man sich an die
Köche aus Deutschland erinnern.

Sie haben in diesen Ländern gezeigt
was Kochkunst mit primitiven Mitteln ist und was
man daraus entwickeln kann. Die Menschen wurden
gesättigt und nicht nur einen Tag lang. Nebenbei
waren auf dem Lastwagen noch Kleidung, die sie
gewärmt haben. Doch das wichtigste ist, diese
Köche haben mit ihrem Herz gezeigt, das Sprache
unwichtig sein kann, hier hat die Seele regiert
und hat Ländergrenzen und Visas nicht im Vordergrund
stehen lassen.
Für diese Menschen, die von den
Brüder und Schwestern des Laurentiusordens besucht
und beschenkt wurden, sind sie die wahren „Götter“
in weiß und ihre Politik ist nur Verständnis der
Lage in der Not und ein bisschen Hoffnung auf
die Zukunft.
„Liebe geht durch den Magen ", vielleicht
sollte sich der Laurentiusorden diesen Leitspruch
auf die Fahnen schreiben, denn ein gesättigter
Magen ist die Labsal des Lebens.
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