Home
Wer sind wir
Aktuelles
Presse
Voice Group of Abkhasia
CD "Freedom for Abkhasia"
Land und Leute
Historie
Kulturelles
Essen und Trinken
Kontakt
Diskussionsforum
Chatbereich
Gästebuch
Diese Seite drucken

1. Vorsitzender Eugen W. Krammig, Am Maintor 8, 63456 Hanau - Steinheim am Main
Tel: 0171 / 62 10 121 Fax: 06181 / 650573


AKTUELLES

18. Laurentiustag in Cottbus.

Nicht besser beschreiben könnte man den 18. Laurentiustag in Cottbus mit den Worten von VKD – Präsidenten Reinhold Metz aus Bad Wörishofen bei der Begrüßung der Köche in den CTM Messehallen beim Niederlausitzer Spreewaldabend. Eine kleine Crew um Vorsitzenden Reinhard Fischer und Volker Ehrlich vom Verein der Köche von Cottbus e.V. haben es gezeigt, was ein Verein von 20 Mitgliedern auf die Beine stellen kann. Seit der Wende 1989/90 ist das bereits der 4. Laurentiustag, der in den neuen Ländern durchgeführt wird. Herzlichen Dank dafür an die Kollegen.

„Es wächst zusammen, was zusammen gehört“, unter diesem Motto hätten diese Tage stehen können, oder der Satz von der Predigt des Ökumenischen Festgottesdienstes in der Oberkirche St. Nikolai, "das Salz in der Suppe des Lebens sind wir, aus uns heraus kommt es.“

Sicher nicht jeder Koch ist ein Kirchenmann, die Gottesdienstzeiten sind für Köche Arbeitszeiten, doch manche Köche sind kleine Götter. Der Volksmund beschreibt dies von der französischen Kochkunst „Leben wie Gott in Frankreich“ . Die Hochzeitsfeier in der Bibel könnte auch als eine verspätete Laurentiusfeier ausgelegt werden. Doch, die Lieferanten hätten in der heutigen Zeit etwas dagegen, auch gegen die wunderbare Brotvermehrung. Aber Köche versteckt euch nicht hinter euren weißen Kochmützen. Die wahren Götter sind sie in der heutigen Zeit, wenn sie ihr Handwerk richtig erlernt haben. Aber, werden viele sagen, da gehört noch mehr dazu, einkaufen, vorarbeiten, mit Lieferanten verhandeln, mit Kollegen zusammenarbeiten und dann noch die Buchhaltung und vieles mehr. Jedoch der Beruf des Koches ist fast vergleichbar mit dem eines Pfarrers oder Priesters.

Von und mit der Natur arbeitet der Koch, das Seelenleben seiner Mitarbeiter kennt er genauso gut wie das seiner Gäste, das Restaurant kann zur Pilgerstätte werden und in einem Hotel geben wir denen ein Dach und Unterkunft, die es benötigen. Das es darüber hinaus noch Köche gibt, die sich im Laurentiusorden organisieren, ist nur noch höher zu bewerten. Sie gehen ihrer geregelten und ungeregelten Arbeitszeit nach, ein freies Wochenende ist für sie ein Urlaubstag und gerade deshalb ist ihre Freizeit ein soziales Engagement. Diese Mitglieder haben in ihrem langen Berufsleben gelernt, was „Hunger“ ist, und das "Geben leichter als Nehmen sein" kann. Neben vielen Benefizveranstaltungen wo sie kostenlos ihre Arbeitskraft einsetzen, organisieren sie sich noch für die humanitäre Hilfe nicht nur in unserem Staat, sondern da, wo sie gebraucht wird. Doch so einfach kann man diese Arbeit der Brüder aus dem Laurentiusorden nicht beschreiben. Sie betteln bei ihren Lieferanten, sprechen Freunde und Bekannte an, stehen im Lager und verpacken Kartons, bauen Küchen ab und wieder auf, räumen Hotels leer, beladen große Lastkraftwagen und sitzen dann noch Tage lang auf dem Fahrer- oder Beifahrersitz.

Der größte Teil dieser Ordensbrüder spenden zusätzlich von ihrem privaten Geld die Beträge, die bei Benefizveranstaltungen nicht zusammengekommen sind. Optisch unterscheiden sich diese Kollegen nicht von anderen Köchen und Köchinnen, sie essen und trinken genauso gerne wie sie. Doch sie haben eines ihren Kollegen in „Weiß“ voraus, sie tragen die Kochkunst hinaus in die "bedürftige" Welt. Ob in Russland, Ukraine, Abchasien, Moldavien, Rumänien, Ungarn , Litauen und wo auch sonst, man wird sich nicht an die Namen der Menschen erinnern, auch vielleicht nicht an den Laurentiusorden, doch überall in diesen Staaten, wo sie ihr humanitäres Engagement gezeigt haben, wird man sich an die Köche aus Deutschland erinnern.

Sie haben in diesen Ländern gezeigt was Kochkunst mit primitiven Mitteln ist und was man daraus entwickeln kann. Die Menschen wurden gesättigt und nicht nur einen Tag lang. Nebenbei waren auf dem Lastwagen noch Kleidung, die sie gewärmt haben. Doch das wichtigste ist, diese Köche haben mit ihrem Herz gezeigt, das Sprache unwichtig sein kann, hier hat die Seele regiert und hat Ländergrenzen und Visas nicht im Vordergrund stehen lassen.

Für diese Menschen, die von den Brüder und Schwestern des Laurentiusordens besucht und beschenkt wurden, sind sie die wahren „Götter“ in weiß und ihre Politik ist nur Verständnis der Lage in der Not und ein bisschen Hoffnung auf die Zukunft.

„Liebe geht durch den Magen ", vielleicht sollte sich der Laurentiusorden diesen Leitspruch auf die Fahnen schreiben, denn ein gesättigter Magen ist die Labsal des Lebens.


SPENDENKONTO:
Frankfurter Volksbank
KONTO: 50 29 0 66
BLZ: 50 19 00 00

Seitenanfang