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AKTUELLES
Aufhebung der Sanktionen oder wie werden aus Separatisten, Rebellen und Mörder ein Staat?
Steinheim-Suchumi (ewk) – Seit nunmehr 16 Jahren bekommen die Bürger in Europa und Amerika von Georgien erzählt, dass in dem kleinen Land Abchasien am Schwarzen Meer nur Verbrecher, Separatisten, Rebellen und Mörder leben.
Papier ist geduldig, man kann vieles Schreiben oder dies auch durch Fernsehbilder untermalen, doch wer war von diesen großen demokratischen Führer aus dem Westen schon einmal in dem Land Abchasien gewesen und hat sich dort vor Ort inspirieren lassen?
Vielleicht reicht ein kleiner Einblick in die Geschichte, um hierbei etwas Aufklärung zu bringen, um zu verstehen, warum die Duma und der russische Präsident Wladimir Putin die Sanktionen aufheben möchten.
Sieht man davon ab, das in diesem Gebiet des Kaukasus die mit ältesten Knochenfunde eines Menschen gefunden wurde, konnte man aber auf der anderen Seite Gebäudereste ausgraben die über 3.500 Jahren vor Christus schon standen. Ein altes Gebiet der Menschheit. Das Land wurde bereist unter anderem von den Griechen, Bestätigung durch den Schreiber Thimosphin,
von den Römern, Bestätigung durch Plinus Seamdus vor über 2000 Jahre nieder geschrieben.
Auch das große byzantinische Reich wurde von hier aus von der Hauptstadt Suchumi aus Jahrzehnte lang regiert. Viele Sagen aus dem griechischen unter anderem das goldene Flies berichteten hierüber. Der Kaukasus ist ein Landstrich mit vielen Bergvölkern, Abchasien gehört seit über 5.000 Jahren dazu. Genauso ist dieses Land ein Teil der Seitenstraße zwischen Ost und West und eine Handelsroute die seit über tausend Jahren bekannt ist, genauso auch die Vielfalt der Sprachen und Dialekte. Auch gab es viele Kriege in diesem Zeitraum und auch die lange Unterdrückung durch die Türken und teilweiser Vertreibung.
Im 19. Jahrhundert legte deutsche Adlige die Sümpfe in Gagra trocken und bauten hier ihre Kuranstalten. Oder gehen wir nach dem Ort New Afon mit dem Kloster und der Kirche des Heiligen Simon Cananite, eine Ort für Christen, Orthodoxe, Juden und Muslime. Die Zarenfamilie war hier oft Gast gewesen und kurte genauso wie das Politbüro der Sowjetunion am Schwarzen Meer. Erst nach der Kulturrevolution kam Abchasien in die UDSSR und der Georgier Stalin hatte schon die Züge bereit stehen um die abchasische Bevölkerung nach Sibirien zu verfrachten. Unter Chrustchov wurde Abchasien zur Autonomen Republik ausgerufen und als die Sowjetunion zerfiel, trennte sich Georgien von der GUS und dann auch Abchasien, aber im Gegensatz zu Georgien wollte man in der GUS verbleiben.
Im Jahre 1992 marschierte die Armee von Georgien in das Land ein unter der Führung von Edward Schewardnadse, auch ein Georgier. Der Krieg dauerte bis zum September 1993, übrig blieb ein zerstörtes Land und tausende tote Kinder, Frauen, ältere Menschen und Soldaten.
Seit dieser Zeit bis zum 07. März 2008 hatte das Land keine Verbindungen mehr per Schiene, per Straße, per Schiff, per Luftraum. Telefon, Strom, Gas und Öl kam nur, wenn Russland was übrig hatte oder es zuließ.
Die Bevölkerung verarmte, Medizin und medizinische Geräte waren nicht mehr da, alle Produktionsfabriken waren zerstört und was man gebrauchen konnte wurde abtransportiert nach Georgien.
Abchasien, ein Land dessen Erträge wie Tee, Zitronen, Mandarinen, Orangen, die Produkte der Landwirtschaft, Wein einen großen Teil Russlands ernährte fanden keine Abnehmer mehr. Über 30.000 Hotelbetten und die Gebäude wurden zu Geisterhäuser.
Der Verein Abchasienhilfe e.V. und der Internationale Abkhazia Fond haben vor Ort die Zeiten miterlebt und versucht durch humanitäre Transporte kleine Abhilfe zu schaffen, nachdem das Internationale Rote Kreuz nicht im Stande war und die UNOMIG besetzt unter anderem mit deutschen Ärzten und Helfern, nicht der Bevölkerung halfen.
In seiner Vollmacht als Komtur der Orden des Heiligen St. Laurentius und des Ordens Cordon Blue de Saint Esprit eröffnete unser Präsident Eugen W. Krammig nicht nur das Haus für alle, sondern im Jahre 1996 war dies das erste offizielle Konsulat. Die Orden sind international registriert unter anderem sind neben vielen Politikern, oder Menschen der Öffentlichkeit auch Michail Gorbatschow, Bill Clinton, Sir Peter Ustinow Ehrenmitglieder.
Wir haben es persönlich am eigenen Leibe erlebt die Reaktionen aus Georgien, aus Europa, USA, Deutschland und von der UN und durch die Überwachung durch die UNOMIG vor Ort. Bis zum heutigen Tag steht hier am schwarzen Meer unser Haus und ist geöffnet für Jeden und seit 1996 haben die Mitglieder der Orden und Vereine Abchasien offiziell anerkannt.
Doch die Politik sollte einmal die Augen öffnen und sich um die Menschen kümmern. USA und halb Europa haben den Kosovo anerkannt, Russland hat die Sanktionen gegen Abchasien und Ossetien aufgehoben, versuchen wir einen Schnitt zu machen zur Anerkennung. Denn ein zufriedenes Volk das seine Freiheit besitzt hat keine Lust in den Krieg zu ziehen. Die Grenzen sind abgesteckt, man muss sie nur öffnen können und nicht durch Drohungen weitere Eskalationen herbeiführen.
Es ist auch schwer vorstellbar, wenn ehemalige Feinde – Georgier und Abchasen – in einem Land wieder vereint werden, dies wäre auch gleichzeitig eine Kriegserklärung. Lassen wir die Länder Selbstständig werden, die Grenzen eröffnen und durch Handel und Kultur wieder zusammen finden. Russland ist auf einem guten Wege dahin Frieden zu schaffen in einer Region die Frieden nötiger hat als manche Politiker denken können in der westlichen Welt.
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