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AKTUELLES
Das Recht der Gerechtigkeit
Steinheim-Suchumi (ewk) – Das Recht der Gerechtigkeit haben wir im letzten Jahrzehnt auf unseren humanitären Touren nach Abchasien oftmals erleben dürfen. Korrupte Polizisten und Grenzbeamte, Straßenzoll oder einfache Verhaftungen und Überfälle. Doch immer fanden wir Freunde, die uns bei unserer Arbeit unterstützten und halfen.
Der Verein Abchasienhilfe e.V. und der Internationale Abkhazia Fond waren stolz darauf im Jahre 1996 in Steinheim im Main – Kinzig – Kreis im Lande Hessen ein Konsulat eröffnen zu können. Die Anerkennung wurde uns leider offiziell verwehrt, dafür wurden wir überwacht vom Staat, aber es gab irgendwie eine Sicherheit. Wir wollen uns nicht beschweren darüber das unser Konsulatsschild mehrfach abgerissen – demoliert – oder mit Farbe beschmutzt wurde, nein. Wir wollen uns auch nicht beschweren darüber das Fahrzeuge oder Motorradroller demoliert oder beschädigt wurden (bis zur Lösung der Bremsen), nein.
Wir beschweren uns auch nicht darüber das Menschen versucht haben auf das Grundstück zu kommen und ein Molotowcocktail nicht seine Wirkung erbrachte, nein. Wir beschweren uns auch nicht darüber das Mitglieder unseres Vereines überfallen oder bedroht wurden, nein.
Vor all diesen Dingen hatte uns damals der regierende Präsident Wladislav Ardsinba vorgewarnt, und wir hatten uns darauf eingestellt. Auch darauf, dass man bei den Medien keine große Unterstützung finden würde, da wir gegen das demokratische Georgien Wahrheiten aufdecken, die hier in der BRD nicht so gerne gesehen werden.
Mit vielen Sachen haben wir uns arrangiert, auch damit, Schwierigkeiten in den BRD – Botschaften oder Stadtläden (Visaanträgen) zu bekommen, wenn wir Freunde zu uns einladen wollten.
Auch hat die BRD uns Probleme bereitet bei der Anerkennung unserer Ehrenstaatsbürgerschaft, den kirchlichen Ausbildungen und unseren Ausweisen. Ja, wir haben darauf reagiert, wir haben unser Haus, unser Konsulat, unsere Heimat bestückt mit Elektronik und Videoüberwachung, und es war nicht billig. Wir konnten zwar jetzt bildlich nachweisen wer bei uns randaliert hat oder Sachbeschädigung verursacht hat und dies sogar per Internet, doch die Polizei - Kripo nahm dies zwar zur Kenntnis, aber sie hatten keine Verwendung für die Videoüberwachung, ist ja außer Sachbeschädigung nichts passiert.
Als dieser Tage unser Nachbar ohne zu Fragen und ohne Erlaubnis sein Baugerüst mit auf unserem Grundstück stellte und unsere Videoanlage abbaute (eventueller Beschädigung), bekamen wir von der Polizeidienststelle nur die Aussage, das dies ein Leiterrecht und Duldungsrecht sei und wir sollten uns nicht so aufregen, ist ja nichts passiert. Natürlich braucht man jetzt nicht zu klettern, man kann bequem über die Leiter auf unser Grundstück gelangen und dies gleichzeitig von 2 Seiten.
Doch den absoluten Höhepunkt haben wir in dieser Woche erreicht. Ein paar Mitglieder hatten sich ein Auto bei uns geliehen um daran Reparaturarbeiten durch zu führen. Als sie gegen 21.30 Uhr Hunger bekamen sind sie nach Hanau in die Innenstadt gefahren um sich was zum Essen zu holen. Einen freien Parkplatz fanden sie auf dem ersten Drittel von 2 Schwerbehindertenparkplätzen. Innerhalb von zwei Minuten war das Ordnungsamt der Stadt Hanau da, und sie waren so schnell, dass die Ordnungsbeamtin der Stadt Hanau nicht einmal ausstieg, sondern das Knöllchen im Auto schrieb, damit sie gleich die nächsten Schwerverbrecher fangen konnten (Übrigens nach zwei Tagen wurde das Knöllchen verschickt in Höhe von 35 Euro). Paradox an dieser Geschichte ist nur, dass in der parallel abgestellten Straße das zweite Fahrzeug unserer Freunde aufgebrochen wurde, die Alarmanlage war sehr laut, keine Polizei kam, dafür wurden unsere Freunde gebeten zum Präsidium zu kommen. Da nichts gestohlen war, außer Sachbeschädigung haben unsere Freunde es vorgezogen in Ruhe weiter zu Essen und dann in ihre Werkstatt zu fahren zum reparieren.
Übrigens auf beiden Fahrzeugen war ein Aufkleber – I Love Abkhazia. Wie gesagt, das Recht der Gerechtigkeit.
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